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Unglückliches 2:2 in letzter Sekunde

Der 1. FC Saarbrücken musste spät zwei Punkte hergeben, hätte sicher auch mehr als das 2:2-Remis gegen den FSV Mainz II verdient gehabt, aber der Vorsprung auf Platz drei wurde dennoch ausgebaut. Jedoch waren die zwei Treffer der Gäste in der Schlussphase ärgerlich, nachdem Patrick Schmidt und Markus Mendler vor 2.422 Zuschauern für eine 2:0-Führung gesorgt hatten.

Cheftrainer Dirk Lottner war gezwungen, seine Startelf im Vergleich zum letzten Auftritt umzustellen. Wieder zur Verfügung standen Kevin Behrens und Tobias Jänicke, die in der vergangenen Woche ausgefallen wären, was aufgrund der Spielabsage nicht zum tragen kam. Nicht mit an Bord waren Manuel Zeitz, Martin Dausch und Tobias Jacob, die krankheits- oder verletzungsbedingt kurzfristig passen mussten. Dazu gesellte sich die Liste der Langzeitverletzten.

Im Tor stand wie gewohnt Daniel Batz. In der Innenverteidigung rutschte Jordan Steiner an die Seite von Oliver Oschkenat. Die Positionen auf den Außen waren durch Mario Müller und Sascha Wenninger besetzt. Im Zentrum feierte Fanol Perdedaj sein Debüt beim FCS. Neben ihm agierte Kapitän Marco Holz. Dazu agierten Markus Mendler und Tobias Jänicke sowie das Sturmduo Kevin Behrens und Patrick Schmidt.

Das Geläuf war witterungsbedingt wie erwartet schwierig, aber die Blau-Schwarzen kamen besser mit den Bedingungen zurecht und übernahmen die Kontrolle. Die ersten gefährlichen Szenen entstanden jeweils nach Standards von Mendler. Behrens und Oschkenat tauchten vor dem Gehäuse auf, jedoch fehlte noch das richtige Zielwasser.

Der FCS blieb am Drücker und belohnte sich in der 33. Minute. Perdedaj, der einen guten Eindruck hinterließ, setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und bediente Mendler im Strafraum. Der Flügelflitzer passte von der Grundlinie zurück an den Fünfer, dort lauerte Schmidt und besorgte das 1:0.

Kurz später fand eine Mendler-Ecke den Kopf von Behrens, doch Mainz-Keeper Finn Gilbert Dahmen rettete mit einer Glanztat. Deshalb blieb es bis zum Pausenpfiff vorerst bei einem Treffer.

Der zweite Durchgang startete mit unverändertem Personal und das Spielgeschehen war weiter Richtung Mainzer Gehäuse gerichtet. Das zahlte sich aus. Behrens leitete den Konter zum 2:0 ein. Wenninger trieb die Kugel nach vorne und bediente Schmidt im richtigen Moment, der über rechts gestartet war. Schmidt spielte scharf nach innen und Mendler vollstreckte zum 2:0.

Mainz trat in der Offensive weiterhin nicht in Erscheinung. Die Innenverteidigung um Oschkenat und Steiner ließ kaum etwas zu. Dann aber doch die Möglichkeit zum Anschluss. Markus Obernosterer, der in der 70. Minute Jänicke ersetzte, berührte Benjamin Trümner im Sechzehner. Der nahm den leichten Kontakt dankbar an und sank zu Boden. Schiedsrichter Philipp Lehmann zeigte auf den Punkt. Karl-Heinz Lappe verwandelte sicher.

Eine sehr strittige Entscheidung, die plötzlich für Spannung sorgte. Lottner brachte für die Schlussphase Lukas Quirin, der ebenfalls sein Debüt feierte, und Christoph Fenninger.

Der Jubelschrei über drei Punkte lag jedem auf den Lippen. Die angezeigte Nachspielzeit war deutlich überschritten. Doch Lehmann wollte noch nicht abpfeifen und das war noch entscheidend. Mainz erhielt noch eine Ecke. Charmaine Häusl stand am zweiten Pfosten und drückte mit Abpfiff zum 2:2 ein.

Ein bitterer Schlusspunkt, aber der Vorsprung auf den dritten Platz wurde aufgrund der Niederlage von Waldhof Mannheim dennoch auf zehn Punkte ausgebaut. Der Vorsprung auf Rang zwei blieb zudem unverändert bei sieben Zählern.

Weiter geht es am kommenden Freitag, 2. März, mit der Partie beim FSV Frankfurt. Danach folgt am 6. März mit dem Nachholspiel bei den Stuttgarter Kickers eine weitere Partie in der Fremde an. Im Hermann-Neuberger-Stadion rollt der Ball am 10. März wieder, wenn der VfR Wormatia Worms beim FCS gastiert.