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Pokalwunder endet im Halbfinale

Es wurde Geschichte geschrieben. Als erster Viertligist überhaupt erreichte der 1. FC Saarbrücken das Halbfinale im DFB-Pokal. Jahn Regensburg, 1. FC Köln, Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf lauteten die Stationen auf dem Weg dorthin. Dieses moderne Fußballmärchen fand heute im Duell mit Bayer Leverkusen sein Schlusskapitel. Was überwiegt, ist der unglaubliche Stolz auf das Erreichte.

Im Kasten stand selbstverständlich Daniel Batz, der sich im Viertelfinale mit fünf gehaltenen Elfmeter unsterblich gemacht hatte. Vor ihm bildeten Tobias Jänicke, Christopher Schorch, Manuel Zeitz, Boné Uaferro und Anthony Barylla eine Fünferkette. Im Mittelfeld die nächste Kette. Mario Müller, Sebastian Jacob, Steven Zellner und Fanol Perdedaj sollten dicht machen. Vorne hatte Timm Golley den Auftrag zu stören.

Wenig überraschend hatte Leverkusen vom Anpfiff weg den Ball und versuchte Druck aufzubauen. Zunächst konnte der FCS noch alles wegverteidigen. Die beste Chance in den ersten Minuten hatte Aranguiz. Sein Schuss wurde zur Ecke geblockt.

In der elften Minute aber dann keine Abwehrchance. Bayer mit einem ganz feinen Angriff. Am Ende des Spielzuges stand ein Chip in den Strafraum. Diaby war schneller als die FCS-Defensive und netzte zum 0:1 ein.

Kurz später die nächste dicke Chance. Batz machte sich breit und parierte stark. Aber in der 19. Minute zappelte der Ball erneut im Netz. Zeitz und Batz gingen bei einer Flanke beide zum Ball. Der spritzte zu Alario. Aus spitzem Winkel markierte er das 0:2.

Die Blau-Schwarzen hatten selbst zwei, drei Offensivaktionen, kamen aber nicht in Schussposition. Zellner versuchte es Mitte des ersten Durchgangs dann einfach mal aus der Distanz. Hradecky packte sicher zu.

Das machte kurz vor der Pause auch Batz erneut. Erst zielte Paulinho am Kasten vorbei. Bei der nächsten Szene fand er in Batz seinen Meister. Dann war Halbzeit.

Zu Wiederbeginn wechselte Kwasniok erstmals. Kianz Froese ersetzte Jänicke. Froese agierte rechts im Mittelfeld, Perdedaj, bereits im ersten Durchgang nach hinten gerückt, behielt den defensiveren Part inne.

Und die Blau-Schwarzen kamen mit Mut und weiterhin viel Engagement aus der Kabine. Über die rechte Seite ging es nach vorne. Perdedajs Flanke segelte halbhoch in den Strafraum. Jacob bugsierte den Ball mit dem Bauch Richtung Tor. Hradecky war zur Stelle. Zudem ein Abschluss von Barylla aus 18 Metern, der in der Abwehr hängen blieb.

Eigentlich waren die Blau-Schwarzen gut drin und doch fiel die Entscheidung in der 58. Minute. Im Verbund wurde zunächst gut gegen Diaby geklärt. Der Ball blieb aber im Sechzehner und landete bei Bellarabi, der humorlos zum 0:3 einschoss.

Trotzdem suchte der FCS weiter seine Chance. Und beinahe hätte es auch bei Hradecky eingeschlagen. Perdedaj flankte erneut von der rechten Seite. Golley warf sich rein, erwischte die Kugel aber nicht richtig.

Dann war Wechselzeit. Markus Mendler und Jayson Breitenbach ersetzten in der 68. Minute Müller und Perdedaj. Später kamen noch Fabian Eisele für Jacob (78.) und Rasim Bulic für Schorch (87.) zum Einsatz.

Batz durfte sich nochmals gegen Paulinho auszeichnen. Kurz vor Abpfiff hatte Mendler dann noch ein Tor auf dem Fuß. Es blieb letztendlich beim 0:3 und einer starken Leistung unserer Jungs zum Saisonabschluss.

Und auch wenn es am Ende nicht mit der Reise nach Berlin funktioniert hat, bleibt uns nur Danke zu sagen. Danke, Team! Danke, Fans! Danke an alle, die diese erfolgreiche Saison mitgestaltet haben!