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FCS ringt Homburg nieder und steht im Viertelfinale

Der 1. FC Saarbrücken hat sich in einem packenden Pokalspiel den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Vor 3.356 Zuschauern fiel die Entscheidung gegen den FC Homburg erst in der Verlängerung. Der FCS siegte verdient mit 2:1 nach einer starken Mannschaftsleistung.

Cheftrainer Dirk Lottner war gezwungen die Startelf umzustellen. Manuel Zeitz stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, für ihn rückte Oliver Oschkenat rein. Dies war aber nicht der einzige Wechsel.

Wie gewohnt im Pokal, durfte Ricco Cymer zwischen den Pfosten ran. Davor bildeten Oschkenat, Marco Kehl-Gomez und Benjamin Kessel eine Dreierkette. Steven Zellner agierte im Zentrum an der Seite von Marco Holz. Auf den Außen waren José Pierre Vunguidica und Tobias Jänicke unterwegs. In der Offensive sollten Markus Mendler, Gillian Jurcher und Sebastian Jacob wirbeln.

Beide Teams starteten mit hohem Engagement, wie man es in einem solchen Pokalduell erwartet. Torraumszenen gab es in den ersten Minuten nicht, dafür eine erste gelbe Karte. Zellner bekam nach einem eher leichteren Foul doch überraschend den Karton entgegen gestreckt.

Auch den ersten Abschluss verbuchten die Blau-Schwarzen. Vunguidica zog von der Außenbahn nach innen und knapp außerhalb des Strafraums ab, bekam aber nicht entscheidend Druck hinter den Ball.

In der Folge zwei Szenen der Homburger. Einmal flog die Flanke von links, später von rechts in den Sechzehner. Am langen Pfosten kamen die Gäste aber jeweils zwei Schritte zu spät, so dass Cymer nicht eingreifen musste.

In der 31. Minute dann aber die Führung für den FCS. Ein Freistoß von Mendler wurde zur Ecke geklärt. Wieder machte Mendler den ruhenden Ball gefährlich. Homburg konnte nicht entscheidend klären, das nutzte Jacob. Aus fünf, sechs Metern jagte er die Kugel humorlos ins Netz.

Und Holz hatte wenig später das 2:0 auf dem Fuß. Jänicke eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und marschierte bis zum zum Strafraum. Dort hatte er das Auge für Holz und erwischte den richtigen Moment für das Abspiel. Holz nahm an, schloss auf den kurzen Pfosten ab, aber FCH-Schlussmann David Salfeld war rechtzeitig unten und klärte zur Ecke.

Homburg hatte noch eine Möglichkeit durch einen Freistoß von Alexander Hahn, der über den Kasten segelte. Die Blau-Schwarzen hatten bei zwei Umschaltsituation Pech, die aufgrund knapper Abseitsstellungen zurück gepfiffen wurden. Deshalb ging es mit der 1:0-Führung in die Kabinen.

Ohne personelle Änderungen ging es in den zweiten Durchgang und mit dem nächsten Hochkaräter. Nach einem Freistoß landete der zweite Ball beim FCS und die Hereingabe bei Kessel. Der stand frei vor Salfeld, schloss im Fallen ab und Salfeld riss die Arme rechzeitig hoch.

Nach der folgenden Ecke zappelte das Netz dann zwar, aber der Treffer zählte nicht. Kehl-Gomez flankte den zweiten Ball in die Mitte, Kessel traf per Kopf, das Schiedsrichtergespann sah ihn allerdings im Abseits.

Die Blau-Schwarzen machten weiter Druck. Mendler hatte zwei Abschlüsse. Doch plötzlich traf Homburg. Thomas Steinherr flankte, Christopher Theisen köpfte, Cymer war ohne Chance und es stand 1:1 (53.).

Die passende Antwort lag in der 56. Minute auf dem linken Fuß von Mendler. Vunguidica initiierte nach Balleroberung mit viel Dynamik und bediente Mendler. Der narrte die Homburger Defensive, zielte aber knapp links vorbei.

Das nächste dicke Ding in der 60. Minute. Ecke durch Mendler, Salfeld klärte gegen Jacob, auf den Fuß von Kessel, dessen Abschluss wird von der Linie gekratzt, genau zu Jacob, der die Latte trifft.

In der 73. Minute schickte Lottner dann seinen ersten Joker aufs Feld. Marcel Carl ersetzte Mendler und ordnete sich vorne ein.

Nach einem Standard die nächste Chance, erneut eine richtig Gute. Kehl-Gomez führte einen Freistoß schnell aus. Homburg war unsortiert. Vunguidica hatte am zweiten Pfosten Platz, nahm mit der Brust an und zog ab. Salfeld war noch mit den Fingersptzen dran.

Die erneute Führung war mehr als überfällig. Die nächste Möglichkeit bot sich Jacob. Jurcher machte Dampf und bediente Jacob. Der nahm aus 12 Metern halbrechter Position Maß, aber die Kugel flog am Pfosten vorbei. Wenig später war die reguläre Spielzeit beendet und es ging in die Verlängerung.

Kaum angepfiffen war Carl per Kopf zur Stelle. Jänicke hatte sich durchgetankt und flankte in die Mitte. Carl erwischte den Ball nicht perfekt, wodurch Salfeld nicht eingreifen musste.

In der 98. Minute klingelte es dann endlich. Holz flankte butterweich auf den Kopf von Vunguidica. Salfeld parierte ganz stark, aber Carl stand goldrichtig und hielt den Fuß gedankenschnell hin. Das längst überfällige 2:1 für den FCS.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts der Verlängerung nahm Lottner den zweiten Wechsel vor. Fanol Perdedaj feierte sein Comeback. Jurcher machte Platz.

In der 111. und 112. Doppelchance für Carl. Im Zusammenspiel mit Jänicke wurde ihm zunächst im letzten Moment der Ball vom Fuß gespitzelt. Danach ganz feiner Pass von Vunguidica. Carl konnte sich Salfeld ausgucken, doch der Keeper blieb Sieger.

Die ausgelassenen Chancen rächten sich fast in der 115. Minute. Patrick Lienhard kam frei zum Kopfball und zielte Richtung Winkel. Cymer flog durch die Luft und schnappte sich die Kugel.

Zwei Minuten vor Schluss der letzte Wechsel bei den Blau-Schwarzen. Alexandre Mendy ersetzte Jänicke. Der half mit das Ergebnis über die Zeit zu bringen und mit Schlusspfiff stand der verdiente Einzug ins Viertelfinale fest.

Weiter geht's am kommenden Samstag in der Regionalliga Südwest mit dem Rückrundenauftakt beim FSV Frankfurt. Danach folgt das vorletzte Heimspiel des Jahres am 1. Dezember gegen den SC Freiburg II.