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FCS trotzt Wiesbaden

Der 1. FC Saarbrücken hat den nächsten Punkt eingeheimst. In einer unterhaltsamen Partie trennten sich die Blau-Schwarzen 3:3 vom SV Wehen Wiesbaden.

Cheftrainer Lukas Kwasniok nahm einen Wechsel im Vergleich zur Partie in Köln vor. Boné Uaferro rückte für José Pierre Vunguidica in die Startelf und an die Seite von Steven Zellner in die Innenverteidigung. Anthony Barylla agierte dafür wieder als rechter Außenverteidiger. Fanol Perdedaj im zentralen Mittelfeld. Timm Golley rückte auf die Außenbahn und Nicklas Shipnoski über die linke Seite.

Los ging es mit einem Hallo-Wach-Moment. Wehens Keeper Boss schlug die Kugel lang nach vorne. Guthörl tauchte von Mario Müller bedrängt vor Daniel Batz auf. Der erwischte die Kugel noch leicht und Steven Zellner löschte die Aktion schließlich auf der Linie.

Insgesamt hatte der FCS mehr vom Spiel, Wiesbaden startete die Defensivarbeit auf Höhe der Mittellinie und wartete auf Umschaltmomente nach Ballgewinn. Da boten die Blau-Schwarzen aber vorerst nichts an.

Ganz im Gegenteil. Der FCS profitierte von einem Fehlpass der Hessen. Nach einem Ball aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung kam die Kugel zu Jacob. Der zog noch einmal nach rechts auf und chippte den Ball im Strafraum herrlich über Boss hinweg ins lange Eck. Das 1:0 in der 13. Minute.

Die Freude darüber währte aber nur kurz. Bereits drei Zeigerumdrehungen später fiel der Ausgleich. Wehen eroberte den Ball im Mittelfeld. Auf direktem Weg ging es in den Sechzehner. Die Blau-Schwarzen bekamen den Fuß nicht entscheidend an den Ball. Malone schon. Mit einem trockenen Abschluss vollendete er zum 1:1.

Mund abwischen, weiter geht's, dachte sich der FCS. Und wie. Golley spielte Doppelpass mit Perdedaj und flankte von der Grundlinie aus butterweich an den zweiten Pfosten. Shipnoski musste nur noch den Kopf hinhalten und die Blau-Schwarzen führten erneut (23.).

Aber gleiches Spiel wie nach dem ersten Treffer. Wiesbaden schlug umgehend zurück. Im Mittelfeld spielte es Wehen direkt und Malone war frei durch. Der Angreifer ließ Batz keine Abwehrchance und markierte das 2:2 (25.).

Der FCS behielt weiter die Spielkontrolle, hatte bis zum Pausenpfiff noch zwei kleinere Möglichkeiten, konnte daraus aber keinen Profit schlagen. Sowohl Tobias Jänicke als auch Zellner verzogen von außerhalb des Sechzehners.

Raus aus der Kabine ging es mit einer Chance für Wehen. Nach einem Standard blieb der Ball bei den Gästen. Chato flankte nach innen, Tietz konnte nicht kontrolliert abschließen und köpfte vorbei.

In der 54. Minute leistete sich Uaferro dann aber einen dicken Bock. Tietz brachte den Ball flach nach innen. Eigentlich war kein Wehener in Ballnähe, aber Uaferro grätschte die Kugel genau zu Malone, der diese perfekt im linken Eck platzierte (54.).

Der FCS schüttelte sich kurz und drängte fortan auf den Ausgleich. Nach Flanke von Golley fehlten Perdedaj nur wenige Zentimeter. Pech für ihn auch Sekunden später, als er nach Pass von Shipnoski den Keeper umkurvt hatte, der Winkel aber zu spitz war. Zudem zog Shipnoski nach Vorlage von Golley knapp links vorbei.

Nach 70 Minuten reagierte Kwasniok mit dem ersten Wechsel. Maurice Deville ersetzte Uaferro. Barylla war fortan in der Innenverteidigung unterwegs, Perdedaj als rechter Verteidiger, Golley in der Zentrale und Deville auf der Außenbahn.

Und jetzt war es soweit, Jacob markierte den verdienten Ausgleich. Perdedaj legte rechts für Jänicke ab. Der flankte in die Mitte. Jacob köpfte mit dem Rücken zum Tor stehend perfekt ins lange Eck (73.).

Etwas Glück hatten die Blau-Schwarzen zu Beginn der Schlussphase bei einer Rettungstat von Golley, der in brenzliger Situation an den Ball musste, aber den Pfosten vom eigenen Gehäuse traf.

Mehr passierte im eigenen Strafraum nicht mehr, aber auf der anderen Seite. Kwasniok hatte mit Markus Mendler und Jayson Breitenbach nochmal frischen Schwung gebracht.

Es lief bereits die Nachspielzeit, da hätte Deville beinahe noch den Siegtreffer erzielt. Zeitz schloss ab. Der Schuss wurde zur Vorlage für Deville, der die Kugel aber nicht kontrollieren konnte und rechts am Kasten vorbei schob.

Aber das war noch nicht die letzte Aktion. Kurz vor Abpfiff legte Deville perfekt in den Lauf von Mendler. Der visierte das kurze Eck an, doch Boss war zur Stelle.

Dann war Schluss und der FCS sicherte sich einen verdienten Punkt gegen clevere Wiesbadener. Weiter geht es für die Blau-Schwarzen bereits am Dienstag mit der Partie bei Türkgücü München.