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120 spannende Minuten ohne Happy End

Als letzter Vertreter der Südwestregion im Pokalachtelfinale, empfing der FCS den Ligakonkurrenten Gütersloh auf dem heimischen Saarbrücker Kieselhumes. Die Gäste aus Ostwestfalen kamen gut in die Partie und erzielten bereits nach neun Spielminuten die Führung. Isabelle Wolf schloss einen mustergültigen Angriff der Gäste souverän ab. Nur neun Minuten nach dem Rückstand, dann der nächste Rückschlag für die Saarländerinnen. Noreen Günewig traf mit einem satten 18-Meter Schuss zum 2:0 für die Gäste.

Doch nach dem zweiten Gegentreffer bewies der FCS Moral und kam nun immer besser ins Spiel. In der 23. Minute war es dann die emsige Samantha Herrmann, die in Folge eines Eckballs per Fuß aus fünf Metern den Anschlusstreffer erzielen konnte. Nun war Saarbrücken klar am Drücker und erzielte in der 28. Minute sogar den Ausgleich. Nach einer schönen Flanke von Chiara Loos, markierte Anja Selensky im Fallen das 2:2. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Kabinen.

Im zweiten Spielabschnitt ging die gute Saarbrücker Phase vorerst weiter und nach 58 Minuten ging die Elf von Trainer Taifour Diane erstmals in Führung. Nach einem feinen Steilpass von Marie Steimer tänzelte Anja Selensky zwei Gegenspielerinnen gekonnt aus und markierte ihren zweiten Treffer. Insgesamt eine reife Leistung der Saarbrücker Stürmerinnen, die nach ihrer 15-monatigen Verletzungspause nun immer besser wieder in Form kommt.

Doch der Saarbrücker Jubel dauerte nur 180 Sekunden. Gütersloh markierte durch Marina Hermes den erneuten Ausgleich. Bei ihrem 18-Meter Kracher in den Winkel war FCS-Torfrau Patricia Chladekova machtlos. Nach dem 3:3 beruhigte sich die Partie etwas, die Spielanteile waren nun verteilt.

Als es nach 90 Minuten immer noch Unentschieden stand – musste somit die Verlängerung her um eine Entscheidung in einem insgesamt ausgeglichen Spiel zu bringen. In der 97. Minute erzielte Güterslohs 17-jähriges Talent Paula Reimann dann die Führung für die Gäste. Reimann umspielte gleich drei Saarbrücker Spielerinnen und schloss souverän für den FSV ab. Ein schönes Tor, bei dem die FCS-Abwehr aber kein gutes Bild abgab.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung versuchte es der FCS nun mit der Brechstange, die sich anbahnende Niederlage abzuwehren. Doch mehr als sechs Eckbälle sprangen für die wacker kämpfende Diane-Elf leider nicht heraus. Am Ende war trotz einer couragierten Leistung das Abenteuer DFB-Pokal 2019/2020 beendet.

Nun gilt es in der Liga in den kommenden Partien gegen den 1. FFC Frankfurt II, bei Arminia Bielefeld und beim Meisterschaftstopfavoriten Werder Bremen noch möglichst viele Punkte einzufahren und das Jahr damit gut abzuschließen.

Text: Boris Schellenberg