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Es gibt keinen Rassismus beim FCS

Der 1. FC Saarbrücken weist die in einer Boulevard-Zeitung erhobenen und vor allem unbelegten Vorwürfe wegen angeblich rassistisch motivierten Äußerungen von FCS-Spielern entschieden zurück. Wir sind der Verein, dessen Trikot von afrikanischen Kult-Spielern wie Anthony Yeboah, Sambo Choji, Taifour Diane und vielen anderen mit Stolz getragen wurde. Nicht nur deshalb hatte und hat Rassismus in unseren Reihen keinen Platz. Umso mehr machen uns die nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch erhobenen Vorwürfe Magdeburger Spieler betroffen. Deshalb nehmen wir mit gebührendem Abstand und nach gründlicher Aufarbeitung der Ereignisse wie folgt Stellung:

 

1. Spieler sind seit Jahren dazu angehaltenen, rassistische Äußerungen dem leitenden Schiedsrichter Gespann sofort zu melden. Diese sind darin ausgebildet, entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Wir stellen fest, dass entsprechende Meldungen Magdeburger Spieler nicht dokumentiert sind.

 

2. Auch in der Halbzeitpause gab es keine erkennbaren Aktivitäten seitens Magdeburger Spielern, angebliche rassistische Äußerungen publik zu machen und Einschreitungen zu veranlassen. Wir stellen fest, dass diese Möglichkeit der direkten und konkreten Aufarbeitung etwaiger rassistischer Vorkommnisse nicht in Betracht gezogen wurde.

 

3. Offensichtlich direkt nach dem Spiel erhoben Magdeburger Spieler die nun veröffentlichten Vorwürfe ausschließlich gegenüber einer Boulevard-Zeitung. Wir stellen fest, dass in der anschließend stattgefundenen Pressekonferenz das Thema Rassismus weder von teilnehmenden Magdeburger Vereinsoffiziellen noch von Journalisten zur Sprache gekommen ist, obwohl die Bedeutung der Tragweite dieser Thematik wohl allen bewusst gewesen sein müsste.

 

In Anbetracht dieser Faktenlage entbehren die einseitig erhobenen und nicht belegten Vorwürfe Magdeburger Spieler jeder belastbaren Grundlage. Wir bitten die verantwortlichen Vereinsgremien des 1. FC Magdeburg, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, dass solche unbelegbaren Vorwürfe künftig nicht mehr stattfinden. Gerade Traditionsvereine wie der 1. FC Magdeburg und der 1. FC Saarbrücken haben eine gesellschaftliche Verantwortung, Rassismus entschieden zu bekämpfen anstatt ihn durch emotionsgeladene Äußerungen noch zu befördern. Wir bieten deshalb dem 1. FC Magdeburg gerne ein klärendes Gespräch an, um die im Raum stehenden Vorwürfe aus der Welt zu schaffen.