25.10.2026
Profis Männer

FCS unterliegt beim TSV Havelse

Der 1. FC Saarbrücken musste sich trotz Führung dem TSV Havelse mit 3:2 geschlagen geben. Zwei diskutable Elfmeter sorgten für die Entscheidung.

Cheftrainer Argirios Giannikis nahm einen Wechsel in der Startelf vor. Alexander Staff, der beim Sieg in Düsseldorf für den Schlusspunkt sorgte, durfte wieder von Beginn an ran. Gökdeniz Gürpüz nahm dafür zunächst auf der Bank Platz.

Kaum rollte die Kugel, gab es die erste knifflige Situation. Kai Brünker eroberte den Ball am gegnerischen Strafraum. Auf dem Weg zum Tor stellte Semi Belkahia seinen Körper von hinten rein. Brünker kam zu Fall. Dem Schiedsrichtergespann reichte der Kontakt jedoch nicht für einen Elfmeterpfiff aus (2.).

In der Folge sammelte Havelse etwas Ballbesitz, ohne das Gehäuse von Matteo Bignetti in Gefahr zu bringen. Die entstand dann auf der anderen Seite. Wieder gewann Brünker die Kugel. Daniel Gleiber spielte steil auf Florian Pick. Im Sechzehner behielt Pick die Übersicht und legte zu Staff zurück, der überlegt ins linke Eck vollendete (14.). Da Pick aus dem Abseits gestartet war, protestierte Havelse natürlich, doch der Treffer zählte.

Der FCS hatte mehr vom Spiel, konnte aber keine weiteren Chancen kreieren. Doch plötzlich gab es Strafstoß für die Gastgeber. Brünker und Kwasi Okyere Wriedt beharkten sich leicht an der Sechzehnerkante. Wriedt ließ sich einfach mal Fallen. Schiedsrichter Maximilian Lotz zeigte zur Überraschung aller auf den Punkt. Johann Berger verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:1 (37.).

Die Blau-Schwarzen wollten sich nicht mit dem Remis in die Pause verabschieden und schoben nochmal an. Kelsey Owusu startete ein Solo und gab am Strafraum nach links zu Pick ab. Nach einem Haken in die Mitte zog Pick aufs lange Eck ab, zielte aber knapp vorbei (45.).

Rein in den zweiten Durchgang ging es mit einem Abschluss von Kevin Schumacher, den Bignetti zur Ecke klärte. Beim Standard rückte erneut Maximilian Lotz in den Blickpunkt. Der Schiedsrichter zeigte wieder auf den Punkt, da Belkahia zu Boden ging. Abermals äußerst fraglich. Berger ließ sich auch das zweite Geschenk nicht nehmen und traf aus elf Metern zum 2:1 (48.).

Der Hang auf den Punkt zu zeigen begünstigte allerdings nur Havelse. Nach einem Freistoß wurde Staff beim Schussversuch deutlich am Fuß getroffen. Diesmal blieb die Pfeife stumm (51.).

Die Giannikis-Elf versuchte sich von den Entscheidungen nicht beirren zu lassen, trotzdem war es natürlich schwierig, sich darauf einzustellen, da die Zweikampfbewertung häufig wechselte. Owusu versuchte sich erneut per Dribbling, setzte sich auch fein durch, konnte den Ball aus spitzem Winkel jedoch nicht im Kasten unterbringen (56.).

Nach einer Stunden folgten die ersten Wechsel. Gleiber und Staff machten Platz für Gürpüz und Zac Shuaib.

Auf dem Rasen blieb das Geschehen extrem zerfahren. Donald Nduka hatte dann aber eine Chance. Bignetti reagierte stark (67.). Giannikis brachte kurz danach nochmals frische Offensivpower. Maurice Multhaup ersetzte Owusu (70.).

Der Druck des FCS stieg jetzt. Christian Kühlwetter marschierte durchs Zentrum und setzte Brünker am Strafraum rein. Der rutschte weg und konnte seinen Abschluss daher nicht platzieren. Tom Opitz klärte zur Seite. Niko Bretschneider stand zur Abnahme bereit, zielte aber genau auf Opitz (72.). Shuaib verzog zudem aus der Distanz (75.). Pick brachte die Kugel ebenfalls nicht an Opitz vorbei (80.).

Die Schlussphase startete mit einem Doppelwechsel. Kaan Caliskaner und Anton Bäuerle kamen für Kühlwetter und Bretschneider (80.). Caliskaner eroberte direkt einen Ball im Strafraum und wurde in der Drehbewegung gehalten. Vergleichbar mit den Elfmeterszenen auf der anderen Seite, aber kein Pfiff.

Es sollte einfach nicht sein und Havelse machte den Deckel drauf. Pick kam in der Offensivbewegung bei einem Zweikampf ins Straucheln. Havelse schaltete schnell um. Eric Voufack vollendete, doch Bignetti wurde von einem Havelser in Abseitsposition gestört, Aber auch dieses Tor zählte (88.).

Mit Beginn der Nachspielzeit gelang zwar der Anschluss, Brünker köpfte nach Flanke von Bäuerle zum 2:3 ein (90.). Doch auf der anderen Seite gab es beim nächsten Angriff erneut Elfmeter. Alexander Guiddir schob zwar vorbei, aber der Ausgleich sollte auch nicht mehr glücken.