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Remis in den letzten Minuten

Nur drei Tage nach dem bitteren Aus im Saarlandpokal war der 1. FC Saarbrücken bereits in der Liga gefordert. Vor 15.000 Zuschauern stand das Spitzenspiel beim TSV 1860 München an. Trainer Uwe Koschinat ließ Abwehrchef Steven Zellner aufgrund seiner Kniebeschwerden auf der Bank und stellte auf Viererkette um.  Die erste Chance der Partie gehörte den Löwen. Bär kam über links in den Strafraum , legte quer auf Tallig, dessen Schlenzer aber knapp sein Ziel verfehlte (21.). Der FCS der durch eine Verletzung von Scheu früh wechseln musste (16., Gouras) fand eine direkte Antwort: Jacob legte für Zeitz auf, dessen Direktabnahme aber knapp neben das Tor ging (22.). Die Sechziger legten ein beachtliches Tempo vor, der FCS lief oft hinterher, hatte aber kurz vor der Pause durch Jänicke noch eine Riesenchance. „Wir haben uns nach 30 Minuten ganz gut befreit, aber wir hatten in der ersten Halbzeit schon Probleme“, bilanzierte Koschinat: „Nach der Pause wurde es dann besser, und wir hätten zwingend in Führung gehen müssen.“ Doch nach 50 Minuten hatte Sebi Jacob wohl zuviel Zeit nach einem Solo über das halbe Spielfeld und brachte den Ball letztlich nicht im Tor unter. Als die Partie bei schwierigen äußeren Bedingungen mehr und mehr verflachte, schlugen die Löwen wie aus dem Nichts zu. Nach einem Befreiungsschlag landete der Ball bei Tallig, der mit einem überlegten Schlenzer aus 18 Metern Torwart Daniel Batz überwand (72.).

Der FCS warf nun alles nach vorne und wurde spät belohnt. Nach einer Flanke von Krätschmer legte Gouras regelkonform für Jacob ab, der sich für seinen unermüdlichen Einsatz belohnte und den Ball in der 90. Minute über die Linie drückte. „Es war ein schweres Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Aber für einen Punkt bei 1860 müssen wir uns nicht schämen“, sagte Kapitän Manuel Zeitz und Offensivakteur Julian Günther-Schmidt blickte nach vorne: „Wir müssen jetzt gegen Mannheim nachlegen.“