FCS unterliegt beim Spitzenreiter
Der 1. FC Saarbrücken kämpfte sich beim Tabellenführer Viktoria Köln nach einem 3:0-Pausenrückstand nochmal ran, musste sich am Ende in Unterzahl aber 5:3 geschlagen geben.
Cheftrainer Argirios Giannikis veränderte seine Startelf auf zwei Positionen. Maurice Multhaup durfte anstelle von Kelsey Owusu, der wie Alexander Staff nicht zur Verfügung stand, von Beginn an ran. Zudem rückte Kaan Caliskaner für Gökdeniz Gürpüz ins Team.
Ohne Abtasten ging es direkt zwischen den Strafräumen hin und her. Florian Pick suchte Kai Brünker mit einer Flanke. Dicht bedrängt konnte Brünker nicht abschließen (2.). Auf der Gegenseite zielte Niklas Swider drüber (4.). Mit dieser Szene übernahm der Gastgeber das Kommando, während die Blau-Schwarzen aus einer engmaschigen Defensive für Umschaltmomente sorgen wollten.
Köln ließ aber nichts zu und wurde nach 12 Minuten erstmals richtig gefährlich. Pascal Fallmann schlug einen Standard in die Mitte. Tim Kloss stieg hoch, wurde jedoch noch entscheidend von Philip Fahrner gestört und setzte die Kugel am langen Eck vorbei.
Beim nächsten Versuch war nichts zu machen. Köln kombinierte vor dem Strafraum. Taylan Duman nahm plötzlich aus 18 Metern kurz hinter dem rechten Strafraumeck Maß, setzte den Ball perfekt an die Unterkante der Latte und von dort zum 1:0 ins Netz (15.). Schwer bis nicht zu verteidigen.
Die Viktoria zeigte gleich nochmal, warum sie an der Tabellenspitze steht. Der FCS presste bei einem Abstoß eigentlich gut. Doch Köln spielte sich frei. Vorne gab es den Doppelpass von Niklas Castelle mit David Otto und Castelle vollendete abgefälscht zum 2:0 (19.).
Nach dem Doppelschlag brauchte der FCS kurz, um sich zu erholen, schaffte dann aber selbst Akzente zu setzen. Genau in diese Phase grätschte allerdings Lucas Wolf. Über die linke Seite zog er von der Grundlinie in den Strafraum und setze die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck (35.).
Mehr passierte im ersten Durchgang vor den Toren nicht mehr. Zu Wiederbeginn wirkten dann zwei frische Kräfte mit. Gürpüz und Nikola Aracic ersetzten Caliskaner und den angeschlagenen Siemen Voet.
Der FCS sammelte ordentlich Ballbesitz, der nächste Abschluss gehörte aber wieder Köln, die es im Ballbesitz sehr zielstrebig spielten. Otto zielte aus der Drehung jedoch ein gutes Stück vorbei (52.). Knapper wurde es kurz später. Erneut zog Otto ab, Matteo Bignetti parierte (54.).
Gürpüz meldete sich dann mit einem Kopfball an. Nach einer Flanke von Fahrner stieg er im Sechzehner hoch, setzte aber zu hoch an (58.). Der nächste saß. Patrick Sontheimer gewann die Kugel am gegnerischen Strafraum und bediente Gürpüz. Mit dem Rücken zum Tor legte Gürpüz für Pick ab, der zum 3:1 einschob (62.).
Und es gelang der Doppelschlag. Wieder initiiert durch einen hohen Ballgewinn. Diesmal war es Christian Kühlwetter. Von ihm prallte der Ball zu Gürpüz, der schnell schaltete und auf 3:2 stellte (64.).
Es folgte aber eine schnelle Antwort der Viktoria. Verthomy Boboy scheiterte mit einer Volleyabnahme an Bignetti, doch Otto staubte zum 4:2 ab (68.).
Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Otto hatte gleich die nächste dicke Möglichkeit, die der FCS im Verbund klärte (71.). Den Befreiungsschlag versuchte Brünker zu erreichen, traf aber nur seinen Gegenspieler. Bereits mit Gelb vorbelastet bedeutete das Gelb-Rot (72.).
Giannikis brachte mit Calogero Rizzuto und Seung-Joon Lee für Niko Bretschneider und Multhaup nochmal frische Beine (74.).
Der FCS mühte sich den erneuten Anschluss zu schaffen. In Unterzahl bot das den Gastgeber natürlich Räume. Boboy hatte deshalb die nächste Chance. Aus kurzer Distanz parierte Bignetti erneut stark.
In der Schlussphase folgte beim FCS noch ein finaler Wechsel. Daniel Gleiber kam für Kühlwetter ins Spiel (82.).
Nach vorne lief nichts mehr zusammen und Köln machte den Deckel drauf. Swider traf aus 16 Metern perfekt ins linke Eck zum 5:2 (86.). Den Schlusspunkt setzte zwar noch der FCS durch Mladen Cvjetinovic mit dem 5:3 in der Nachspielzeit, doch das änderte nichts mehr an der Punktevergabe.
