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Saarlandpokalsieger!

Der 1. FC Saarbrücken ist Saarlandpokalsieger der Saison 2018/19. Vor 6.200 Zuschauern siegte der FCS mit 2:1 in der Ursapharm-Arena gegen die SV Elversberg und reckte die Trophäe zum elften Mal in die Höhe.

Um 16.15 Uhr war es angerichtet und es ging pünktlich los. Cheftrainer Dirk Lottner vertraute zwischen den Pfosten auf Ricco Cymer. Davor bildeten Steven Zellner, Marco Kehl-Gomez und Nino Miotke eine Dreierkette. Auf den Außenbahnen waren Mario Müller und Tobias Jänicke unterwegs. Die zentrale Mittelfeldachse bestand aus Manuel Zeitz, Fanol Perdedaj und Marco Holz. Vorne stürmten Fabian Eisele und Sebastian Jacob.

Beide Teams suchten direkt den Weg nach vorne, auch wenn es bis zur 10. Minute dauerte, ehe die erste echte Chance entstand. Die saß dann aber prompt. Kehl-Gomez brachte eine Ecke von der linken Seite nach Innen. Mohr verlängerte unfreiwillig am ersten Pfosten, Zeitz stand bereit und köpfte ein (10.).

Und beinahe hätte ganz früh ein beruhigender Zwei-Tore-Vorsprung zu Buche gestanden. Eisele machte den Ball im Mittelfeld gut fest und legte ab zu Zeitz. Der passte steil auf Jacob. Im Sechzehner wollte der Angreifer Egelseder aussteigen lassen, schaffte das auch, rutschte aber selbst weg. Chance vertan.

Das rächte sich unverzüglich. Zeitz klärte vor dem Strafraum gut gegen Winter. Von Müllers Hacke prallte der Ball jedoch zurück zum Elversberger, der von Müller durch ein Foul gestoppt wurde. Suero nahm sich der Sache aus 18 Metern an und zielte aufs Torwarteck. Cymer spekulierte wohl mit einem Heber über die Mauer und konnte daher den Einschlag nicht verhindern (14.).

In der Folge blieben Torraumszenen vorerst Mangelware, aber dennoch hätte die Partie Unterhaltungswert. In den Zweikämpfen ging es intensiv zur Sache. Der FCS erarbeitete sich auch wieder ein Übergewicht, was sich gegen Ende des ersten Durchgangs auszahlen sollte.

Schnell wurde es dann in der 37. Minute. Jacob war schneller als die Abwehrreihe der SVE. Eisele stand in der Mitte bereit. Das Zuspiel geriet nicht optimal, dennoch konnte Eisele den Ball kontrollieren und bediente den nachgerückten Perdedaj. Auch dieser Pass ging etwas zu sehr in den Rücken und war daher nicht zu verwerten.

In der 40. Minute lief die Passmaschinerie dann aber. Zellner eroberte an der Mittellinie gegen Koffi und marschierte Richtung Strafraum. Im richtigen Moment legte er zu Eisele ab, der Jacob per Querpass einsetzte. Letzterer musste nur noch einschieben. Das 2:1, gleichzeitig der Pausenstand.

Raus aus der Kabine ging es ohne Wechsel. Der FCS sortierte sich erstmal etwas weiter hinten ein und versuchte Elversberg zu locken, ohne jedoch etwas anbrennen zu lassen.

Pech hatten die Blau-Schwarzen bei einer knappen Abseitsstellung von Eisele. Perdedaj verbuchte zudem einen Abschluss aus 16 Metern. Auf der Gegenseite rettete Zeitz gegen Suero. Mehr passierte vorerst nicht, bis es Mitte des zweiten Durchgangs zu kuriosen Entscheidungen kam.

In der 65. Minute schoss Koffi Kehl-Gomez aus ganz kurzer Distanz an die Hand. Bei Kehl-Gomez war keinerlei Bewegungen zum Ball erkennbar, auch keine unnatürliche Haltung. Dennoch Gelb-Rot. Eine krasse Entscheidung und ein klarer Vorteil für Elversberg durch die Entscheidung von Schiedsrichter Timo Klein. Alexandre Mendy kam für Eisele in die Partie.

Kurios, zwei Minuten später wollte sich Koffi per Handspiel einen aktiven Vorteil in der Offensive zu verschaffen. Bei dieser Aktion ließ Klein die Gelbe Karte stecken, was den Platzverweis noch unvorstellbarer erscheinen ließ.

Und weiter prägten Zweikämpfe das Geschehen. Egelseder checkte Jacob heftig im Luftduell mit dem Ellenbogen. Für Jacob war das Spiel beendet, Egelseder sah zumindest Gelb. Anstelle von Jacob war fortan Markus Mendler mit dabei. Vier Minuten später ersetzte zudem Sascha Wenninger den gelbvorbelasteten Jänicke.

Der FCS spielte es ganz souverän runter, auch in Unterzahl würde der SVE keine Chance gewährt, mit Ausnahme eines Kopfballs von Grech in der letzten Minute. In der Nachspielzeit holte sich Egelseder dann noch seinen verdienten Platzverweis ab und nach 94. Minuten konnten die Blau-schwarzen verdient den Pokalsieg feiern.