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Krönender Abschluss nach drei tollen Jahren

Für Oliver Schäfer endete seine dreijährige Amtszeit als Trainer der A-Junioren des 1. FC Saarbrücken und Leiter des in der Zwischenzeit zertifizierten Nachwuchsleistungszentrums mit dem Aufstieg der U19 in die A-Junioren-Bundesliga. Der gebürtige Badener konnte somit nach seiner Spielerkarriere in der zweiten Phase beim 1. FC Saarbrücken zum Schluss noch einen herausragenden Erfolg feiern und das Saarland als Meistertrainer in Richtung Kaiserslautern verlassen, wo er nun ebenfalls die A-Junioren trainieren wird.

Der krönende Abschluss der dreijährigen Tätigkeit beim 1. FC Saarbrücken musste U19-Trainer Oliver Schäfer im stillen Kämmerlein feiern. Der vorzeitige Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie bescherte seinem Team am grünen Tisch die Meisterschaft in der U19-Regionaliga Südwest. Die eigentlich noch ausstehenden Aufstiegsspiele gegen den Meister der U19-Hessenliga, den SV Darmstadt 98, wurden mittlerweile gestrichen, so dass ausnahmsweise beide Gruppensieger in die höchste Klasse aufsteigen.

„Wir haben somit alle Ziele, die wir uns in den letzten drei Jahren vorgenommen haben, erreicht, und das trifft nicht nur auf die U19 zu. Der Drittliga-Aufstieg der Profis überstrahlt natürlich alles, da war mein Anteil ja nicht so groß. Im Jugendbereich wollten wir zunächst die Zertifizierung des Nachwuchsleistungszentrums erreichen, daraufhin bekamen wir auch die Anerkennung vom DFB. Wir haben in dieser Zeit die Infrastruktur am FC-Sportfeld entsprechend hochgefahren und an die gestiegenen Anforderungen angepasst. Dass wir in der Zwischenzeit auch erfolgreich versucht haben, in die A-Junioren-Bundesliga aufzusteigen, hat uns dann ja mittlerweile auch in unserer Arbeit bestätigt und ist der Lohn für die Mühen“, blickt der frühere Bundesligaspieler auf die anstrengende Zeit zurück, als an mehreren Projekten gleichzeitig gearbeitet wurde.

„Wir waren in der abgelaufenen Runde konstant, haben in der Hinrunde ja auch gegen die direkten Konkurrenten gute Spiele gehabt und standen schon zur Saisonhalbzeit und zur Winterpause vorne. Wir wollten gut aus der Pause kommen, haben die ersten Spiele nach dem Wiederbeginn gut gemeistert. Natürlich hätten wir gerne weiter gespielt, aber ich denke schon, dass wir nun den Meistertitel zu Recht bekommen haben“, sagt er über die schwierige Zeit seit Mitte März.

„Es schmerzt dann schon, wenn man so abrupt abgebremst wird. In den Aufstiegsspielen, die dann ja nicht mehr ausgetragen wurden, wäre es dann noch einmal auf die Tagesform angekommen, das sind dann ja auch Spiele, die einen anderen Charakter als Ligaspiele haben, trotzdem freuen wir uns über das, was wir erreicht haben“, ordnet Schäfer den Aufstieg ein.

Auch das Vorhaben, Spieler an den Profibereich heranzuführen, ist dem 51-jährigen und seinem Trainer- und Betreuerteam zuletzt gelungen. Téo Herr, der bei der U19 einige Spiele bestritt, gehörte von vorneherein eher dem Profikader an. Mit Marius Köhl schaffte zuletzt ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung zu den Profis und wurde mit einem Vertrag ausgestattet. In der Spielzeit zuvor waren bereits Lukas Quirin und Timo Wagner zur 1. Mannschaft aufgerückt. „Wir haben bis auf drei Spieler den kompletten U17-Kader in den A-Junioren-Bereich übernommen“, beschreibt Schäfer die personellen Planungen für die kommende Runde.

Ganz nebenbei hat der FCS somit seine ins Wanken geratene Stellung als führender Fußball-Verein im Saarland auf fast allen Ebenen wieder zurück. „Wir wollen uns nicht mit anderen Vereinen und deren Strukturen messen, wir sind zuletzt einen erfolgreichen Weg gegangen, den es nun unter neuer Leitung zu bestätigen gilt. Wir haben eine Ebene erreicht, die meine Nachfolger nun verteidigen müssen“, hat Schäfer die Messlatte für seinen noch nicht feststehenden Erben als U19-Bundesligatrainer hoch gelegt. „Wir haben auch schon Kontakte zu neuen auswärtigen Spielern geknüpft, aber es wurde noch nichts fixiert“, schloss er ab. Die Leitung des NLZ übernimmt Karsten Specht. 

Beim 1. FC Kaiserslautern übernimmt Schäfer die U19 in der Bundesliga, womit es zu Derbys zwischen dem FCS und dem FCK sowohl bei den Profis als auch bei der U19 kommt. Schäfer sieht seine Aufgabe in der Pfalz auch nach der eingereichten Planinsolvent nicht gefährdet.