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15.09.2016

Pressemitteilung der Landeshaupstadt Saarbrücken - Im Ludwigsparkstadion beginnen am Montag, 19. September, die Kanalarbeiten. Mit dem Bau von zwei großen, bis zu zehn Meter tiefen Schachtbauwerken westlich der neuen Haupttribüne werden die Voraussetzungen geschaffen, dass das zukünftig im Stadion anfallende Abwasser an die bestehende Kanalisation angeschlossen werden kann.

Auch die europaweite Ausschreibung für den Neubau von Funktionsgebäude, Haupt- und Osttribüne und technischer Infrastruktur ist auf den Weg gebracht. Die erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens, in dem geeignete Bieter ermittelt wurden, ist abgeschlossen. Die zweite Stufe mit dem Angebotsverfahren schließt sich unmittelbar an. Nach Abschluss des zweistufigen Verfahrens und den notwendigen Planungsleistungen ist der Baubeginn für das Frühjahr 2017 geplant.

In einem weiteren Ausschreibeverfahren sind die Westtribüne und ergänzende Baumaßnahmen im Stadionumfeld enthalten. Die beiden Ausschreibungsverfahren sind so aufeinander abgestimmt, dass die Baumaßnahmen im vorgesehenen Zeitplan erfolgen können.

Abriss-und Erdarbeiten sind beendet – Zeitraffer-Video zeigt Ablauf der Arbeiten

Die Abriss- und Erdarbeiten im Ludwigsparkstadion sind abgeschlossen: Dort, wo früher die Haupttribüne stand, liegt jetzt eine fertig vorbereitete Baugrube für das Funktionsgebäude und die neue Haupttribüne.

Im Bereich der ehemaligen Westtribüne mit dem Marathontor ist bis zum Kassenvorplatz eine große, freie Fläche entstanden. Hier sieht die Planung die neue Westtribüne mit dem Gästefanbereich sowie die Multifunktionsfläche für Gästebusse, Übertragungswagen und Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor.

Auf der Ostseite zur Saarlandhalle ist alles für den Bau der neuen Heimfantribüne vorbereitet. Der aus rund 14.000 Kubikmeter Material gebaute Erdwall lässt bereits die Konturen der neuen Tribüne erkennen.

Ein Video zeigt den Ablauf der Arbeiten im Zeitraffer - zusammengefasst aus mehr als 30.000 Einzelfotos, die im Zehn-Minuten-Takt von Mai bis September aufgenommen werden.

Das Video ist auf der Internetseite der Landeshauptstadt Saarbrücken unter https://www.youtube.com/watch?v=1RwvB6uL0LQ abrufbar.

04.07.2016

Sehr viel ist nicht mehr übrig im weiten Rund des Ludwigsparkstadions. In den vergangenen Wochen gingen die Abrissarbeiten in rasantem Tempo voran. Das Marathontor und die Stehplatzbereiche wurden bereits zurückgebaut. Die Vortribüne musste ebenfalls weichen. Heute war dann das Dach der Haupttribüne an der Reihe.

„Seit dem 22. Juni läuft der Abriss der Haupttribüne, nachdem in der Haupttribüne befindliche schadstoffhaltige Stoffe wie Asbest fachgerecht ausgebaut und entsorgt wurden. Zunächst erfolgte der Abbruch der Sitzstufen der Haupttribüne und der untersten Gebäudeebene“, schildert die Stadt Saarbrücken den Ablauf auf ihrer Website.

Diese Arbeiten sind abgeschlossen und heute ging es weiter. Die Demontage des Tribünendachs stand an. Die letzte stützende Strebe wurde um Punkt 9 Uhr gekappt. Dem „Knacks“ folgte ein „Rums“. Das Dach krachte mit einem lauten Knall auf die Tribüne.

Jetzt folgt der „Abbruch der restlichen Gebäudekonstruktionen (1.+2.OG) und die Herstellung der Baugrube für die neue Haupttribüne einschließlich Funktionsgebäude“, heißt auf der Website der Stadt.

22.06.2016

Die Abrissarbeiten im Ludwigsparkstadion gehen weiter. Gewichen sind bereits die Stehplatzränge, jetzt ist die Haupttribüne an der Reihe. In den kommenden Tagen findet der Rückbau dieses Teilbereichs statt.

