Autor: Lena Reinhard

Gemeinsame Aufarbeitung der Ereignisse rund um das letzte Heimspiel

Gemeinsame Aufarbeitung der Ereignisse rund um das letzte Heimspiel

Nachlese: Gemeinsame Aufarbeitung der Ereignisse rund um das letzte Heimspiel

Am Mittwoch haben sich unsere Präsidentin Barbara Haupenthal und unser Geschäftsführer Christian Seiffert mit Vertretern der Landespolizeidirektion getroffen, um die Vorkommnisse rund um das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gemeinsam zu besprechen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Klärung von Schuldfragen, sondern das Ziel, die Stadionerfahrung sowohl für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer als auch für die eingesetzten Kräfte weiter zu verbessern.

Ein zentrales Thema war die Situation vor dem Stadioneinlass. Dort hatten sich erneut externe Polizeieinheiten im Heimbereich positioniert, was aus Sicht des Vereins nicht erforderlich war und von vielen Fans als provokativ wahrgenommen wird. Die Polizei zeigte Verständnis für diese Wahrnehmung und sagte zu, künftig größtmögliche Anstrengungen zu unternehmen, um eine Wiederholung zu vermeiden.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Rückmeldungen von Fans zu den Absperrungen nach Spielende angesprochen. Mehrere Zuschauer berichteten, auf dem Weg zum Bahnhof ohne Informationen über den Grund und die voraussichtliche Dauer der Maßnahme zurückgewiesen / aufgestoppt worden zu sein. Seitens der Polizei wurde zugesagt, die Kommunikation vor Ort in vergleichbaren Situationen künftig zu verbessern. Gleichzeitig wurde versichert, dass die betreffenden Sperrungen maximal 10 Minuten angedauert hätten. Längere Verzögerungen hätten nach Darstellung der Polizei lediglich diejenigen betroffen, die zunächst am Ludwigskreisel in eine reguläre Sperrung gerieten und anschließend am Eurobahnhof zusätzlich von einer temporären Absperrung erfasst worden seien.

Grundsätzlich, so die Polizei, würden die Wege zum Bahnhof nicht vollständig gesperrt. Maßnahmen beschränkten sich üblicherweise auf den Bereich Ludwigskreisel, um ein mögliches Aufeinandertreffen mit Gästefans zu vermeiden. Im konkreten Fall habe jedoch eine kleinere Fangruppe eine kurzfristige zusätzliche Absperrung am Eurobahnhof erforderlich gemacht – dies solle weiterhin eine Ausnahme bleiben.

 Wir werden die weiteren Abläufe aufmerksam begleiten und uns auch künftig konsequent für die Interessen unserer Fans einsetzen. Gleichzeitig bringen wir Verständnis für die sicherheitsrelevanten Aufgaben der Polizei auf und setzen auf einen fortlaufenden, sachlichen Dialog, um das Miteinander im Stadionumfeld weiter zu verbessern. Hierzu wurde vereinbart, den Dialog künftig regelmäßig fortzusetzen, um Schritt für Schritt tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu entwickeln. Dass in Saarbrücken ein grundsätzlich konstruktives Verhältnis zwischen Fans und Polizei möglich ist, sehen wir als wichtige Basis, auf der wir gemeinsam weiter aufbauen wollen.

Verein und Innenministerium im Austausch

Verein und Innenministerium im Austausch

Verein und Innenministerium im Austausch zur Spieltagsabwicklung im Nachgang des Heimspiels gegen den VfL Osnabrück

Nach verschiedenen Hinweisen von Mitgliedern, Fans und neutralen Zuschauern zu negativen Begleitumständen rund um das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück sehen auch wir uns unseren Anhängern gegenüber in besonderer Verantwortung und setzen uns dafür ein, zu einer sachlichen Aufklärung beizutragen. Wir freuen uns, dass Innenminister Reinhold Jost auf die geschilderten Ereignisse reagiert und kurzfristig ein Gesprächsangebot unterbreitet hat. Ziel des Austauschs ist eine transparente Einordnung der Hinweise sowie ein konstruktiver Dialog über mögliche Verbesserungen.

