FCS rettet spät einen Punkt
Der 1. FC Saarbrücken rettete beim 1. FC Schweinfurt ganz spät einen Punkt. Nach einem 2:0-Rückstand glichen Civeja (87.) und Vasiliadis (90.) zum 2:2-Endstand aus.
Cheftrainer Argirios Giannikis änderte seine Startelf im Vergleich zum Auftritt in Ulm auf zwei Positionen. Bretschneider stand nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung und durfte statt Bichsel auf der linken Seite ran. Auch Brünker war nach überstandenem Infekt einsatzbereit. Baumann musste für ihn im Sturmzentrum weichen.
Nach einer ereignisarmen Anfangsphase gab es in der 9. Minute die erste ganz dicke Möglichkeit. Krätschmer hatte einen Ball in die Tiefe eigentlich schon sicher, ließ ihn aber doch durchrutschen. Dadurch durfte sich Bretschneider frei vor dem Tor die Ecke aussuchen, schoss aber über den Kasten. Die nächste gute Chance hatte Elongo-Yombo nach einer Viertelstunde. Eingesetzt von Sontheimer zog er am Strafraum in die Mitte und schloss ab. Stahl im Kasten der Schweinfurter parierte im linken Eck (15.).
Danach verbuchte der FCS zwar weiter mehr Ballbesitz, konnte aber nicht mehr gefährlich werden. Das übernahmen dafür die Gastgeber. Geis meldete Schweinfurt mit einem Schuss aus der Distanz an. Viel fehlte nicht (21.). Auch in der nächsten Szene war Geis beteiligt. Schweinfurt eröffnete mit einem Diagonalball nach links. Der FCS war nicht richtig sortiert. Endres gab von der Grundlinie zu Geis. Dessen erster Versuch blieb in der Abwehr hängen, den zweiten parierte Menzel stark, doch Shuranov reagierte schnell und stocherte zur Führung ein (30.).
Und es kam noch bitterer für die Blau-Schwarzen. Geis verzog zunächst noch aus 16 Metern (36.). Doch kurz vor der Pause setzte es dennoch das zweite Gegentor. Schweinfurt erhielt vor dem Strafraum viel Platz. Wintzheimer gab zu Shuranov weiter. Der wurde nicht angegriffen, legte sich die Kugel einmal zurecht und setzte den Ball zum 2:0 platziert ins lange Eck (43.).
Giannikis reagierte zu Wiederbeginn mit einem dreifachen Wechsel. Civeja, Multhaup und Vasiliadis ersetzten Elongo-Yombo, Krahn und Rabihic. Und es ging direkt Richtung Schweinfurter Tor. Brünker verpasste einen Abpraller knapp (47.). Vasiliadis scheiterte aus 20 Metern an Stahl (47.).
Danach aber das gleiche Bild wie im ersten Abschnitt. Rund um den Strafraum fehlte die Präzision, um tatsächlich gefährlich werden zu können. Schweinfurt suchte bei seinen Offensivaktionen den direkteren Weg. Osawe traf nur das Außennetz (60.).
Direkt im Anschluss reagierte Guannikis erneut. Baumann kam für Brünker, der nach seiner Zwangspause noch nicht die volle Distanz in den Beinen hatte.
Plötzlich die Chance auf den Anschluss. Multhaup setzte sich rechts im Sechzehner gut durch und legte von der Grundlinie in die Mitte. Baumann kam nicht richtig hin, legte mit seinem Kontakt aber für Civeja auf, der an Stahl scheiterte (63.). Kurz darauf versuchte sich Rizzuto nach einer Ecke mit einer Volleyabnahme, auch die brachte keinen Erfolg (66.).
In der 71. Minute wurde die Chance noch größer. Pick feuerte aus 16 Metern. Stahl wehrte zur Seite ab. Sontheimer war durchgelaufen und legte quer auf Baumann. Der Ball hoppelte leicht. Dennoch hätte Baumann aus drei Metern zum Anschluss treffen müssen.
Der FCS hatte ein deutliches Übergewicht, aber die Kugel wollte einfach nicht rein. Sontheimer scheiterte aus der Drehung (75.). Und selbst nach einem nahezu perfekten Spielzug sollte es nicht funktionieren. Über Multhaup, Pick und Vasiliadis wurde stark kombiniert. Vasiliadis schob an Keeper Stahl vorbei, doch auf der Linie klärte Bausenwein (80.).
Die Blau-Schwarzen steckten aber nicht auf und schoben weiter an. Civeja mit einem klasse Versuch aufs lange Eck, Stahl rettete zur Ecke (87.). Die führte endlich zum 1:2. Nach kurzer Ausführung flankte Civeja mit Schnitt nach innen. Im Getümmel kam keiner mehr ran und der Ball tropfte vom Pfosten ins Netz (87.).
Und der FCS belohnte sich ganz spät mit dem Ausgleich. Bretschneider flankte in der vierten Minute der Nachspielzeit nach innen. Vasiliadis hielt den Kopf rein und traf mustergültig zum 2:2 ins lange Ecke.
Beinahe hätte Baumann sogar noch für den Sieg gesorgt. Eine Hereingabe von Multhaup verpasste er um Haaresbreite. Zudem zog Bretschneider nur Zentimeter vorbei. Deshalb stand schlussendlich zumindest ein Punkt durch zwei späte Tore.
