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B-Juniorinnen-Bundesliga: Drei Punkte gehen an die Ahr

FCS-Trainerin Lisa Alt nach der Partie: „Das Spiel heute wurde im Kopf entschieden. Während Bad Neuenahr um jeden Ball gekämpft hat, fehlte dem Großteil unserer Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte die mentale Einstellung, alles für einen Sieg zu geben. Wir haben heute unsere bisher schwächste Saisonleistung gezeigt. Eine gute zweite Halbzeit reicht eben nicht aus, um ein Spiel zu gewinnen.“

Und tatsächlich offenbarten die Blau-Schwarzen zunächst nicht viel von ihrem tatsächlichen spielerischen Können, während die Gäste von der Ahr von Beginn an förmlich vor Ehrgeiz brannten und unablässig mit vollem Körpereinsatz kämpften. Leonie Stöhr und Dalina Heckmann (7.) hatten die große Chance zur Führung, die unter Umständen ein „Hallo-Wach-Effekt" für die Saarbrückerinnen gehabt hätte. Jedoch wurde der Schuss von Leonie Stöhr zunächst durch die herauslaufende Gästekeeperin Treis pariert und der Nachschuss von Dalina Heckmann ging über den Kasten. Somit gelang den FCS-Mädels der so wichtige Führungstreffer nicht und fast im Gegenzug gerieten sie durch ein Eigentor von Stella Koster mit 0:1 (9.) in Rückstand.

Dass die Gäste eine Minute später diese Führung auf 0:2 ausbauten, verhinderte nur die reaktionsstarke FCS-Keeperin Helen Kuhn, die den Ball mit der Hand knapp über die Querlatte ihres Gehäuses lenkte. Dafür musste sie sich wenige Minuten später das 0:2 (24.) ankreiden lassen. Gäste-Kapitän Paula Gau hatte nach Freistoßentscheid den Ball mit Effet über die Mauer der Saarbrücker Spielerinnen gehoben und Kuhn reagierte zu spät.

Infolge dessen gab es einige klare Torchancen für Saarbrücken. Sie wurden allerdings entweder überhastet vergeben oder landeten in den Armen von der gegnerischen Torhüterin.

In Hälfte Zwei konnte man bei den Saarbrückerinnen eine Leistungssteigerung erkennen. Die Zuschauer hofften auf eine Aufholjagd, wie sie die Mädels bereits zwei Wochen zuvor im Spiel gegen Mönchengladbach gezeigt hatten. Die Moral schien erneut zu stimmen. Allerdings wurde der FCS durch eine krasse Fehlentscheidung von Schiri Hanna Schlemmer um ein mögliches Tor (56.) gebracht. Die gegnerische Torfrau war weit herausgelaufen und hätte wegen ihres Handspiels außerhalb des Strafraumes, das ein sicheres Saarbrücker Tor verhinderte, anstatt Gelb zwingend Rot sehen müssen.

Saarbrücken erspielte sich nun Chancen über Chancen, wusste aber zunächst weder diese noch diverse Eckbälle in Tore umzusetzen. Bis Leonie Stöhr Keeperin Treis überwand und den Ball zum 1:2 (74.) in die Maschen des Gästetors lenkte.

Zwei Minuten später klingelte es dort erneut, allerdings leistete sich Schiri Schlemmer zu Ungunsten von Blau-Schwarz einen weiteren kapitalen Fehler und gab das regelkonform erzielte Tor zum 2:2 wegen angeblicher Abseitsstellung einer Saarbrücker Spielerin nicht. Somit blieb es schlussendlich beim 2:1.

„Es ist ärgerlich, dass uns nun zum zweiten Mal ein reguläres Tor aberkannt wird. Aber das ist nicht der ausschlaggebende Punkt. In der ersten Halbzeit waren wir zweikampfschwach, hatten ein unpräzises Passspiel und haben nicht am Limit gespielt.“, erklärte Trainer Thomas Freis und blickt in die Zukunft „Wir werden bis zum Winter hart arbeiten müssen, um uns aus unserer aktuellen Situation heraus zu kämpfen.“