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FCS kommt in Halle zurück und punktet dreifach

Der 1. FC Saarbrücken hat sich mit einem Auswärtssieg aus der Länderspielpause zurück gemeldet. Beim Halleschen FC führte der FCS zunächst, geriet dann mit dem Pausenpfiff in Rückstand, kam aber zurück und siegte nach einem Doppelpack von Adriano Grimaldi und einem Treffer von Sebastian Jacob mit 3:2.

Cheftrainer Uwe Koschinat nahm im Vergleich zum vorangegangenen Ligaspiel gegen Braunschweig einen Wechsel in der Startelf vor. Dennis Erdmann durfte nach abgesessener Sperre direkt wieder von Beginn an ran und reihte sich in der Innenverteidigung ein. Dort nahm er den Platz von Pius Krätschmer ein, der angeschlagen passen musste.

Nichtmal zwei Minuten waren gespielt, da hätte der FCS führen müssen. Der Ball kam zu Minos Gouras, der im Strafraum Richtung Tor zog. Sebastian Jacob stand zentral vor dem Kasten vollkommen frei und hätte bei einem Zuspiel nur einschieben müssen, Gouras versuchte es aus deutlich schlechterer Position aber selbst. Keeper Schreiber parierte. Doch Gouras sicherte sich den zweiten Ball. Erneut wäre der Pass zu Jacob die bessere Alternative gewesen. Erneut wählte er den eigenen Abschluss und schoss deutlich über den Kasten.

Das hätte sich fast doppelt gerächt. Nicht nur das ausgebliebene Führungstor, sondern jetzt hatte Halle die große Chance aufs 1:0. Nach einer Flanke von der linken Seite nahm Boyd den Ball mit der Brust kurz an und zog direkt ab. Innenpfosten. Glück für die Blau-Schwarzen. In der 10. Minute die nächste Möglichkeit für die Gastgeber. Boyd schloss nach einem langen Ball aus 16 Metern wieder umgehend ab. Daniel Batz packte sicher zu.

Dann war wieder der FCS am Zug. Adriano Grimaldi behauptete sich stark am Strafraum. Im Fallen legte er nach rechts zum durchgestarteten Dominik Ernst. Allein vor Schreiber visierte der Rechtsverteidiger das lange Eck an, zielte jedoch vorbei. Sekunden später wieder Aluminium-Glück. Eberwein traf die Latte.

Bei der nächsten Aktion zappelte das Netz aber. Jacob machte eigentlich schon alles richtig, doch Schreiber kratzte seinen Kopfball noch von der Linie. Jacob wollte nachsetzen, wurde dabei aber von Kastenhofer bei dessen Klärungsversuch am Kopf getroffen. Elfmeter für die Blau-Schwarzen. Grimaldi übernahm die Verantwortung und zielte aufs rechte Eck. Schreiber ahnte zwar die Seite, kam aber nicht an den Ball. Die Führung für den FCS (26.).

Grimaldi selbst hätte noch vor dem Pausenpfiff erhöhen können. Tief in der Hälfte der Hallenser befreiten sich die Blau-Schwarzen gut. Alexander Groiß passte flach nach innen. Jacob schirmte mit dem Rücken zum Tor gut ab und bediente Grimaldi. Der traf den Ball jedoch nicht richtig. Chance vertan.

Statt 2:0 stand es aber plötzlich 1:1. Shcherbakovski tanzte sich am Sechzehner durch und zog ab. Erdmann stand dem Schuss eigentlich im Weg, dreht sich aber in letzter Sekunde weg. Batz konnte zwar noch abwehren, aber nur nach vorne und dort stand Eberwein, der zum Ausgleich abstaubte (43.).

In der Nachspielzeit wurde es noch bitterer. Erdmann vertändelte den Ball gegen Titsch Rivero. Der marschierte Richtung Tor und legte nach rechts auf Boyd ab. Der Stürmer fackelte nicht lange und schweißte die Kugel zum 2:1 hoch ins kurze Eck.

Raus aus der Kabine ging es mit zwei Wechseln. Lukas Boeder und Nick Galle ersetzten Mario Müller und Erdmann positionsgetreu. Und beide waren gleich gefordert. Eberwein kam im Strafraum zum Abschluss, verzog allerdings.

Die erste Offensivaktion des FCS im zweiten Durchgang saß aber direkt. Tobias Jänicke verzögerte gut am Sechzehner und bediente Ernst, der ihn überlaufen hatte. Ernst flankte flach nach innen und Jacob besorgte das 2:2 (49.).

Nach durchaus ausgeglichenem ersten Durchgang, wirkte der FCS fortan leicht überlegen. Halle zog sich ein Stück weiter zurück, was es schwer machte, weitere Abschlusssituationen zu kreieren. Um den Druck zu erhöhen, wechselte Koschinat zum dritten Mal. Julian Günther-Schmidt kam für Jänicke (63.). Der einzige Abschluss bis in die Schlussphase sollte jedoch der Schuss von Luca Kerber aus der Distanz bleiben.

Mit Dave Gnaase brachte Koschinat nochmals eine frische Kraft für die Zentrale. Groiß verließ den Platz. Doch weiter galt es auf den entscheidenden Moment zu warten. Und der sollte kurz vor Schluss kommen.

In der 87. Minute verlagerte Jacob das Spiel stark auf die rechte Seite. Ernst flankte nach innen. Grimaldi stieg hoch und köpfte herrlich zum 3:2 ein (87.). Einer aufgrund der größeren Spielanteile im zweiten Spielabschnitt sicherlich verdienten Führung.

Koschinat stärke kurz später nochmal die Defensive. Rasim Bulic sollte in den letzten Minuten mithelfen, den Sieg über die Zeit zu bringen. Das gelang. Grimaldi hätte sogar noch sein drittes Tor nachlegen können. Nach Ballgewinn an der Mittelinie ließ er sich nicht mehr einholen, Schreiber konnte jedoch parieren. Dann war Schluss und die drei Punkte wanderten mit ins Saarland.