Blickt man in das weite Rund des Ludwigsparkstadions, ist der Vorschritt der Arbeiten deutlich sichtbar. Stück für Stück wurden die Betonteile aus den Blöcken A, C, D, E und F abgetragen und zerkleinert. Diese Masse soll im weiteren Verlauf der Sanierung zur Aufschüttung bzw. Modellierung des Geländes dienen und türmt sich aktuell im Eingangsbereich, dort wo früher das Marathontor stand.

Heute wurde dann auch an der Haupttribüne deutlich sichtbar, dass Altes weichen muss, um Neues entstehen zu lassen. Die Entkernung des Innenlebens fand bereits statt, jetzt geht es auch der Hülle „an den Kragen“. Nach der Tribüne, soll auch das Dach rückgebaut werden. Der Startschuss dafür fällt voraussichtlich in der kommenden Woche.

01.06.2016

Die vorbereitenden Kanalarbeiten sind abgeschlossen, die Tartanbahn ist ebenfalls bereits seit ein paar Wochen entfernt, auch die Anzeigetafel wurde demontiert. Gestern ging es im Rahmen der Sanierungsarbeiten dann auch dem Marathontor an den Kragen. Mit schwerem Gerät wurde Betonstück um Betonstück abgetrennt und der Zugang zum Innenraum komplett freigelegt.

Nach und nach werden jetzt auch die anderen Bereiche zurückgebaut. „In den kommenden vier Monaten werden die Haupttribüne, die Stehplatzränge im Bereich des Marathontors sowie alle Aufbauten der Stehplatztribünen unterhalb der Saarlandhalle abgerissen. Das Betonabbruchmaterial und die Bodenmassen aus den westlichen Stehplatzwällen werden dann auf die Ostseite des Stadions transportiert und dort für den Unterbau der neuen Hintertortribüne der Heimfans eingebaut“, beschreibt die Stadt Saarbrücken den aktuellen Bauabschnitt auf ihrer Website.

Darüber hinaus werden die weiteren Ausführungsplanungen und Ausschreibungen für die Umbaumaßnahmen im Ludwigsparkstadion erarbeitet. Die Einrichtung der neuen technischen Infrastruktur steht für Sommer 2016 auf dem Plan. Für das 4. Quartal ist dann die Vergabe der Bauleistungen für die Herstellung von Funktionsgebäude, Tribünen und Dächern vorgesehen. Diese Maßnahmen müssen europaweit ausgeschrieben werden.

20.01.2016

Jeder einzelne Zentimeter Rasen, jede Stufe, jeder Wellenbrecher, kurzum, der Ludwigspark hat den FCS in den letzten Jahrzehnten genauso treu begleitet, wie die eigenen Anhänger. Vorerst muss die enge Bindung mit unserer geliebten und traditionsreichen Heimspielstätte allerdings pausieren. Im Auge behalten wir unseren Park aber selbstverständlich. Über unsere Online-Kanäle veröffentlichen wir immer wieder Fotos der aktuellen Arbeiten. Los geht es heute, die Bagger sind angerollt und die Modernisierung des Parks wurde mit dem obligatorischen Spatenstich durch Harald Schindel (Dezernent für Bürgerdienste, Sicherheit, Soziales und Sport) gestartet.

#ludwigspark

 

Pressemitteilung der Stadt Saarbrücken

Sanierung Ludwigsparkstadion – Erste Baumaßnahmen haben begonnen

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat am Mittwoch, 20. Januar, mit der Sanierung des Ludwigsparkstadions begonnen. „Bevor wir mit dem Neubau anfangen, lassen wir zunächst vorbereitende Arbeiten durchführen. Der Kanal muss zum Beispiel erneuert werden“, sagte  Sportdezernent Harald Schindel beim ersten Spatenstich.

Kanalbauarbeiten als erste Baumaßnahme

Für den Bach, der unter dem Stadion von Osten nach Westen in einem Rohr verläuft, müssen im Bereich der Heimfantribüne ein neues Schachtbauwerk und ein ca. 30 Meter langer Kanal gebaut werden. Ein Schmutz- und Regenwasserkanal im Bereich der Haupttribüne, der die Entsorgung des Rodenhofs gewährleistet, muss umverlegt und an das bestehende Kanalnetz angebunden werden. Diese Baumaßnahmen haben nun begonnen und werden Anfang April 2016 abgeschlossen sein.

