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FCS schafft die Sensation

Der 1. FC Saarbrücken hat sich in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten 1. FC Köln mehr als positiv verkauft. Dabei überraschten die Blau-Schwarzen sicherlich nicht nur Köln, dass sie dem FC im gesamten Spielverlauf, trotz drei Ligen Unterschied, stark Paroli boten und daher letztendlich verdient mit 3:2 siegten.

Cheftrainer Dirk Lottner beorderte zwei frische Kräfte in die Startelf. José-Pierre Vunguidica durfte im 3-5-2 auf der linken Seite ran, zudem war auch Fanol Perdedaj im Zentrum wieder mit von der Partie. Mario Müller und Fabian Eisele nahmen vorerst auf der Bank Platz.

Der FCS agierte vom Anpfiff weg mutig und bot dem Bundesligisten die Stirn. Chancen gab es auf beiden Seiten wenige. Kianz Froese hatte Pech, als Keeper Timo Horn seinen Abschluss an den Pfosten lenkte. Gillian Jurcher verbuchte ebenfalls zwei Möglichkeiten, das Visier war aber noch nicht richtig justiert. Auf der Gegenseite reagierte Daniel Batz zweimal gut gegen Cordoba und Drexler.

Raus aus der Pause ging es mit einer richtig dicken Chance. Vunguidica zog aus der Distanz ab. Horn war zur Stelle und klärte zur Seite. Jurcher schnappte sich den zweiten Ball und bediente Jacob im Zentrum. Der Goalgetter verzog.

In der 53. Minute zappelte das Netz aber dann. Perdedaj flankte einen Freistoß in den Strafraum. Christopher Schorch bewies das beste Timing, stieg hoch und köpfte zum 1:0 ein.

Und es kam noch besser. Froese schickte Jurcher mit einem Steilpass von der Mittellinie in die Kölner Hälfte. Jurcher war schneller als Meré, umkurvte Horn und besorgte das 2:0 (57.). Spätestens jetzt lag die große Sensation in der Luft.

Doch Köln zeigte in der 71. Minute, was sie mit etwas Platz anfangen können. Katterbach setzte sich links im Strafraum durch und bediente Hector am Elfmeterpunkt. Der visierte das rechte Eck an und es stand nur noch 2:1.

Kurz später die ersten Wechsel. Jurcher und Perdedaj hatten Feierabend. Mario Müller und Fabian Eisele kamen ins Spiel.

Köln drängte jetzt natürlich und wollte mit aller Macht den Ausgleich. Etwas Glück hatten die Blau-Schwarzen, als Cordoba einen Kopfball neben den Pfosten setzte. In der 84. Minute war es aber soweit. Cordoba passte in die Gasse zu Terodde und der netzte zum 2:2 (84.).

Und dann kam die 90. Minute. Wie in der ersten Runde sicherte sich der FCS ganz spät den Sieg. Froese hatte am Strafraum das Auge für Jänicke. Der zog ab und der Ball schlug im Netz ein. Das 3:2.

Lottner zog direkt im Anschluss die letzte Wechseloption und brachte Nino Miotke für Jacob, um hinten dicht zu machen. Das gelang und nach etwas mehr als vier Minuten Nachspielzeit war nur noch Jubel angesagt.