Auswärtssieg in Unterzahl
Der 1. FC Saarbrücken hat sich bei Rot-Weiss Essen einen 2:1-Auswärtssieg gesichert. Der FCS kämpfte nach Treffern von Multhaup und Brünker in der Schlussphase in Unterzahl aufopferungsvoll und sicherte sich einen ganz wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt.
Die Blau-Schwarzen gingen die Partie mit dem gleichen Personal wie beim Remis gegen 1860 München an. Zunächst war Defensivarbeit gefordert. Essen wollte die frühe Führung. Und nach exakt sieben Minute fiel diese auch. Von der rechten Seite wurde Mizuta von Janssen im Strafraum angespielt. Mit dem ersten Kontakt leitete er auf den durchstartenden Brumme weiter. Brumme bediente Müsel, der nur noch einschieben musste.
Der FCS startete in der Folge umgehende eine kleine Druckphase mit fünf Ecken in direkter Folge. Eine finale Torchance sprang nicht heraus. Aber die Giannikis-Elf hielt dagegen und wollte sich nicht von den euphorisierten Essenern überrollen lassen. Danach beruhigte sich das Geschehen und fand vorwiegend im Mittelfeld statt. Die Blau-Schwarzen generierten mehr Ballbesitz, kamen aber noch nicht in die gefährlichen Räumen. Essens Umschaltmomente wurden aber allesamt gut verteidigt.
In der 30. Minute dann der Ausgleich für den FCS. Civeja behauptete sich im Mittelkreis und dann ging es mit direkten Pässen an den Strafraum. Vasiliadis verzögerte dort kurz und wartete den Momente ab, um auf Multhaup durchzustecken. Multhaup legte sich die Kugel einmal zurecht und traf perfekt ins lange Eck.
Und es folgte noch vor der Pause die Führung. Pick zog von links nach innen, legte im genau richtigen Moment auf Civeja ab und wurde dann abgeräumt. Die Partie lief weiter. Civeja bediente Fahrner, der gab flach nach innen. RWE-Keeper Golz war zwar mit den Fingern dran, konnte aber nicht entscheidend ablenken. Brünker warf sich am zweiten Pfosten rein und besorgte das 2:1 (40.).
Essen wollte das so nicht auf sich sitzen lassen und versuchte nochmal Dampf zu machen. Dabei sprang ein Distanzschuss von Mizuta raus, der knapp über den Querbalken strich. Und so ging es für die Blau-Schwarzen mit einem Vorsprung in die Kabine.
Zurück auf den Platz gab es direkt eine Möglichkeit für Pick. Brünker wurde in die Tiefe geschickt und legte auf Pick zurück. Der ging an seinem Gegenspieler vorbei und zog mit Dampf aufs kurze Eck ab, zielte jedoch zu hoch (46.).
RWE schob sich nach und nach aber immer weiter in die Saarbrücker Hälfte und kam durch Mizuta zu einer weiteren Chance. Menzel packte sicher zu (51.). Der Druck der Essener nahm weiter zu und es gab wenig Entlastung. Noch hielt die Führung aber. Müsel köpfte nach Flanke von Mizuta vorbei (63.)
Direkt im Anschluss reagierte Giannikis mit dem ersten Wechsel. Brünker hatte einen Schlag in die Wade abbekommen und wurde durch Baumann ersetzt. Etwas später kamen dann auch Bormuth, Elongo-Yombo und Krahn. Wilhelm musste ebenfalls angeschlagen runter, zudem machten Civeja und Vasiliadis Platz (71.).
Plötzlich die dicke Chance für Essen auf den Ausgleich. Ausgehend von der rechten Seiten wurde die Kugel in den Sechzehner gespielt. Dort schloss Cuber Potocnik mit dem ersten Kontakt ab und traf nur das Aluminium. Den Nachschuss setzte er drüber (78.). Direkt danach war Menzel erneut gefordert. Müsel zog aus der Distanz ab, Menzel riss die Arme hoch (79.).
Mit Beginn der letzten zehn Minuten wechselte Giannikis das letzte Mal. Sonnenberg kam für Pick und sollte mithelfen, dem Druck der Essener standzuhalten.
Und dann wurde es bitter. Baumann wollte einen Ball am Essener Strafraum erobern, grätschte von der Seite und traf den Ball nicht. Das Foul an Reisig unstrittig, doch Schiedsrichter Wilke zückte überraschend die rote Karte. Eine sehr harte Entscheidung und zusätzliche Aufgabe für den FCS, die letzten Minuten in Unterzahl zu überstehen (82.).
Essen hatte jetzt noch mehr Oberwasser und Cuber Potocnik die nächste Möglichkeit. Menzel parierte aus kurzer Distanz mit einem ganz starken Reflex (84.). Müsel hatte die nächste Chance. Bormuth war noch entscheidend dazwischen und fälschte zur Ecke ab (87.). Mizuta prüfte Menzel in der letzten Minute der Nachdpielzeit noch einmal, dann war Schluss und aufgrund einen starken kämpferischen Leistung der Sieg eingefahren.
