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Wilder Ritt endet mit 2:1-Sieg gegen 1860

Der 1. FC Saarbrücken hat nach dem Sieg in Unterhaching gleich den nächsten Dreier nachgelegt. Im Heimspiel gegen den TSV 1860 München besorgte Nicklas Shipnoski erst die Führung, unmittelbar nach einem gehaltenen Elfmeter von Daniel Batz legte Julian Günther-Schmidt nach. Sascha Mölders gelang zwar noch der Anschluss, doch die Punkte blieben beim FCS.

Cheftrainer Lukas Kwasniok baute das taktische Konstrukt um. Vor Keeper Daniel Batz formierte sich einer Dreierkette mit Anthony Barylla, Rückkehrer Steven Zellner und Jayson Breitenbach. In der Zentrale agierte Luca Kerber an der Seite von Fanol Perdedaj. Davor bildeten Nicklas Shipnoski, Tobias Jänicke, Julian Günther-Schmidt und Maurice Deville einen Viererblock und ganz vorne war Sebastian Jacob unterwegs.

Den ersten Abschluss verbuchten zwar die Gäste aus München, Neudecker beförderte den Ball nach Ablage von Mölders gut zwei Meter über den Kasten, aber die Blau-Schwarzen machten vom Anpfiff weg einen sehr griffigen Eindruck und meldeten sich mit einer Eckenserie auch in der Offensive frühzeitig an. Daraus resultierte zwar noch keine Chance, für die sorgte wenig später allerdings Salger. Er grätschte in die Kugel und beförderte diese unkontrolliert Richtung eigenes Tor. Keeper Hiller konnte jedoch per Fußabwehr klären.

Auf der Gegenseite zeigte Mölders seine ganze Klasse. Lex verlängerte den Ball, Mölders zog aus der Drehung ab, zielte aber etwas zu hoch. Deutlich knapper wurde es bei der nächsten Szene. Greilinger köpfte Richtung Tor, Batz war bereits geschlagen, doch Zellner kratzte die Kugel von der Linie.

Der FCS versteckte sich jedoch nicht gegen den Favoriten und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Zunächst war spätestens bei Hiller Endstation, das aber nur bis zur 32. Minute. Jänicke ließ Neudecker über rechts stehen und flankte auf den ersten Pfosten. Dort rauschte Shipnoski heran und es stand 1:0 für die Blau-Schwarzen.

Wenige Minuten vor dem Halbzeit galt es noch eine brenzlige Situation zu überstehen. Willsch bediente Lex im Sechzehner. Der hatte das Auge für Mölders. Mölders legte mit dem Rücken zum Tor für Tallig ab und dessen Abschluss strich nur hauchzart am Pfosten vorbei.

Raus aus der Kabine ging es mit reichlich Dampf auf dem Kessel. Insbesondere knackige Zweikämpfe beherrschten die ersten Minuten nach Wiederbeginn. Torraumszenen gab es aber auch. Ein Zuspiel von Jacob auf Shipnoski, der nur noch hätte einschieben müssen, wurde geblockt. Auf der Gegenseite setzte sich der eingewechselte Biankadi erst gut durch, jagte den Ball dann aber über den Kasten.

Nach exakt einer Stunde lag der Torschrei den Blau-Schwarzen schon auf der Lippe. Zellner wurde per Flachpass im Strafraum bediente und löffelte den Ball auf den Kopf von Jacob. Der schloss platziert aufs lange Eck ab, doch Hiller bekam noch die Finger an den Ball.

Keine 60 Sekunden später dann die Chance für 1860 auf den Ausgleich. Zellner lief Lex im Sechzehner in die Hacken. Steinhart legte sich den Ball zum fälligen Elfmeter bereit. Steinhart zielte aufs linke Eck. Batz tauchte ab und parierte.

Es sollte wenige Sekunden später noch besser kommen. Deville flankte nach innen. Jacob spitzelte den Ball vor Erdmann zu Günther-Schmidt. Aus kurzer Distanz ließ dieser sich die Chance nicht nehmen und stellte auf 2:0 (64.).

Aber die Münchner Löwen wollten sich damit natürlich noch nicht abfinden und kamen schnell zurück. Zellner versuchte zu klären. Der unkontrollierte Ball landete bei Perdedaj, der unglücklich für Mölders vorlegte. Aus halblinker Position netzte der Toptorjäger der 3. Liga in der 67. Minute zum 2:1 ein.

Kwasniok vollzog kurz später den ersten Wechsel. Sebastian Bösel kam für Perdedaj ins Spiel (71.). Später kamen auch noch Kianz Froese, Timm Golley, Minos Gouras (alle 78.) und Markus Mendler den Platz (87.).

Der wilde Ritt ging unmittelbar nach dem Anschlusstreffer weiter. Und erneut stand Mölders im Mittelpunkt. Erst versetzte er Zellner und verzog aus spitzem Winkel denkbar knapp. Auf der Gegenseite war Hiller um den Bruchteil einer Sekunde schneller als Jacob am Ball und verhinderte damit die Vorentscheidung. Und dann brachte Erdmann Günther-Schmidt per Trikotzupfer zu Fall. Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck wertete das Vergehen jedoch noch als strafstoßwürdig.

Es ging mit der knappen Führung in die Schlussphase und die Blau-Schwarzen hatten gleich zweimal die Chance, den Deckel drauf zu machen. Jacob scheiterte zunächst aus der Drehung an Hiller. Gleichermaßen erging es Golley, der den Ball nach Vorlage von Gouras nicht am Löwen-Keeper vorbei brachte.

Und es sollte noch die dicke Chance für die Münchner auf den Ausgleich geben. Die letzte Minute der Nachspielzeit lief bereits. Staude schloss aus elf Metern ab und der Ball klatschte vom Pfosten zum freistehenden Biankadi. Der wähnte den Torerfolg aus ganz kurzer Distanz sicher, aber Bösel warf sich rein und rettete auf der Linie.

Dann war Feierabend, aber noch nicht ganz. Nach Schlusspfiff musste Schiedsrichter Jöllenbeck noch eine Diskussionsrunde auflösen. Gouras und Mölders holten sich Gelb ab, Salger sah zum zweiten Mal den gelben Karton und wird 1860 München somit beim kommenden Auftritt fehlen.

Für den FCS geht es kommende Woche Samstag, 27. Februar, beim Mitaufsteiger Verl weiter. Es ist der Beginn zwei Englischer Wochen mit den Spielen gegen Duisburg (3. März), Uerdingen (6. März), Zwickau (10. März) und in Dresden (13. März).