DANKE DIETER!
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DANKE DIETER!

30.06.2012

Ein Mann, der in den letzten Jahren das Vereinsgeschehen wie kein Anderer geprägt hat, wird den FCS zum Ende des Monats verlassen. Um seine Verdienste beim 1. FC Saarbrücken müssen nicht viele Worte gemacht werden. Jeder, der sich auch nur ein klein wenig mit dem FCS beschäftigt, kennt den Namen Dieter Ferner, seine Geschichte bei den Blau-Schwarzen und kann seinen Stellenwert für den Verein einschätzen. „Dieter Ferner ist für mich eine Person mit herausragenden menschlichen Qualitäten. Als Fazit meiner relativ kurzen Zusammenarbeit kann ich sagen, dass Dieter immer mit vollem Einsatz gearbeitet hat. Ich habe dies immer mit dem Spiel eines Torwartes verglichen, der nicht auf der Linie verharrt, sondern den Strafraum verteidigt, auch wenn es weh tut“, so Präsident Paul Borgard.

Die Karriere von Dieter Ferner beim FCS begann 1975 als Spieler mit dem Wechsel von Rot-Weiß Oberhausen nach Saarbrücken. Ferner hütete das Tor zwei Jahre in der 1. Bundesliga und drei Jahre in der 2. Liga Süd. In diesen fünf Spielzeiten wurde der 1. FC Saarbrücken für den gebürtigen Wuppertaler zur Herzensangelegenheit, auch bei den Fans war schnell Kultstatus erlangt. Die Spieler-Karriere war aber nach dem Engagement bei den Malstattern noch nicht beendet. 1. FC Bocholt, Chicago Stings und erneut Oberhausen lauteten die weiteren Stationen bis zum Ende der aktiven Laufbahn.

Während seines ersten Engagements beim FCS verwurzelte sich Ferner bereits mit der Region und baute ein Haus in Grenznähe. Das sollte sich noch als sehr glücklicher Umstand für die Malstatter beweisen. Denn der heute 63-Jährige kehrte zurück ins Saarland und heuerte 1991 erneut bei den Blau-Schwarzen an. Der Anfang einer langen Ära. Zunächst übernahm Ferner die erste Mannschaft als Nachfolger von Trainer Klaus Schlappner. Ab Sommer 1991 war er dann als Trainer bei der zweiten Mannschaft aktiv. Später wurde er auch noch Jugendkoordinator.

2005 verließ Ferner die Malstatter ein zweites Mal, jedoch nicht für lange Zeit. In einer der schwersten Stunden des Vereins, dem Abstieg in die Oberliga 2007 und dem verpassten Aufstieg in der folgenden Saison, war er wieder da und half mit, den FCS wieder in die richtige Bahn zu lenken. „Nachdem wir uns in den 70er-Jahren als Spieler kennen lernten, haben sich unsere Wege jetzt wieder gekreuzt. Diesmal in unterschiedlichen Funktionen. Er war Trainer und Sportlicher Leiter, ich Aufsichtsratmitglied. Rückblickend auf die letzten Jahre kann ich sagen, es war eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit, zudem eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit“, beschreibt Egon Schmitt. Zu Beginn der Saison 2008/09 übernahm Ferner das Kommando als Cheftrainer. Er war es, der die Mannschaft in den folgenden zwei Jahren von der Oberliga bis in die 3. Liga führte. Aufgrund einer fehlenden Fußballlehrer-Lizenz musste er das Traineramt dann aufgeben, blieb dem FCS aber als Sportlicher Leiter erhalten und zeigte sich auch auf dieser Position als perfekte Lösung im Zusammenspiel mit Trainer Jürgen Luginger und Vizepräsident Harald Ebertz. „Die vergangenen vier Jahre mit Dieter Ferner waren sehr intensiv, emotional und erfolgreich. Seine Kompetenz und seine Persönlichkeit, vor allem seine Geradlinigkeit und Gelassenheit, waren aus meiner Sicht die wesentlichen Erfolgsfaktoren. So, wie er als Spieler für unvergessliche FCS-Momente gesorgt hat, ist ihm dies auch als Trainer mit seiner Mannschaft gelungen. Die Zusammenarbeit mit ihm hat riesigen Spaß gemacht und wir werden beide wohl noch oft an die gemeinsame Zeit zurückdenken“, so Ebertz. Eine Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Vertrages lehnte Dieter Ferner ab. Der Wunsch, den Fußball wieder aktiv an der Seitenlinie mitbestimmen zu können, drängte ihn wohl zu diesem Entschluss. Auch an Trainer Jürgen Luginger geht der Abgang natürlich nicht spurlos vorbei: „Man hat im ganzen Umfeld gespürt, wie sehr diese Veränderung schmerzt. Wir können gemeinsam auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, die jetzt leider endet. Dieter ist ein Stück FCS-Geschichte und es hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Dieter Ferner war schon immer ein Mann, der dem Motto treu blieb: „Ganz oder gar nicht!“ Bei allem was er angepackt hat, steckte Herzblut und volles Engagement dahinter, dennoch hat er nie die Objektivität verloren und sich auch Zeit für die kleinen Probleme anderer genommen. Dieser Mix aus Akribie, Menschlichkeit und Blau-Schwarzem-Herz sorgte für seine Erfolge und verschaffte ihm Kultstatus.

Wir freuen uns, dass Du dem Saarland erhalten bleibst und hoffen, dass Du auch uns treu bleibst und wir Dich noch häufig im Park begrüßen zu dürfen. „Dieter gehörte und gehört zur FCS-Familie, ganz gleich wo er tätig war und tätig sein wird. Er verlässt uns zum Glück auch nicht ganz, sondern ist immer noch in der AH aktiv. Ich wünsche ihm viel Glück in Neunkirchen und eine verletzungsfreie Saison in unserer AH“, schickt Reinhard Klimmt gute Wünsche für die anstehende Spielzeit mit.

Wir sagen Danke, dass Du unseren Verein und damit auch uns mitgeprägt hast.

DANKE DIETER!