Außerdem wird der südliche Teil der Tartanlaufbahn aufgenommen und für eine spätere Entsorgung im Stadion gelagert. Diese Entsorgungsmaßnahmen sollen bis Anfang März 2016 abgeschlossen sein.

Rodungsarbeiten zur Vorbereitung von Baumaßnahmen notwendig

Um den Umbau vorzubereiten, werden im südlichen und nördlichen Stadionbereich Rodungsarbeiten durchgeführt. Das Umbaukonzept sieht unter anderem vor, innerhalb des Stadions eine Umfahrung für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge einzurichten. Außerdem sind Zugänge und neue Treppenanlagen für die Zuschauer der Haupttribüne geplant.

Für diese Bauarbeiten müssen Bäume in den Böschungsbereichen gerodet werden. Da Rodungsarbeiten nur in der Zeit der sogenannten Vegetationsruhe zwischen dem 01.10. und 28.02. erlaubt sind, werden bereits jetzt rund 100 Bäume am Ludwigsparkstadion gefällt. Ein artenschutzrechtliches Gutachten hat bestätigt, dass die Rodung aus naturschutzrechtlicher Sicht unbedenklich ist. Als Ausgleich müssen rund 100 Laubbäume gepflanzt werden.

Abriss- und Erdarbeiten ab April 2016 vorgesehen

Ab April 2016 wird das Ludwigsparkstadion dann zur Großbaustelle. Die Haupttribüne, die Stehplatzränge im Bereich des Marathontors sowie alle Aufbauten der Stehplatztribünen unterhalb der Saarlandhalle werden abgerissen.

Zurzeit wird bereits die Haupttribüne entkernt. Einbauten, die sich wiederverwenden lassen, werden ausgebaut. Interessante Fundstücke des alten Stadions sollen später zur Ausstattung des neuen Funktionsgebäudes gehören oder werden für eine Versteigerung zur Verfügung gestellt, die die Stadt und das FCS-Fanprojekt organisieren. Die „historische“ Anzeigetafel soll ebenfalls erhalten bleiben und im neuen Stadion einen angemessenen Platz bekommen.

Die vorbereitenden Bauarbeiten für den Neubau kosten insgesamt 1,64 Millionen Euro.

Neubaumaßnahmen ab dem 3. Quartal 2016

In den nächsten Monaten werden die Ausführungsplanung und die Ausschreibung für die Neubaumaßnahmen im Ludwigsparkstadion erarbeitet. Zum einen soll ab Sommer 2016 die neue technische Infrastruktur im Stadion hergestellt werden. Ab dem 4. Quartal 2016 beginnt der Bau des Funktionsgebäudes, der Tribünen und der Dächer. Diese Maßnahmen müssen alle europaweit ausgeschrieben werden. Alle Bauarbeiten im Stadion, inklusive der Erschließungs- und Außenanlagen, sollen im 2. Quartal 2018 fertig sein. Zur Saison 2018/2019 kann dann im neuen Ludwigsparkstadion wieder Fußball gespielt werden.

Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Fachplaner abgeschlossen

Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Sanierung des Ludwigsparkstadions, die in Zusammenarbeit der Büros von Gerkan Marg und Partner, Hamburg/Aachen (Architektur), Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart (Tragwerksplanung), Paulus GmbH, Essen (Technische Gebäudeausrüstung) und WSV Beratende Ingenieure, Saarbrücken (Technischen Infrastruktur und Erschließung) erarbeitet wurde, ist abgeschlossen.

In konsequenter Weiterentwicklung der Rahmenplanung und des Vorentwurfs wurde die Planung für ein bundesligataugliches Stadion nach Stadionhandbuch der DFL mit einer Kapazität von rund 16.000 Zuschauern erarbeitet (Endausbau rund 18.000 Zuschauerplätze).

Weitere detaillierte Informationen sowie eine ausführliche Präsentation der Entwurfsplanung der Stadionplaner finden Interessierte hier: www.saarbruecken.de/ludwigsparkstadion.

