FCS erkämpft Punkt in Unterzahl
Der 1. FC Saarbrücken konnte sich mit einer starken kämpferischen Leistung in Unterzahl einen Punkt gegen Alemannia Aachen sichern. Pick markierte in der Schlussphase den sehr verdienten Ausgleich zum 1:1-Endstand.
Cheftrainer Argirios Giannikis veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Brünker kehrte nach abgesessener Gelbsperre für Baumann im Sturmzentrum zurück. Caliskaner übernahm die Position im Mittelfeld von Vasiliadis und Fahrner durfte anstelle von Rizzuto über die rechte Seite ran.
Caliskaner zeigte sich gleich als Initiator der ersten Szene. Am Strafraum bediente er Pick, der schloss aus der Drehung ab und scheiterte am Querbalken (3.). Den starken Auftakt setzten die Blau-Schwarzen fort. Bretschneider schickte Brünker. Im Sechzehner gab er scharf nach innen, fand aber nur Riemann im Aachener Kasten (8.). Kurz darauf schlug Multhaup eine gute Flanke, Brünker erwischte die Kugel jedoch nicht sauber und verfehlte daher das Tor (11.).
Das einzige Problem der guten Startphase, es stand noch 0:0. Das konnte auch Civeja nicht ändern, der nach einem Solo frei vor Riemann auftauchte, den Keeper aber nicht überwinden konnte (20.).
Was Effizienz bedeutet, demonstrierte dann der Gast. Zum ersten Mal bot sich etwas Raum. Schroers marschierte Richtung Strafraum und hatte das Auge für Oehmichen. Der machte einen Schlenker nach innen, visierte das lange Eck an und markierte damit die Führung (24.).
Die Blau-Schwarzen zeigten sich davon erstmal unbeeindruckt und liefen weiter an. Etwas Pech dann, dass es keinen Elfmeter gab. Wegmann checkte Civeja doch sehr robust weg, der Pfiff blieb jedoch aus (28.). Gleich die nächste Szene. Multhaup wurde steil geschickt und steuerte auf Riemann zu. Der vorletzte Kontakt geriet jedoch unsauber, weshalb der Winkel für den Abschluss zu spitz wurde und der Ball nur am Außennetz landete (31.).
Es sollte die letzte Möglichkeit bis zum Pausenpfiff bleiben. Es fehlte weiterhin nicht an gefährlichen Strafraumszenen, nur der letzte Pass wollte nicht gelingen. Aachen zeigte sich etwas abschlussfreudiger. Erst versuchte sich Loune aus der Distanz (44.), kurz danach Da Silva (45.), beide Male rettete das Aluminium.
Rein in den zweiten Durchgang ging es mit der nächsten ausgelassenen Chance. Caliskaner setzte Multhaup zentral vor dem Tor ein. Erneut landete der Versuch neben dem Kasten (50.).
Dann zwei sehr unglückliche Szenen. Caliskaner, der kurz zuvor eine harte Gelbe Karte kassierte, leistete sich einen Trikotzupfer und wurde vom Platz gestellt (51.). Dann wurde der nächste Elfmeter verwehrt. Ademi schlug einen abgefälschten Ball mit dem Arm weg. Schiedsrichterin Lutz erkannte erneut kein Vergehen (53.).
In einem jetzt aufgeheizten Spiel verbuchte Aachen durch Gindorf den nächsten Abschluss (58.). Menzel parierte stark. Auch gegen Schroers, der stark Abseits verdächtig nicht zurückgepfiffen wurde, packte der Schlussmann zu (62.).
Giannikis reagierte mit seinem ersten Wechsel. Elongo-Yombo kam für Multhaup (66.). Das brachte neuen Schwung. Aber weiterhin wollte die Kugel nichts ins Tor. Wilhem köpfte nach einem Freistoß links vorbei (68.). Fahrner zog von halbrechts gegen Riemann den Kürzeren (71.). Und auch Sontheimer hatte aus 18 Metern nicht richtig justiert (77.).
Aachener konnte die Überzahl nicht mehr ausspielen und tauchte nur sporadisch vorne auf. Gindorf schoss in die Arme von Menzel (79.). Aber dann war es auf der Gegenseite endlich soweit. Nach einer Ecke scheiterten erst Bichsel und Wilhelm. Doch der Rebound landete bei Pick. Ein kurzer Schlenker nach innen und ein herrlicher Abschluss ins lange Eck brachten das überaus verdiente 1:1 (81.).
Zur Schlussphase brachte Giannikis direkt im Anschluss nochmal frische Beine. Baumann, Naifi und Vasiliadis ersetzten Brünker, Civeja und Pick (82.). Später kam noch Bormuth für Sontheimer (90.). Gemeinsam wurde das Remis über die Zeit gebracht, weil Menzel noch einen Versuch von Castelle wegfischte (90.).
