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FCS-Frauen gewinnen richtungsweisendes Spiel

Am 18. Spieltag wollte Dianes Mannschaft endlich wieder drei Punkte einfahren. Bei der aktuellen Tabellensituation hätte eine Niederlage schwerwiegende Folgen gehabt. Bei Saarbrücken begannen wieder Tröster und Herrmann von Beginn an.

Gleich nach sechs Minuten gab es die erste Großchance der Gastgeber zu notieren. Nach starker Balleroberung Rippergers im Mittelfeld führte sie den Ball nach vorne. Am Sechzehner kam der Querpass zu Matuschewski. Die Polin legte sich den Ball auf den starken Linken, doch scheiterte an der Torfrau. Wenig später eine ähnliche Szene, diesmal vertändelte die Saarbrücker Stürmerin.

Von nun an übernahmen dann die Gäste das Kommando am Kieselhumes. In der 13. Minute parierte Ehl stark gegen Berentzen. Während mehrere Ecken der Meppener ungefährlich blieben, konnte sich Ehl zehn Minuten später erneut auszeichnen, dieses Mal gegen Dalaf. Kurz darauf folgte ein haarsträubender Fehlpass im FC-Mittelfeld. Glücklicherweise vergab Senß kläglich und trat vor dem Gehäuse über das Leder.

Die Gastgeber konnten im Verlaufe der ersten Hälfte kaum offensive Akzente setzen. Nach einer guten halben Stunde kassierte man per Kopfball nach Ecke folgerichtig das Gegentor. Jedoch patzte dann auch die Gästedefensive. Nach Ballverlust stürmten Ripperger, Braunschweig und Matuschewski aufs Tor. Erst wurde der Schuss der Ex-Frankfurterin noch geblockt, doch den Abpraller schnappte sich Saarbrückens Kapitänin und schoss fest sowie überlegt links unten zum Ausgleich ein.

Bis zum Pausenpfiff passierten keine nennenswerte Aktionen mehr. Der FC konnte zufrieden sein mit dem Zwischenstand.

In der Kabine schien Coach Diane nun die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Mannschaft nahm das Heft des Handelns in die Hand und zeigte den entscheidenden Willen, dieses Spiel noch für Blau-Schwarz zu entscheiden. Milena Fischer kam für Kristin Hauck. Das Saarbrücker Eigengewächs spielte bereits am Samstag 60 Minuten in der B-Juniorinnen Bundesliga, traf dort doppelt und zeigte auch heute eine Top-Leistung.

Bei einem Freistoß von Matuschewski war es auch jene Fischer, die den Abpraller knapp verpasste. Nach gut einer Stunde setzte sich dann Matuschewski durch und haute die Kugel mit dem schwächeren Rechten nur knapp am Winkel vorbei. Danach kam die angeschlagene De Backer für Braunschweig in die Partie.

Wenig später ging Saarbrücken dann mittlerweile verdient in Front. Einen Angriff leitete Fischer stark auf links zu Loos weiter. Diese umspielte noch eine Verteidigerin und schoss zum 2:1 ein. Nur drei Minuten später hatte sie auch das nächste Tor auf dem Fuß, doch das Außennetz verhinderte dies.

Nach 76 Minuten war es dann aber soweit. Wieder wurde Loos freigespielt, ihr Schuss konnte noch abgewehrt werden jedoch stand De Backer für den Abstauber goldrichtig und drückte den Ball über die Linie.

Die Gäste waren geschockt, es spielten nur noch die Gastgeber. Die emsige Matuschewski hatte die nächste Gelegenheit und hätte schon für die Vorentscheidung sorgen können. Leider blieb ihr das Glück verwehrt, sie traf den Pfosten, war aber besonders im zweiten Durchgang ein absoluter Aktivposten.

Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Blau-Schwarzen immer noch nicht genug. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Defensive trug sich noch Drescher in die Torschützenliste ein. Der Heimsieg war perfekt. Besonders nächste Woche gilt es in Frankfurt an die starke zweite Halbzeit anzuknüpfen.