Titelfoto: „gmp_schlaich_bergermann&partner“

13.12.2015

Der Ludwigspark wird umgebaut. Wo einst Fürsten und ihr Anhang ihre Freizeit verbrachten, wurde bereits in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Sportstadion angelegt, in dem der 1. FC Saarbrücken und später der FV Saarbrücken sowie die KSG Saarbrücken ihre Heimspiele austrugen. Die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges ließen später keinen Spielbetrieb mehr zu, der FCS musste ins Kieselhumes-Stadion umziehen und teilte sich dieses mit dem SV Saar 05, also ähnlich wie heute der Ludwigspark war das damals „Stade Jean Bard“ genannte Stadion Heimat für beide Vereine. Am 02. August 1953 war es so weit. Der neue Ludwigspark, der größtenteils auf Trümmermassen des Krieges aufgebaut und damit bis auf die Haupttribüne fast komplett auf natürlichem Untergrund steht, wurde eingeweiht.

Vor den Fußballerspielern waren jedoch erst die Leichtathleten an der Reihe. Das autonome Saarland nahm bereits 1952 an den Sommerspielen in Helsinki teil und so war im neuerbauten Ludwigspark auch eine Laufbahn integriert, die unter anderem für die damals noch populären Leichtathletik-Länderkämpfe benutzt wurde. Deutschland und die Schweiz traten an jenem Nachmittag gegeneinander an, erst dann durften die Malstatter Fußballer ihre neue Heimat unter Beschlag nehmen. Erster Gast in einem Testspiel war der damals amtierende deutsche Pokalsieger Rot-Weiß Essen mit dem späteren Weltmeister Helmut Rahn sowie Fritz Herkenrath und Penny Islacker. Der 1. FC Saarbrücken, der ein Jahr zuvor im deutschen Meisterschafsfinale dem VfB Stuttgart unterlag, zeigte mit dem 3:1-Sieg, dass er mit einem Spitzenteam der Oberliga West mehr als mithalten kann.

Einen frühen Höhepunkt gab es im Ludwigspark am 08. November 1953, als Norwegen im Rahmen der WM-Qualifikation gegen das Saarland antrat. 40.000 Zuschauer warteten vergeblich auf Tore, das Saarland behielt aber damit die theoretische Chance, sich für die in der Schweiz stattfindende WM 1954 zu qualifizieren. Deutschland schlug zwar wenige Wochen später Norwegen mit 5:1, hatte vor dem abschließenden Gruppenspiel im Ludwigspark aber nur zwei Punkte Vorsprung. Ein Entscheidungsspiel in Paris im Falle eines saarländischen Erfolges war bereits terminiert.

Am 28. März 1954 fand das bis heute bedeutendste Spiel im Ludwigspark zwischen den Nationalteams des Saarlandes und Deutschlands statt. Helmut Rahn kannte das Stadion ja von der Eröffnung, auch die Spieler des 1. FC Kaiserslautern kamen nun nach einigen Meisterschaftsspielen in den Park zurück. Die heute unvorstellbare Anzahl von 53.000 Zuschauern waren auf den Sitzplätzen, Stehrängen und Sondertribünen gespannt, ob das kleine Saarland dem großen Favoriten Paroli bieten könne. Es konnte, zumindest phasenweise.  Max Morlock erzielte erst nach 39 Minuten die Führung für Deutschland, baute diese in der 49. Minute aus. Das Saarland kam durch einen von Herbert Martin in der 67. Minute verwandelten Foulelfmeter heran, doch die Entscheidung besorgte Hans Schäfer sieben Minuten vor dem Abpfiff. Mit Herbert Binkert und Werner Otto waren zwei aktuelle Ehrenratsmitglieder des 1. FC Saarbrücken dabei, mit Kurt Clemens lebt noch ein weiterer Teilnehmer, dieses für das ganze Land herausragenden Ereignisses.

Danach dauerte es bis zum 20. November 1983, ehe eine deutsche A-Nationalmannschaft mal wieder ein Länderspiel im mittlerweile nicht mehr ganz neuen Park austrug. Und wie im Frühjahr 1954 drohte dem Adler-Team das Aus, wenn es gegen Albanien keinen Sieg geben würde. Ein gewisser Genc Tomori versetzte den DFB-Tross und die Zuschauer in Angst und Schrecken, als er in der 23. Minute zur Gästeführung traf. Karl-Heinz Rummenigge konnte jedoch vom Anpfiff weg ausgleichen und Gerhard Strack erlöste die zitternden Deutschen mit dem 2:1-Siegtreffer in der 80. Minute. Mit Bernd Förster stand ein ehemaliger Saarbrücker im DFB-Team, das von Jupp Derwall, einem weiteren „Saarländer“ trainiert wurde, er lebte in Dudweiler und St. Ingbert.

