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FCS kämpft sich in Unterzahl zum Heimsieg

Der 1. FC Saarbrücken sicherte sich in einem packenden Spiel gegen den SSV Ulm vor 2.811 Zuschauern drei Punkte. Trotz halbstündigen Unterzahl blieben die Punkte durch einen 2:1-Erfolg beim FCS.

Cheftrainer Dirk Lottner veränderte seine Startelf im Vergleich zum Auftritt in Gießen auf drei Positionen. Fanol Perdedaj kehrte nach Verletzungspause zurück, Fabian Eisele und Tobias Jänicke durften ebenfalls wieder von Beginn an ran.

Zwischen den Pfosten stand Daniel Batz. Davor bildeten Boné Uaferro, Steven Zellner und Anthony Barylla die Dreierkette. Auf den Außen waren erneut Mario Müller und Jänicke im Einsatz. Perdedaj rückte im Zentrum an die Seite von Manuel Zeitz. Das Offensivtrio bestand aus Gillian Jurcher, Sebastian Jacob und Eisele.

Der FCS startete mit viel Ballbesitz gegen eine dicht gestaffelte Ulmer Mannschaft. Spätestens kurz vor dem Sechzehner war Endstation. Was dazu führte, dass die Gäste den ersten Abschluss verbuchten. Nico Gutjahr zog aus gut 30 Metern ab, Batz hatte freie Sicht und keine Probleme.

Die Blau-Schwarzen waren jedoch gut drin in der Partie und schoben immer wieder von neuem an. Dann gab es auch die erste Strafraum Szene, doch Eisele konnte noch geblockt werden.

Das gelang den Ulmern kurz später nicht mehr. Eisele legte von halbrechts raus zu Jänicke, der über die Außenbahn gestartet war. Dessen Flanke fand Jurcher am zweiten Pfosten, der die Kugel gekonnt ins lange Eck legte. Das Führungstor nach 13 Minuten.

Auch die nächsten Szenen gehörten dem Lottner-Team. Müller flankte nach innen, Eisele wuchtete sich rein, den Ball aber auch am Kasten vorbei. Dann wurde Jurcher geschickt, auf dem Weg zum Tor setzte er sich stark gegen Johannes Reichert durch, der jedoch zupackte und Jurcher durch klares Trikothalten am Abschluss hinderte. Geahndet wurde dies jedoch nicht.

Quasi im Gegenzug das erste dicke Ding für Ulm. Es ging schnell und direkt. Burak Coban legte für Angelo Rinaldi ab. Der schlenzte aufs lange Eck und die Kugel klatschte ans Lattenkreuz.

Präzieser machte es der FCS. Perdedaj schickte eine Ecke in den Strafraum. Uaferro stieg hoch und die Kugel tropfte zu Barylla. Der lässt sich nicht zweimal Bitten und netzte zum 2:0-Pausenstand ein (35.).

Rein in den zweiten Spielabschnitt ging es ohne Wechsel aber etwas schlafmützig. Nach einem Einwurf stand Vinko Sapina plötzlich blank im Sechzehner, zielte jedoch vorbei.

In der nächsten Szene war es aber passiert. Zeitz spielte den Ball im Mittelfeld genau in die Füße von Sapina. Der schaltete schnell und setzte Albano Gashi ein. Frei vor Batz ließ dieser dem FCS-Keeper keine Chance und es stand nur noch 2:1 (50.).

Und es spielte weiter Ulm. Florian Krebs hatte eine Chance per Kopf. Nur kurz danach war Haris Hyseni plötzlich durch. Zellner konnte in höchster Not klären.

Dann endlich wieder der FCS. Barylla spielte flach vor den Strafraum. Eisele ließ durch für Jacob, Keeper Christian Ortag parierte. Auch den Kopfball von Jacob nach der folgenden Ecke war sichere Beute für ihn.

In der 66. Minute brachte Lottner dann frischen Wind. Markus Mendler wurde für Eisele eingewechselt. Kurz später ein Foul im Mittelfeld. Perdedaj hatte seinen Gegenspieler getroffen. Ein Pfiff, keine Aufregung, doch Schiedsrichter Timo Wlodarczak zückte plötzlich Rot. Aufschluss wird wohl erst der Schiedsrichterbericht bringen.

Lottner stärkte das Zentrum in der 75. Minute mit Kianz Froese wieder. Jacob machte Platz und mit Mendler und Jurcher sollten im Angriff durch schnelles Umschalten Situationen kreiert werden.

Mendler hätte auch fast für das beruhigende dritte Tor gesorgt, allerdings durch einen Standard. Zuvor wurde er an der Strafraumgrenze gelegt. Der Ball tropfte strich jedoch hauchdünn am Tor vorbei.

In der 83. Minute vollzog Lottner den letzten Wechsel. Rasim Bulic kam für Jurcher. Die Blau-Schwarzen warfen sich in jeden Ball, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Und das gelang. In der Nachspielzeit aber noch zwei Chancen für Ulm. Adrian Morina köpfte an die Latte und zielte kurz vor Abpfiff vorbei. Dann Jubel nach einer kämpferisch starken Leistung.

Weiter geht es bereits am Mittwoch, 2. Oktober. Die Blau-Schwarzen gastieren an diesem Abend zur vierten Runde des Saarlandpokals bei Rot-Weiß Hasborn. In der Liga folgt danach das Gastspiel beim SC Freiburg II am 5. Oktober.