Starkes Comeback ohne Erfolgserlebnis
Der 1. FC Saarbrücken präsentierte im letzten Ligaspiel erneut starke Comebackqualitäten. Ein 0:2 wurde in eine 3:2-Führung gedreht. Am Ende sorgten aber noch zwei individuelle Fehler für eine 3:4-Niederlage gegen den FC Hansa Rostock.
Cheftrainer Argirios Giannikis bescherte einem Spieler mit seiner Nominierung für die Startelf einen ganz besonderen Abschied. Manuel Zeitz führte den FCS in seinem letzten Heimspiel als Kapitän aufs Feld. Für ihn machte Vasiliadis den Platz frei. Zudem rotierte Bretschneider nach überstandener Verletzung für Rizzuto zurück ins Team.
Während für Rostock noch eine Resthoffnung auf den Aufstieg bestand, wollten die Blau-Schwarzen die Liga mit einem positiven Erlebnis abschließen. Chancen dazu ergaben sich für beide vorerst nicht. Weder bei Lebeaus Versuch aus der Distanz (10.), noch Brünkers (13.) oder Berghs Abschluss (14.) sorgten für wesentliche Gefahr.
Der erste Schuss aufs Tor saß dann aber. Krauß wurde von Faktic bedient, brachte sich in Position und zimmerte den Ball flach ins kurze Eck (24.). Und Rostock legte nach. Krauß wurde in den Strafraum geschickt und passte quer nach innen. Holten grätschte in der Mitte zum 0:2 ein (36.).
Kurz vor der Pause dann zwei gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer. Eine Flanke von Uphoff rutschte Keeper Uphoff durch. Brünker war allerdings zu überrascht und verpasste (40.). Kurz später legte Brünker dann für Civeja ab. Diesmal reagierte Uphoff ganz stark und parierte mit dem Fuß (41.).
Zu Wiederbeginn folgte der erste Wechsel. Brünker blieb angeschlagen in der Kabine und wurde durch Naifi ersetzt. Ein besonderer Wechsel folgte in der 53. Minute. Vasiliadis ersetzte Zeitz, der beim Gang vom Platz nochmal alle Eindrücke aus dem Ludwigsparkstadion einsammelte und sich danach zur ganz persönlichen Verabschiedung direkt in den Fanblock begab.
Fußball wurde aber auch gespielt und das durch den FCS. Pick erlief einen Ball in die Tiefe, verpasste eigentlich den Moment für das Zuspiel auf Multhaup, brachte die Kugel aber noch durch. Multhaup hatte keine freie Bahn mehr, verschaffte sich aber technisch anspruchsvoll eine Schussposition und netzte zum 1:2 ein (59.).
Rostock meldete sich nach einer Ecke im zweiten Durchgang an. Lebeau gab den Ball nach innen, Wallner schraubte sich hoch, doch Menzel parierte klasse. Gezählt hätte der Treffer wegen eines Offensivfouls nicht, dennoch eine sehr starke Aktion des Schlussmanns (62.).
In der 66. Minute klingelte es allerdings auf der andere Seite. Vasiliadis legte nach einer Ecke per Kopf für Naifi vor. Der nahm die Kugel an und knallte sie aus der Drehung zum 2:2 ins Tor.
Die Blau-Schwarzen drängten auf den dritten Treffer, erhielten aber noch nicht die passende Gelegenheit. Die erarbeitete sich allerdings Krauß mit einer Einzelaktion. Sein Schuss landete am Querbalken (72.).
Erneute traf aber der FCS. Sontheimer marschierte sehr dynamisch durch Mittelfeld und legte am Sechzehner in den Lauf von Civeja. Der blieb vorm Kasten cool und schob überlegt zum 3:2 ein (75.).
Dann wurde wieder gewechselt. Rizzuto und Elongo-Yombo kamen für Bretschneider und Multhaup (77.).
Eine Unaufmerksamkeit brachte Rostock aber schnell ins Geschehen zurück. Bormuth verpasste es zu klären und Harenbrock klaute ihm den Ball. Frei vor Menzel ließ er sich nicht zweimal bitte und besorgte den Ausgleich (79.).
In der 90. Minute brachte sich der FCS dann selbst um einen sehr verdienten Punktgewinn. Holten köpfte nach einer Flanke von Krauß und Bichsel beförderte den Ball zum 3:4 ins eigene Netz (90.).
Giannikis brachte noch Schmidt für Pick und beinahe wäre doch noch der neuerlich Ausgleich geglückt. Elongo-Yombo erwischte den Ball am zweiten Pfosten jedoch nicht richtig (90.). In der achten Minute der Nachspielzeit hatte Naifi noch eine Chance per Kopf. Die Kugel segelte drüber und damit war die Niederlage besiegelt.
Beste Genesungswünsche auch an dieser Stelle an den Fan des FC Hansa Rostock, der Mitte des zweiten Durchgangs medizinisch versorgt werden musste und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde.