Am 27. März 1985 fand das letzte DFB-Länderspiel im Ludwigspark statt, in der WM-Qualifikation wurde Malta mit 6:0 (5:0) bezwungen. Uwe Rahn (2), Felix Magath, Pierre Littbarski und Karl-Heinz Rummenigge trafen vor der Pause, Letztgenannter machte in der 66. Minute das halbe Dutzend voll. Neben Magath gab es mit Andreas Brehme einen weiteren Ex-Saarbrücker in der von Franz Beckenbauer trainierten Nationalmannschaft.

Bis zum Bundesliga-Start 1963 wurde im Ludwigspark nicht regelmäßig gespielt, so fand z. B. das einzige Europapokal-Heimspiel mit FCS-Beteiligung gegen den AC Mailand (1:4) am 23. November 1955 sowie die vielbeachteten Spiele um den Internationalen Saarlandpokal zwischen 1950 und 1952 alle im Kieselhumes-Stadion statt. Zahlreiche Oberliga-Begegnungen wurden im FC-Sportfeld ausgetragen. Erst zum Bundesligastart spielte der FCS regelmäßig im Ludwigspark. So kam es am 24. August 1963, am allerersten Bundesliga-Spieltag, zur Heimbegegnung gegen den 1. FC Köln, der 10 Monate später erster Bundesliga-Champion wurde. Das erste Bundesligator im Ludwigspark vor 30.000 Zuschauern erzielte Wolfgang Overath in der 22. Minute, in der 43. Minute traf Christian Müller zum 2:0-Pausen- und Endstand. Nach dem sofortigen Abstieg ging es wieder in der Regionalliga Südwest um Punkte, wieder fanden einige Begegnungen im kleineren FC-Sportfeld statt.

Die wohl wichtigste Begegnung der gesamten Regionalligazeit war am 1. Mai 1974. Der 1. FC Saarbrücken traf auf den VfB Theley, parallel spielte Borussia Neunkirchen im Ellenfeld gegen den ASV Landau. Der Vorsprung der beiden vor dem Tabellendritten FC Homburg war so groß, dass diese beiden Spiele vom eigentlichen Spieltag getrennt wurden. Saarbrücken  hätte ein Remis gereicht, um Südwest-Meister zu werden und sich damit für die neu eingeführte zweite Liga Süd sicher zu qualifizieren. Die in den drei Spielzeiten zuvor angesammelten Punkte hätten nämlich nicht dafür gereicht. Doch das eigentlich unfassbare geschah, ein gewisser Werner Kaiser, zuvor Profi beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und auch beim 1. FC Saarbrücken, schoss für den krassen Außenseiter das Siegtor in der 43. Minute. Neunkirchen gewann gleichzeitig und wurde Meister. In der daran anschließenden Bundesliga-Aufstiegsrunde gab es für den FCS also nur zwei Optionen. Aufstieg in die Bundesliga oder aufgrund mangelnder Punkte Rückstufung in die Amateurliga Saar. Doch die Sportgerichte entschieden im Endeffekt doch anders, der 1. FC Saarbrücken wurde statt des SV Alsenborn in die neue zweite Liga Süd aufgenommen.

Zwei Jahre später konnte mit einem 3:0-Sieg über Eintracht Bad Kreuznach der erste Bundesliga-Aufstieg gefeiert werden. Somit war der FCS wieder erstklassig. Im Aufstiegsjahr wurden  die heute noch existierende Flutlichtanlage und die Tribüne an der Camphauser Straße neu gebaut.  Am 16. April 1977 kam es zu dem Spiel, das bis heute und wohl für immer für jeden Blau-Schwarzen einen besonderen Platz in der Erinnerung hat. Der 1. FC Saarbrücken bezwang den amtierenden Weltpokalsieger FC Bayern München mit 6:1 (2:0). Dank einiger Zusatztribünen waren 39.000 Zuschauer im Stadion, die ihren Augen nicht trauten. Roland Stegmayer traf in der 21. und 40. Minute zur 2:0-Pausenführung. Mit Stegmeyers dritten Treffer nach genau einer Stunde war die Entscheidung gefallen, auch wenn Gerd Müller in der 70. Minute noch mal verkürzte. Stegmayer (75.), Ludwig Denz (80.) und Ludwig Schuster (88.) legten noch drei Treffer zum 6:1-Endstand nach. Der FCS hielt erstmals die Klasse, was ihm danach in drei weiteren Anläufen nicht mehr gelang.

