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Saarbrücken trotz zweimaliger Führung mit Unentschieden gegen Bayern II

Am 8. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga empfingen die FCS-Frauen die U20 des FC Bayern München. Chefcoach Diane brachte dabei Ditscheid für die abwesende Dörr in der Innenverteidigung, dies war die einzige Änderung im Vergleich zur Vorwoche.

Bei angenehmen Bedingungen begann Saarbrücken zielstrebig, schon nach vier Minuten hatte De Backer eine gute Gelegenheit, sie scheiterte jedoch im eins gegen eins. Die Heimelf drückte weiter. Während mehrere Eckbälle erfolglos blieben, konnte Loos erneut De Backer freispielen, diesmal verfehlte sie das Gehäuse um Zentimeter. Wenig später kam links vor dem Strafraum erstmals Matuschewski zum Schuss, sie traf das Außennetz.

In der 15. Minute folgte dann Saarbrückens Führung. Bayerns Verteidigerin Kappes spielte unbedrängt einen Rückpass zur Torhüterin. Diese war überrascht und verpasste die Kugel, welche ins Tor kullerte. Dennoch ging der Spielstand zu dem Zeitpunkt absolut in Ordnung.

Dianes Mannschaft machte weiter Betrieb, die sehr aktive Griffin setzte sich abermals über links durch, aber ein Treffer sprang nicht dabei heraus. Bis zur 34. Minute dauerte es, bis auch offensiv etwas von den Gästen zu sehen war. Ehl parierte hier stark gegen Vonkova. Danach erspielten sich die Blau-Schwarzen noch einige Standards, die aber erfolglos blieben. Trotz des Gastgeschenkes war die Halbzeitführung des FCS absolut verdient.

Im zweiten Durchgang begann erneut Saarbrücken forsch. Matuschewski knallte einen Freistoß aus gut 25 Metern an die Latte, 50 Minuten waren hier gespielt. Wenig später kam der FCS in Person von Griffin über links, die nach Ballverlust nachsetzte und den Ball zurückeroberte. Den Querpass der jungen Engländerin verwandelte Loos zum 2:0.

Als daraufhin noch die Torhymne ablief, zückte die Schiedsrichterin plötzlich die rote Karte. Brecht flog wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz. Anschließend konnte Saarbrücken noch einen Torschuss von Matuschewski und eine Großchance durch De Backer, als sie rechts durch war aber links vorbeischoss, verzeichnen.

Die Überzahl merkte man aber nicht. Wer dachte, dass Saarbrücken den Heimsieg clever nach Hause brachte, hatte sich getäuscht. In der 68. Minute konnte die Hintermannschaft eine Flanke von links nicht verhindern. Am zweiten Pfosten köpfte Vonkova dankend und freistehend zum Anschluss ein.

Nach einem Konter der nun passiveren und müde wirkenden Heimelf war Griffin nicht erfolgreich. Im Gegenzug ertönte bei einem Gästeangriff ein Pfiff der Unparteiischen, die ohne zu zögern auf den Punkt zeigte. Das Handspiel von Tröster war einerseits eindeutig, ob die Verteidigerin letztendlich im Strafraum stand, ist nicht klar. Hier gehen die Meinungen auseinander. Beschwerden seitens der heimischen Bank waren nachvollziehbar. Den Elfmeter verwandelte Pfluger.

Mit der Einwechslung von Grünnagel wollte Diane nochmal neuen Schwung reinbringen. Nun waren es aber die Gäste, die trotz Unterzahl aktiver waren. In der 86. klärte Herrmann für die bereits geschlagene Ehl auf der Linie. In der 89. Minute konnte sich Saarbrücken wieder befreien, De Backer dribbelte sich in den Sechzehner durch, umkurvte die Torhüterin und schob zur erneuten Führung ein. Das war trotzdem noch nicht der Schlusspunkt. Nur einige Sekunden später fasste sich Vonkova aus 35 Metern ein Herz, der Ball schlug zur Fassungslosigkeit der Saarbrücker unter der Latte ein. In der Nachspielzeit tankte sich nochmal De Backer über rechts durch, ihre Flanke verpasste Grünnagel haarscharf.

Danach war Schluss, die Malstätterinnen saßen enttäuscht auf dem Boden. Eine zweimalige Führung gab man in der letzten Minute aus der Hand, ein kurioses Spiel. Der Gewinner des Spieltags ist Hoffenheim 2, die nun nach einem Auswärtssieg beim 1. FC Köln die Tabelle anführen.

Für unsere Mädels geht es nächste Woche zum SV Weinberg, bevor wir den 1. FFC Frankfurt im Achtelfinale des DFB-Pokals empfangen.

Positiv betrachtet, sind die Mädels nach einigen Spitzenspielen immernoch ungeschlagen und stehen auf einem Aufstiegsplatz. Wir hoffen, dass in zwei Wochen wieder viele blau-schwarze Anhänger im Pokal gegen Erstligist 1. FFC Frankfurt unsere Mannschaft unterstützen werden.