Rostocker Standardstärke entscheidet
Der 1. FC Saarbrücken musste am dritten Spieltag die erste Niederlage in der Liga einstecken. Der FC Hansa Rostock siegte im Ludwigspark mit 4:2.
Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Hertha BSC nahm Cheftrainer Argirios Giannikis drei Wechsel vor. Matteo Bignetti kehrte zwischen die Pfosten zurück. Zudem gab es in der Offensive zwei Veränderungen. Seung-Joon Lee ersetzte Abdenego Nankishi auf der linken Seite und Kai Brünker lief anstelle von Christian Kühlwetter auf.
Auf den Rängen blieb es 19:03 Minuten still, in Gedenken an den Todesfall im Rahmen des Pokalspiels. Auf dem Platz entwickelte sich ein eher taktisch geprägter Auftritt. Der FCS hatte mehr vom Spiel, Gefahr entstand aber kaum. Nach 17 Minuten die erste gefährlichere Annäherung. Florian Pick zog einen Freistoß von halblinks direkt aufs Tor, konnte Hansa-Keeper Luca Unbehaun damit aber nicht überraschen. Auch Alexander Staff fand kurz darauf kein Vorbeikommen am Schlussmann, schloss nach einem hohen Ballgewinn allerdings auch zu überhastet ab (18.).
Der direkte Gegenzug brachte die erste Möglichkeit für Rostock. Florian Bohnert legte für Jonas Dirkner ab. Sein Versuch aufs kurze Ecke stellte Bignetti jedoch nicht vor Probleme (18.). Machtlos war er allerdings in der 32. Minute. Leon Dajaku flankte mit Schnitt zum Tor. Die Kugel rutschte einfach durch, sprang vor Bignetti nochmals auf, der dem Ball nur hinterherschauen konnte. Die Führung für Rostock.
Den Blau-Schwarzen fehlte es an Präzision rund um den Sechzehner, weshalb sich keine klare Chance auf den Ausgleich ergab, obwohl das Spiel bis ins letzte Drittel ansehnlich war. Rostock agierte schnörkelloser. Andreas Vogelsammer spielte tief aus der eigenen Hälfte steil auf Dajaku, der an der Abseitsgrenze lauerte, aber nicht zurückgepfiffen wurde. Bignetti parierte stark (42.). Mehr passierte im ersten Durchgang nicht mehr.
Rein in den zweiten Abschnitt ging es mit dem 1:1. Lee setzte sich nach einem langen Ball von Brünker geschickt gegen Bohnert durch, steuerte quer zur Grundlinie auf den Kasten zu und setzte die Kugel durch die Beine von Unbehaun ins Netz (47.).
Rostock zeigte sich davon jedoch nicht ansatzweise beeindruckt und übernahm das Geschehen. Nach Flanke von Dajaku verzog Bohnert noch freistehend (53.). Doch kurz darauf lag der Gast wieder vorne. Dajaku servierte eine Ecke an den ersten Pfosten. Florian Carstens stieg hoch und köpfte zum 1:2 ein (55.).
Giannikis reagierte umgehend mit drei frischen Kräften Kühlwetter, Nankishi und Kelsey Owusu ersetzten Brünker, Lee und Staff (58.).
Nankishi erwischte einen ganz schlechten Einstand. Bei einem Standard hielt er Bohnert im eigenen Strafraum und verursachte einen Elfmeter. Kenan Faktic übernahm die Verantwortung und traf rechts unten zum 1:3 (60.).
Die Blau-Schwarzen wirkten getroffen und Rostock wollte das für sich nutzen. Carstens marschierte einfach bis zum Strafraum durch, zielte dort aber zentral auf Bignetti (67.).
Es folgte der nächste Wechsel Zac Shuaib kam für Daniel Gleiber (68.). Und plötzlich war wieder Zug im Spiel. Kühlwetter hatte das Auge für Pick, der jedoch kurz vor dem Abschluss noch gestört wurde. Der FCS blieb aber dran, doch Unbehaun fischte Owusus Versuch aus dem kurzen Eck.
Die Gäste verhinderten aber ein weiteres Aufbäumen. Wieder entstand der Treffer aus einer Ecke und wirkte wie eine Kopie des 1:2. Faktic brachte den Ball auf den Kopf von Wallner, der das 1:4 markierte (74.).
Pick sorgte umgehend für den Anschluss. Fahrner marschierte mit Dampf zur Grundlinie und legte auf Pick zurück. Der schloss trocken ins kurze Eck ab und stellte auf 2:4 (76.).
Für die Schlussoffensive brachte Giannikis noch Calogero Rizzuto für Niko Bretschneider (83.). Der scheiterte in der Nachspielzeit noch am Aluminium. Weshalb keinen finale Spannung mehr aufkam. Die Blau-Schwarzen werden sich sicherlich über die schwache Phase nach dem Ausgleich ärgern, die Rostock nutzte, um die Partie für sich zu entscheiden.
