27.01.2024
Profis Männer

Mangelnde Chancenauswertung und bittere Entscheidungen

Der 1. FC Saarbrücken musste sich dem FC Ingolstadt mit 0:2 geschlagen geben. Dabei waren die Blau-Schwarzen klar überlegen, machten allerdings die Tore nicht, gerieten dann in Rückstand und kassierten zwei sehr zweifelhafte Platzverweise.

Mit vier Wechsel im Vergleich zur Partie in Verl ging es für den den FCS in die Partie. Auf den Außenbahnen kehrten Gaus und Rizzuto zurück. Im Sturm durften wieder Brünker und Naifi ran.

Bereits nach sechs Minuten gab es die erste dicke Chance. Die Blau-Schwarzen machten nach einem Standard den zweiten Ball fest und Becker durfte aus 16 Metern abschließen. Keeper Funk fischte die Kugel aus dem Eck. 

Ingolstadt wurde im ersten Durchgang nur einmal wirklich gefährlich. Auch hier war der Ursprung ein ruhender Ball. Kopacz lauerte im Strafraum, setzte seinen Schuss aber deutlich neben den Kasten.

Ansonsten dominierte der FCS, hatte aber weiter kein Glück im Abschluss. Uaferro versuchte sich innerhalb des Strafraums. Die Kugel rutschte ihm über den Spann, wurde damit aber zur Vorlage für Brünker, der Funk in die Arme köpfte. Kurz später setzte Rabihic einen Freistoß aus 22 Metern an den Querbalken.

Nach 28 Minuten musste Cheftrainer Rüdiger Ziehl erstmals wechseln. Becker musste angeschlagen vom Platz und wurde positionsgetreu durch Thoelke ersetzt. 

Der sorgte mit dafür, dass hinten weiterhin nichts anbrannte. Aber mit dem Torerfolg sollte es weiterhin nicht funktionieren. Am Ende einer Umschaltsituation flankte Naifi nach innen. Kerber kam mit dem Kopf nicht richtig hin, drüber.

Knifflig wurde es dann in der 38. Minute. Rizzuto gab den Ball von der rechten Seite in den Strafraum. Guwara ging mit dem Ellbogen zum Ball und blockte diesen. Elfmeter gab es nicht. Glück für Ingolstadt.

Zwei dicke Chancen gab es noch vor dem Pausenpfiff. Nach einer direkten Kombination zwischen Kerber, Sontheimer und Rabihic wurde Naifi am Sechzehner freigespielt. Der jagte die Kugel neben den Kasten. In der Nachspielzeit kam Thoelke nach Ecke von Gaus nochmal zum Abschluss. Wieder stand Funk im Weg und parierte. 

Rein in den zweiten Durchgang ging es mit der nicht wirklich verdienten Führung für die Gäste. Das Schiedsrichtergespann entschied auf Foul von Zeitz gegen Lorenz im Strafraum. Mause verwandelte den Strafstoß ins linke Eck (51.).

In der 64. Minute leitete der Schiedsrichter mit einer ganz wilden Aktion die Vorentscheidung ein. Der FCS traf nach einem Freistoß durch ein Eigentor. Doch Bartnitzki entschied auf Stürmerfoul abseits des Geschehens. Uaferro regte sich kurz darüber auf und sah binnen Sekunden Gelb und Gelb-Rot, aufgrund eines Abwinkens. Eine sehr zweifelhafte Entscheidung. Zu allem Überfluss traf Ingolstadt im Gegenzug durch Froede zum 2:0 (66.).

Ziehl belebte direkt die Offensive. Günther-Schmidt und Stehle kamen für Kerber und Brünker. Aber Bartnitzki machte weiter. Keidel sprang Rizzuto in den Rücken. Der erwischte den Gegenspieler im Wegdrehen mit dem Fuß. Bartnitzki wertete das als Tätlichkeit und zückte die Rote Karte. Eigentlich nicht zu fassen. Aber damit war die Partie natürlich durch.

Die Blau-Schwarzen kämpften aufopferungsvoll weiter, konnten in doppelter Unterzahl aber natürlich wenig ausrichten. Ziehl brachte mit Boeder und Civeja für die Schlussphase nochmals frische Kräfte für Rabihic und Sontheimer.

Der FCS musste sich natürlich die Chancenauswertung im ersten Durchgang ankreiden lassen, wurde da schon durch einen nicht gegebenen Elfmeter benachteiligt und hatte im zweiten Abschnitt aufgrund der Schiedsrichterentscheidungen keine Chance Zählbares einzufahren.