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FCS krallt sich Dreier in der Nachspielzeit

Der 1. FC Saarbrücken hat sich in einem packenden Spiel beim MSV Duisburg drei Punkte gesichert. Die Blau-Schwarzen führten verdient mit 2:0, kassierten per Doppelschlag den Ausgleich und sicherten sich in der letzten Sekunde der Nachspielzeit doch noch den Sieg.

Cheftrainer Lukas Kwasniok nahm zwei Wechsel im Vergleich zur Partie gegen Uerdingen vor. Boné Uaferro kam neu ins Team und rückte an die Seite von Steven Zellner in die Innenverteidigung. Marin Sverko wurde auf die linke Defensivseite verschoben, Mario Müller eine Position davor. Zudem startete Kianz Froese im zentralen Mittelfeld.

Der FCS zeigte sich vom Anpfiff weg extrem lauffreudig und zweikampfstark. Durch frühes Pressing kamen die Duisburger nicht ins Spiel. Die Blau-Schwarzen waren richtig präsent und kamen durch Sebastian Jacob und Nicklas Shipnoski zu ersten Abschlüssen. Zudem ein Abschluss von Froese per Kopf.

In der 38. Minute war es soweit. Der FCS markierte die verdiente Führung. Anthony Barylla schlug eine Ecke von der rechten Seite nach innen. Froese verlängerte per Kopf an den zweiten Pfosten und dort schweißte Shipnoski die Kugel ins Netz.

Raus aus der Kabine ging es mit einer Möglichkeit für Sverko. Shipnoski hatte sich über rechts durchgesetzt. Sverko setzte zum Kopfball an, konnte den Ball aber nicht drücken und das Duisburger Gehäuse nicht in Gefahr bringen.

Der MSV verbuchte in der 57. Minute den ersten Abschluss. Nach einer Ecke kam Jansen in der Mitte mit dem Kopf ran. Daniel Batz packte sicher zu.

Ein ganz verrücktes Ding sorgte für das 2:0. Müller flankte einen Freistoß von der linken Seite nach innen. Sverko lief am zweiten Pfosten ein, warf sich in den Ball und erwischte den mit der Brust. Die Kugel klatschte an den Pfosten, von dort an den Kopf von Sverko und dann ins Netz (65.).

Kurz später der erste Wechsel. Froese, der ein hohes Pensum abgespult hatte, machte Platz für Fanol Perdedaj (68.). In der 71. Minute ersetzte Jayson Breitenbach den mit Gelb vorbelasteten Uaferro. Sverko rückte nach innen, Breitenbach auf die Außenbahn.

Kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde musste Batz wieder eingreifen. Stoppelkamp trat eine Ecke gefährlich vor den Kasten. Vermeij köpfte, Batz parierte. Auf der Gegenseite versuchte es Jänicke aus spitzem Winkel, ebenfalls ohne Erfolg.

In der 76. Minute musste dennoch der Anschlusstreffer geschluckt werden. Einmal gingen die Blau-Schwarzen nicht mit letzter Konsequenz dazwischen. Ademi konnte Budimbu bedienen und es stand nur noch 1:2. Und prombt der Ausgleich. Sverko klärte im Sechzehner, traf aber Breitenbach am Kopf. Der Ball landete auf dem Fuß von Vermeij, der humorlos ins lange Ecke abschloss. Das 2:2 in der 78. Minute.

Müller hatte die Chance, unmittelbar wieder die Führung zu erzielen. Barylla flankte nach innen. Müller stand zentral vollkommen frei, brachte den Ball aber nicht im Tor unter.

Es ging Schlag auf Schlag weiter. Erst ersetzte Maurice Deville Müller. Kurz später dann eine Rote Karte für Duisburg. Nach Seitenwechsel sprintete Jänicke an Sicker vorbei. Der blickte nur Richtung Ball, fuhr das Bein aus und traf Jänicke hart aber unglücklich. Dennoch musste der Duisburger runter.

Dann kam die letzte Sekunde. Shipnoski köpfte die Kugel aufs Tor. Keeper Weinkauf konnte nur in die Mitte klären. Dort stand Jänicke goldrichtig und markierte das 3:2 für den FCS.

Ein unglaubliches Finish und eine ganz starke Moral bescherten den verdienten Sieg, der trotz des zwischzeitlichen Ausgleichs verdient war.