Unter Trainer Uwe Klimaschefski sollte der FCS im Jahr 1984/85 eine ähnliche furiose Saison hinlegen. Am 13. Juni 1985 empfing der FCS im ersten Relegationsspiel zur Qualifikation für die Bundesliga Arminia Bielefeld. 15.000 Zuschauer sahen nach Treffern von Michael Blättel (9.) und Pierre Dickert (69.) einen 2:0 (1:0)-Erfolg. Auf der Bielefelder Alm gab es an 17. Juni 1985, damals noch ein Feiertag, ein 1:1 und der FCS war wieder Bundesligist. Kurz zuvor, am 6. April 1985, unterlag der FCS im Ludwigspark im DFB-Pokal-Halbfinale dem späteren Sieger Bayer Uerdingen mit 0:1 (0:0), Norbert Brinkmann erzielte in der 74. Minute das Tor des Tages. So nah war der 1. FC Saarbrücken nie wieder am Europapokal, denn da Bayern München der Krefelder Endspielgegner war, hätte die Finalteilnahme gereicht, um im Europapokal der Pokalsieger zu starten.

In jüngster Zeit waren es vor allem DFB-Pokalspiele, die den Ludwigspark füllten. 28.000 Zuschauer waren am 19. August 2012 bei brütender Hitze im Ludwigspark, als der in der dritten Liga spielende 1. FC Saarbrücken mit dem Ex-Schalker Jürgen Luginger als Trainer dem FC Schalke 04 mit 0:5 (0:2) unterlag. Kyriakos Papadopoulos (23.) brachte die Knappen in Führung, Julian Draxler baute diese in der 27. Minute zum Halbzeitstand aus. Draxler (57.) und Ciprian Marica (64. und 71.) trafen im zweiten Durchgang für das Team von Trainer Huub Stevens.

Wesentlich knapper ging es am 03. Dezember 2013 zu. Die Blau-Schwarzen wurden diesmal vom heutigen Geschäftsführer Sport Milan Sasic trainiert, als Gast kam Borussia Dortmund in den Park. Nach den Siegen gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen (3:1 n. V.) und den Zweitligisten SC Paderborn (2:1) glaubten viele im letztmals ausverkauften Stadion an eine weitere Sensation. Doch die blieb aus, auch wenn Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zahlreiche Stammspieler ersetzen musste. Julian Schieber (19.) und Jonas Hofmann (48.) sorgten für einen schmeichelhaften Favoritensieg.

Den letzten Aufstieg feierten die Blau-Schwarzen in Bonn, am Abend vor dem 08. Mai 2010 war der Drittliga-Aufstieg Gewissheit, den Meisterball gab es dann eine Woche später im Park gegen den 1. FC Köln II. Das 1:1 (1:1) stand schon nach sechs Minuten fest, als Simon Terodde (4.) für das Geißbock-Team und Gregory Strohmann für die Malstatter vor 5.788 Zuschauern trafen.

Erst ein Jahr zuvor konnte in der Oberliga Südwest mit dem Titelgewinn die Regionalliga-Rückkehr perfekt gemacht werden. Wesentlich stärker im Gedächtnis haften geblieben ist vielen der Zweitliga-Aufstieg von 2004, als es am letzten Spieltag im Fernduell mit dem FC Augsburg und der TSG 1899 Hoffenheim um den dritten Platz ging. Neben Augsburg und Hoffenheim hätten an diesem dramatischen 05. Juni auch Wehen sowie die Stuttgarter Kickers den FCS noch überholen können. Meister FC Bayern II durfte nicht aufsteigen und der Zweite RW Erfurt war durch. Peter Eich rettete mit mehreren Glanzparaden und einem gehaltenen Elfmeter beim 2:1 (0:1) die Punkte gegen den FC Schweinfurt, nachdem Thomas Brendel in der 41. Minute für die Gäste traf und Veselin Popovic einen Elfer verschoss. Die FCS-Tore erzielten Christian Stuff zum Ausgleich (55.) und Matthias Hagner (62.) zum 2:1-Siegtreffer.

Nach dem heutigen Spiel gilt es jetzt vorübergehend Abschied zu nehmen. Der Ludwigspark wird umgebaut und erhält ein modernes Gesicht. Wir freuen uns schon jetzt auf die Rückkehr. Bis bald, alter Freund!