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Punkteteilung in Köln

Der 1. FC Saarbrücken hat sich mit einem torlosen Remis vom FC Viktoria Köln getrennt. Trotz Überzahl über weite Strecken des zweiten Durchgangs gelang es den Blau-Schwarzen nicht, genug Druck aufzubauen, um das entscheidende Tor zu erzwingen.

Cheftrainer Uwe Koschinat veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Mario Müller, Alexander Groiß und Tobias Jänicke waren neu dabei. Und der FCS verbuchte, wenn auch etwas glücklich in der Entstehung, eine erste Chance durch Minos Gouras. Doch auch Köln wurde ganz früh gefährlich. Nach einem Fehler im Spielaufbau bediente Klefisch Marseiler, der steckte auf Risse durch. Daniel Batz lenkte die Kugel stark ans Aluminium.

Das Tempo und die Intensität blieben hoch, weitere Möglichkeiten aber vorerst aus. Nach und nach bekam die Viktoria zwar ein leichtes optisches Übergewicht, in der 22. Minute entfachten dann aber die Blau-Schwarzen Gefahr. Julian Günther-Schmidt schickte Jänicke. Der behauptete den Ball im Sechzehner, passte in die Mitte zu Gouras, der für Adriano Grimaldi durchließ. Im letzten Moment spritzte noch einen Fußspitze in den Abschluss. Statt Führung Ecke.

In der 26. Minute zappelte das Netz aber. Grimaldi passte quer auf Günther-Schmidt. Der spielte in die Schnittstelle auf den durchgestarteten Gouras. Gouras umkurvte Keeper Nicols und schob ein. Dann ging die Fahne hoch, Abseits. Eine knappe, aber wohl korrekte Entscheidung.

Plötzlich auch Köln wieder richtig gefährlich. Risse schickte Handle Richtung Grundlinie. Der legte im Sechzehner flach zu Marseiler weiter. Mit dem Rücken zum Tor setzte er sich gut durch. Batz tauchte ab und klärte zur Seite.

Nach 35 Minute war Koschinat bereits zum ersten Wechsel gezwungen. Günther-Schmidt war nach einem Zweikampf mit Klefisch umgeknickt und konnte nicht weiter machen. Dave Gnaase ersetzte ihn. Gute Besserung, Günni!

Mehr passierte im ersten Durchgang nicht mehr und nach dem Pausentee ging es ohne weitere personelle Änderungen weiter. Köln stellte den FCS im Spielaufbau gut zu, hatte selbst ein paar Szenen rund um den Strafraum, richtig gefährlich wurde es jedoch nicht.

Die Gastgeber schwächten sich dann selbst. Berzel handelte sich nach einem taktischen Foul im Mittelfeld erst Gelb ein und stoppte kurz später Luca Kerber mit unfairen Mitteln auf der linken Seite und musste folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Blau-Schwarzen versuchten die Überzahl über die Außenbahnen zu nutzen. Bei der Viktoria war aber vorerst kein Knick im Spiel erkennbar. Trotzdem ergaben sich jetzt mehr Möglichkeiten für das Koschinat-Team. Müller hatte nach feinem Doppelpass für Gouras abgelegt. Der wurde noch entscheidend gestört. In der nächsten Szene stand der Angreifer frei vor dem Tor, aber auch im Abseits.

Die Spielkontrolle lag jetzt klar beim FCS und Koschinat wechselte offensiv, um noch mehr Druck zu entfachen. Sebastian Jacob feierte sein Comeback und ersetzte Groiß. In der 75. Minute war Jacob an der nächsten Strafraumszene beteiligt. Gnaase flankte von der linken Bahn nach innen. Grimaldi stellte sich gut rein und verhinderte eine Klärung. Jacob legte per Grätsche für Jänicke ab. Doch wieder stand ein Abwehrbein im Weg.

Dem FCS gelang es nicht, den Druck dauerhaft hochzuhalten. So konnte Köln immer wieder durchatmen und sich sortieren. Nach Ablage von Grimaldi verbuchte Jacob erst in der 86. Minute den nächsten Abschluss. Bevor Koschinat mit Marius Köhl für Gouras nochmals frischen Wind ins Spiel brachte.

In den letzten Minuten spielte sich zwar alles rund um den Strafraum des FC Viktoria Köln ab, gefährlich wurde es aber nur einmal in der Nachspielzeit. Jacob steckte auf Jänicke durch. Der wurde bedrängt und konnte daher nicht platziert genug abschließen. Köhl semmelte kurz später freistehend an der Kugel vorbei. Dann war Schluss und das torlose Remis besiegelt.