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Sensation geglückt

Der 1. FC Saarbrücken hat sich vor 5.021 Zuschauern nach einem packenden Pokalkampf das Ticket für die zweite Runde im DFB-Pokal gesichert. Der Zweitligist Jahn Regensburg wurde mit 3:2 besiegt.

Cheftrainer Dirk Lottner nahm drei Wechsel in seiner Startelf vor. Christopher Schorch feierte sein Saisondebüt und Gillian Jurcher sowie Kianz Froese durften erstmals von Beginn an ran. Schorch sortierte sich in der Dreierkette vor Keeper Daniel Batz neben Steven Zellner und Boné Uaferro ein. Im zentralen Mittelfeld waren Manuel Zeitz, Fanol Perdedaj und Froese gefordert. Auf den Außen waren Mario Müller und Tobias Jänicke unterwegs. Vorne sollten Markus Mendler und Jurcher Betrieb machen.

Die Partie ging munter los. Jänicke verbuchte den ersten Abschluss, der wurde zur Ecke geblockt. Auf der Gegenseite zappelt zwar kurz später das Netz. Der Treffer durch Markus Palionis fand jedoch keine Anerkennung.

Sebastian Stolze versuchte es mit einem Schlenzer, zielte allerdings am Kasten vorbei. Im Gegenzug setzte sich Jurcher stark durch und legte mit Auge zu Mendler ab. Der Schuss wurde geblockt, aber es war ein weiteres Zeichen, dass die Blau-Schwarzen alles für die Sensation in die Waagschale werfen wollten.

Mendler hatte nach 24 Minuten auch die nächste Chance. Perdedaj behauptete sich stark im Mittelfeld und steckte zu Mendler durch. Aus spitzem Winkel legte dieser den Ball am Kasten vorbei. In der 31. Minute verpasste Uaferro einen Mendler Freistoß knapp. Die folgende Ecke legte Dominic Volkmer fast ins eigene Netz.

Dann eine Druckphase des Zweitligisten. Über Minuten setzte sich der Jahn am Strafraum der Blau-Schwarzen fest. Plötzlich segelte der Ball an Batz vorbei. Doch Uaferro war zur Stelle und klärte mit Hilfe des Querbalkens.

Es sollte der letzte richtige Aufreger des ersten Durchgang bleiben. Abgesehen von zahlreichen bissig geführten Zweikämpfen. Der FCS präsentierte sich absolut auf Augenhöhe und schickte Regensburg mit nachdenklichen Gesichtern in die Kabine.

Lottner schickte sein Team verständlicherweise in unveränderter Formation zurück auf den Platz. Auch bei den Gästen gab es zunächst keine personellen Änderungen. Und der FCS war direkt wieder gut drin. Jurcher stipitzte einen Ball und schloss aus 16 Metern ab, traf die Kugel aber nicht voll.

Und die Blau-Schwarzen belohnten sich. Jurcher wurde in der 53. Minute steil geschickt, umkurvte Alexander Meyer im Kasten des SSV und fand sich in ganz spitzem Winkel wieder. Er versuchte es dennoch und legte den Ball mit ganz viel Gefühl ins lange Ecke. Eine nicht unverdiente Führung.

Auch der nächste Abschluss gehörte in diesem packenden Pokalfight dem FCS. Jurcher wurde von Froese bedient, zog am Sechzehner nach innen, brachte jedoch nicht genug Dampf hinter den Ball.

In der 63. Minute tanken sich dann auch die Gäste wieder in den Strafraum durch. Zellner wurde getunnelt, blieb stehen, der Gegenspieler lief auf ihn auf. Schiedsrichter Sven Waschitzki entschied auf Strafstoß. Max Besuschkow verwandelte sicher zum 1:1.

Im Anschluss zwei knifflige Szenen auf der Gegenseite. Beide Male kam Jurcher im Strafraum zu Fall. Beide Male wurde kein Foul am Angreifer erkannt.

Die Blau-Schwarzen zeigten sich nicht geschockt vom Ausgleich, doch die Gäste nutzten gleich die nächste Möglichkeit. Nach einer Flanke von der rechten Seite netzte Marco Grüttner aus abseitsverdächtiger Position ein (75.).

Direkt im Anschluss wechselte Lottner. Timm Golley ersetzte Mendler und nur Sekunden später agierte Regensburg in Unterzahl. Besuschkow handelte sich Gelb-Rot ein. Und es wurde noch besser. Der fällige Freistoß segelte in der Strafraum. Zeitz bekam den zweiten Ball und jagte ihn zum 2:2 in die Maschen (77.).

In der 84. Minute musste Lottner ein zweites Mal wechseln. Perdedaj musste verletzungsbedingt vom Platz. Mergim Fejzullahu war fortan mit von der Partie und führte sich direkt mit einer Chance ein.

In der 88. Minute wurde es dann wieder vorm Tor der Blau-Schwarzen brandgefährlich. Sebastian Stolze hatte freie Schussbahn. Batz parierte ganz stark.

In der Nachspielzeit brachen dann alle Dämme. Während Regensburg wechselte, um wohl Zeit von der Uhr zu nehmen, suchte der FCS die Entscheidung im Dauerregen. Der Ball kam zu Jurcher, der tunnelte den Keeper und brachte den FCS mit dem 3:2 in die zweite Hauptrunde!

Regensburg war jetzt total frustriert und holte sich einen zweiten Platzverweis ab. Bei den Blau-Schwarzen durfte sich Matchwinner Jurcher noch den verdienten Applaus abholen, José-Pierre Vunguidica kam für ihn ins Spiel. Dann war Schluss und der FCS kam verdient eine Runde weiter.

Weiter geht's bereits am Mittwoch, 14. August. Dann gastiert der FSV Frankfurt im Hermann-Neuberger-Stadion. Der Anpfiff erfolgt um 18 Uhr.