FCS geht gegen Duisburg leer aus
Der 1. FC Saarbrücken musste sich dem MSV Duisburg im Ludwigspark geschlagen geben. Die Gäste siegten mit 4:1.
Cheftrainer Argirios Giannikis veränderte seine Startelf im Vergleich zum Auftritt bei Fortuna Köln auf drei Positionen. Zac Shuaib rückte für Sebastian Vasiliadis ins zentrale Mittelfeld. Kelsey Owusu ersetzte Seung-Joon Lee auf der Außenbahn. Zudem durfte Kaan Caliskaner anstelle von Kai Brünker im Sturm ran.
Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die direkt aufs Gaspedal drückten. Gefährlich wurde es aber zunächst nicht. Ein Fehlpass im Aufbau lud den MSV dann allerdings ein. Der Ball in die Mitte konnte noch abgewehrt werden, aber genau vor die Füße von Aljaz Casar. Aus zentraler Position verzog der Duisburger jedoch deutlich (7.). Kurz darauf zielte Casar nach Vorlage von Conor Noß schon etwas genauer. Die Kugel flog jedoch erneut über den Querbalken (10.).
Philip Fahrner leitete nach 15 Minuten die erste Chance für den FCS ein. Owusu wurde steil geschickt, stellte im Strafraum seinen Körper stark rein, konnte Robin Braune im MSV-Gehäuse aber nicht im kurzen Eck überraschen. Die folgende Ecke schlug Florian Pick auf den Kopf von Caliskaner. Erneut parierte Braune.
Owusu blieb sehr umtriebig und bereitete den Duisburgern mit seiner Schnelligkeit durchaus Probleme. Seine Abschlüsse brachten aber nicht die Führung (24. und 26.).
Das Tor machte dann Duisburg. Casar eroberte die Kugel tief in der Hälfte des FCS. Dadurch entstand eine Überzahlsituation. Lex Tyger Lobinger nutzte den sich bietenden Raum umgehend und schloss aufs lange Eck ab. Mit Hilfe des Innenpfostens schlug der Ball im Netz ein (29.).
Nachdem sich die Giannikis-Elf zuvor gut reingearbeitet hatte und sogar Vorteile für sich verbuchte, schlug das Pendel jetzt wieder zu den Gästen aus. Nach einer Ecke blieb Duisburg am Drücker. Noß flankte nach innen. Rasim Bulic köpfte aus fünf Metern. Matteo Bignetti parierte zwar stark, doch Tobias Fleckstein stand goldrichtig für den Abstauber bereit und stellte auf 0:2 (34.).
Mit einer Energieleistung wollte Pick umgehend den Anschluss herstellen. Er zog mit Tempo in den Strafraum, blieb mit seinem Schuss aber hängen. Der Ball prallte zu Caliskaner. Braune wehrte ganz stark ab (36.).
Nach einem individuellen Fehler im Mittelfeld hatte Dominik Kother auf der anderen plötzlich wieder ganz viel Raum und gab perfekt nach innen zu Noß. Niko Bretschneider warf sich dazwischen und klärte (41.). Die folgende Ecke brachte aber den dritten Treffer. Fahrner erreichte die Hereingabe am ersten Pfosten nicht. Von Lobinger tropfte die Kugel zu Bulic, der sich aus kurzer Distanz nicht zweimal bitten ließ und das 0:3 markierte (42.).
Erneut war eine umgehende Antwort möglich. Fahrner und Pick spielten es stark aus. Pick chippte zu Fahrner, der flankte von der Grundlinie butterweich auf den Kopf von Caliskaner, dem freistehend weiterhin das Abschlussglück fehlte (43.).
Rein in den zweiten Durchgang ging es mit zwei Wechseln. Brünker ersetzte Caliskaner und Vasiliadis kam für Gleiber ins Spiel. Prompt klappte es mit dem Anschluss. Diesmal schickten die Gäste eine Einladung. Fleckstein rutschte eine Flanke von Fahrner durch. Brünker war zur Stelle und besorgte aus der Drehung das 1:3 (51.).
Fahrner hatte kurz danach Feierabend, da er nah an einem Platzverweis stand. Calogero Rizzuto war fortan für ihn dabei (54.).
Auf der einen Seite ließ Pick nach einem langen Ball die Möglichkeit zum Anschluss liegen. Cvjetinovic hatte den Pass in die Tiefe gespielt, Brünker war mitgelaufen, doch Pick konnte den Ball nicht kontrollieren und Duisburg klären (57.). Auf der Gegenseite versemmelte Lobinger freistehend (59.).
Giannikis musste bereits nach einer Stunde zum vierten Mal wechseln. Alexander Staff konnte angeschlagen nicht weitermachen, Gökdeniz Gürpüz wirkte für ihn mit.
Die Blau-Schwarzen waren extrem bemüht, Duisburg war aber ebenfalls weiterhin mit hoher Intensität unterwegs. Deshalb boten sich vorerst keine weiteren Möglichkeiten. In der 77. Minute fasste sich dann Owusu wieder ein Herz. Aus 18 Metern zielte er jedoch zu hoch.
Giannikis stärkte mit der Einwechslung von Christian Kühlwetter für Shuaib (78.) die Offensive für die Schlussphase. Bei Duisburg kam kurz danach Florian Krüger zum Zug und besorgte umgehend die Entscheidung. Eine Flanke von Joshua Bitter nahm er gekonnt ab und traf zum 1:4 (81.).
Gürpüz markierte nach einem Ballgewinn von Kühlwetter aus 16 Metern noch das 2:4 (90.) und hätte fast nochmal für richtig Spannung gesorgt. In der Nachspielzeit feuerte er jedoch an den Querbalken. Das war der Schlusspunkt.
