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FCS-Frauen gelingt doppelte Wiedergutmachung

Am 22. Spieltag hatten die FCS-Frauen den SV Weinberg zu Gast am Kieselhumes. Aus zwei Gründen hatte man sich viel vor genommen. Aufgrund der ersten Saisonniederlage im Hinspiel und der hohen Niederlage in München eine Woche zuvor war die Mannschaft besonders motiviert.

Trainer Taifour Diane bot dabei Shootingstar Milena Fischer in der Innenverteidigung auf und Chiara Klein spielte erstmals wieder 90 Minuten durch. Zudem erhielt Patricia Chladekova heute ihre Chance zwischen den Pfosten und Kristin Hauck war wieder links hinten zurück. Ansonsten begann die gleiche Startformation wie zuletzt.  

Zu Beginn tasteten sich beide etwas ab. Die erste nennenswerte Gelegenheit hatte Klein nach einer Viertelstunde nach tollem Zuspiel von Matuschewski. Trotz guter Annahme auf holprigem Rasen verzog sie jedoch links im Sechzehner. Danach passierte zehn Minuten lang wenig, bis Ripperger einen Geistesblitz hatte und Loos klasse am Sechzehner freispielte. Die schnelle Angreiferin schob lässig zur Führung ein.

Nur drei Minuten dauerte es dann, als beide Spielerinnen die Rollen tauschten. Diesmal steckte Loos schön auf Ripperger in den Strafraum durch und die Kapitänin erhöhte sicher zum 2:0. Gute zehn Minuten vor der Pause wurde plötzlich Matuschewski lang geschickt, ehe sie vor der Box zu Fall gebracht wurde. Ob noch eine weitere Gästespielerin hätte eingreifen können, ist fraglich. Weinbergs Verteidigerin war mit Gelb allemal gut bedient.

In der 39. Minute waren die Mittelfränkinnen erstmals in der Offensive aktiv. Riess konnte mit einem Schlenzer von rechts ins lange Eck auf 2:1 verkürzen, der Treffer fiel aus dem Nichts. Die blau-schwarze Pausenführung ging mehr als in Ordnung.  

Nach dem Seitenwechsel ein unverändertes Bild. Saarbrücken zeigte klar, wer die Heimmannschaft ist und die Punkte unbedingt einfahren möchte. In der 52. Minute war es wieder soweit. Loos erhielt auf Höhe der Mittellinie das Leder, zog den Speed an und ließ bis rechts vor dem Tor alles stehen, was ihr in den Weg kam. Den Querpass musste Ripperger nur noch über die Linie drücken.

Nach gut einer Stunde musste die Allzweckwaffe dann angeschlagen runter. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte die eingewechselte Ofiara die Entscheidung auf dem Fuß. Sehenswert von Matuschewski in Szene gesetzt, schoss sie aber unbedrängt die Torhüterin an. Keine Ursache, denn von nun an schlug die Stunde von Julia Matuschewski. Die Angreiferin und Führende der Torschützenliste in der 2. Bundesliga war besonders in Torlaune und schoss sich den ganzen Frust der Vorwochen von der Seele. Innerhalb von zwölf Minuten schnürte sie inklusive stark geschossenem Elfmeter einen Viererpack. Zwischendurch trafen in einer furiosen Schlussphase auch noch einmal die Gäste plus einem Lattentreffer.

Im Anschluss durften die Saarländerinnen verdient feiern. Das war heute die richtige Reaktion auf dem Platz. Respekt geht auch in die Defensive, die heute wenig bis gar nichts zuließ. Madita Schmitt, Kapitänin der 1. FC Saarbrücken Juniorinnen B1, feierte in der 84. Minute ihr Debüt in der ersten Mannschaft. Im Endeffekt steht ein absolut gelungener Nachmittag zu Buche.

Nächste Woche geht es am Sonntag um 11:00 Uhr in Wolfsburg weiter.