Die Zusammenarbeit und die Behebung von Problemstellungen liegen im beiderseitigen Interesse von Verein und Sicherheitsbehörden. Über die Ergebnisse des Treffens werden wir zeitnah berichten.

Gemeinsame Erklärung des 1. FC Saarbrücken e.V. und der Initiative „Zukunft Blau-Schwarz” vom 07. November 2025

Gemeinsame Erklärung des 1. FC Saarbrücken e.V. und der Initiative „Zukunft Blau-Schwarz” vom 07. November 2025

Die von den Mitgliedern des 1. FC Saarbrücken mit großer Mehrheit beschlossene Satzungsänderung ist Chance und Verantwortung zugleich. 

Während die Risiken in den vergangenen Tagen in der öffentlichen Berichterstattung vielfach betont wurden, möchten Verein und Initiative „Zukunft Blau-Schwarz“ beide bewusst und gemeinsam die sich daraus ergebenden Chancen in den Mittelpunkt stellen.

Vor diesem Hintergrund fand am vergangenen Mittwoch ein intensives und konstruktives Gespräch zwischen Vertretern der Initiative und Präsident Hartmut Ostermann statt. Ausgangspunkt des Treffens war das gemeinsame Verständnis, dass das klare Mitgliedervotum verantwortungsvoll und im Sinne des Vereins umgesetzt werden muss.

Präsident Ostermann machte dabei deutlich, dem Verein in der Übergangsphase bis zur Bestellung der Vorstände nach neuer Satzung weiterhin als Vertretungsorgan vorzustehen. Ob diese vorübergehende Fortführung der Vertretung aufgrund der satzungsgemäßen Übergangsvorschrift möglich sein wird oder durch die Bestellung in ein anderweitiges kommissarisches Amt geschieht, ist letztlich zweitrangig. Alle Beteiligten sind überzeugt, diese rein formale Hürde durch das bestehende Einvernehmen zeitnah nehmen zu können, sodass nach Eintragung der Satzung im Vereinsregister die anstehende ordentliche Mitgliederversammlung planmäßig nach neuen Statuten stattfinden kann. 

Zugleich bekräftigte Hartmut Ostermann seine grundsätzliche Bereitschaft, sich perspektivisch auch in einem größtenteils neu aufgestellten Aufsichtsrat einzubringen – vorausgesetzt, dass dort ein zukunftsorientiertes Team Verantwortung übernimmt. Gleiches gilt auch für das finanzielle Engagement der Victor’s Gruppe über das Saisonende hinaus.

Verein und Initiative sind sich einig, dass die ordentliche Mitgliederversammlung am 8. Januar 2026 einen wichtigen Schritt für die Zukunft des 1. FC Saarbrücken darstellen wird. Ziel ist es, ein starkes, kompetentes und integratives Gremium zu bilden, das den Verein eint und die durch die Satzungsänderung angestrebte Professionalisierung vorantreibt.  

Beide Seiten betonen, dass Lagerbildung und Machtkämpfe der Vergangenheit angehören müssen und die Antwort in der aktuellen Zeit nur Dialog und Zusammenhalt heißen kann. Verein und Initiative möchten damit ein klares Signal der Einigkeit und Zuversicht senden – im Sinne aller Mitglieder, Fans und Freunde des 1. FC Saarbrücken.

Schon morgen steht das nächste Heimspiel in der 3. Liga gegen den TSV Havelse im Ludwigspark an. Die Beteiligten des dieswöchigen Gesprächs sehen dieses Heimspiel als herausragende Gelegenheit, den nun wortreich beschworenen Schulterschluss auch im Stadion umzusetzen. Die Kurve wird die Mannschaft 90 Minuten nach vorne peitschen. Wenn sich auch der übrige Ludwigspark unterhakt, können die Fehlschläge vergangener Wochen schon bald in der Mottenkiste der Geschichte verstaut werden.  

Denn die Zukunft ist blau-schwarz!

1. FC Saarbrücken e.V.

„Zukunft Blau-Schwarz”