Remis in Erfurt - FCS muss späten Ausgleich hinnehmen
Spielbericht

Remis in Erfurt - FCS muss späten Ausgleich hinnehmen

Statistische Daten


Datum
31.03.2012 - 14:00
Gastgeber
Rot-Weiß Erfurt
Gast
1. FC Saarbrücken
Ergebnis
1:1
Teilnehmende Spieler Gastgeber
Sponsel - Ofosu-Ayeh, Bertram, Oumari, Caillas (70. Ahrens) - Weidlich, Pfingsten-Reddig, Engelhardt, Ströhl (70. Drexler) - Reichwein, Morabit (85. Zedi)
Teilnehmende Spieler Gast
Marina - Forkel, Lerandy, Kruse, Straith - Eggert, Sieger - Wurtz (84. Laux), Özbek (73. Kohler), Stiefler - Ziemer
Tore
0:1 Wurtz (31.), 1:1 Drexler (80.)
Gelbe Karten
Reichwein - Kruse, Stiefler
Gelb-Rote Karten
-
Rote Karten
-
Anzahl Zuschauer
4.980
Schiedsrichter
Dr. Manuel Kunzmann (Bad Hersfeld)

Für die Blau-Schwarzen stand am 32. Spieltag die Partie bei Rot-Weiß Erfurt auf dem Terminkalender. Während im Ludwigspark zuletzt die Spitzenteams VfR Aalen und Jahn Regensburg besiegt werden konnten, lief es auswärts nicht rund bei den Blau-Schwarzen. „Wir wollen nicht wieder mit leeren Händen zurückfahren", gab Trainer Jürgen Luginger die Devise vor. Und zumindest ein Punkt war bei der Rückfahrt im Gepäck. 1:1 lautete das Endergebnis. Johannes Wurtz besorgte  in der 31. Minute die Führung, doch Dominick Drexler konnte im zweiten Durchgang noch ausgleichen.

Im Vergleich zum Heimsieg gegen Regensburg gab es keine Änderungen in der Startformation. Tim Kruse spielte neben Marc Lerandy in der Innenverteidigung und Adam Straith verteidigte auf der linken Seite. Grünes Licht gab es unter der Woche auch für die angeschlagenen Spieler. Christian Eggert, Martin Forkel und Manuel Stiefler standen zur Verfügung und Luginger konnte auf die gleiche Elf bauen, die auch in der Vorwoche gestartet war.

In der Anfangsphase war die Defensive der Blau-Schwarzen direkt gefordert. Erfurt machte vom Anpfiff weg Druck und erarbeitete sich einige Standardsituationen rund um den Strafraum. Marco Engelhardt legte sich in der 3. Minute den Ball in 18 Metern Torentfernung bereit, jagte die Kugel aber über das Gehäuse. Enver Marina war in der 7. Minute zum ersten Mal geforderte. Olivier Caillas brachte den Ball von der rechten Seite flach nach innen, Marina packte zu und vereitelte die Möglichkeit.

Mitte der ersten Halbzeit dann zum ersten Mal Gefahr durch den FCS. Nach einer Ecke von Ufuk Özbek landete der Abwehrversuch bei Christian Eggert. Der Schuss verfehlte aber den Kasten von Keeper Andreas Sponsel. Im direkten Gegenzug Glück für die Malstatter. Thomas Ströhl zog von der Strafraumkante ab, traf allerdings nur das Außennetz.

In der 28. Minute ging Manuel Stiefler volles Risiko und schloss volley ab, Sponsel war da noch nicht zum Eingreifen gezwungen. Drei Minuten später hatte der RWE-Torwart den Ball in den Händen, allerdings nur, um ihn Richtung Anstoßpunkt zu befördern. Vorangegangen war einer langer Schlag von Marc Lerandy aus der eigenen Hälfte. Marcel Ziemer leitete auf auf Özbek weiter, der direkt zu Johannes Wurtz weiter, der die Kugel eiskalt unter den Querbalken nagelte und zur Führung im Netz zappeln ließ. Mit dem 1:0 aus Sicht der Luginger-Elf ging es in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich der FCS gut organisiert. Chancen für die Thüringer gab es zunächst keine. Die Blau-Schwarzen setzten RWE bereits in der eigenen Hälfte unter Druck und störten geschickt beim Spielaufbau. In der Offensive fehlte in der 55. Minute nur Zentimeter für eine Torchance. Doppelpass zwischen Özbek und Ziemer, im letzten Moment ging aber ein Abwehrspieler entscheidend dazwischen.

Geschlagen geben wollte sich Erfurt aber nicht. Zunächst verzog Nils Pfingsten-Reddig beim ersten Abschluss der zweiten Halbzeit, wenig später schloss Marcel Reichwein neben das Tor ab. Die Malstatter versuchten weiter Nadelstiche zu setzen. Die dickste Chance hatte Özbek. Nach einem feinen Zuspiel von Ziemer scheiterte der 19-Jährige knapp. Kurz darauf kam Martin Forkel nach einem Solo zum Abschluss, doch Sponsel war auf dem Posten.

Doch zwei Minuten später stand es plötzlich 1:1. Dominick Drexler, der erst kurz zuvor für Ströhl eingewechselt wurde, zog in den Sechszehner und ließ Marina keine Abwehrchance. Jetzt drückte Erfurt und Drexler hatte direkt die Möglichkeit zum zweiten Treffer. Der Schuss wurde aber abgewehrt.

Danach stand die Defensive wieder sattelfest und es gab sogar noch zwei Chancen drei Punkte mitzunehmen. Erst war es Lukas Kohler, der sich den Ball eroberte, zwei Gegenspieler stehen ließ aber an Sponsel scheiterte. In der Nachspielzeit machte sich Laux nach guter Vorarbeit von Christian Eggert Richtung RWE-Tor auf, doch wieder hieß der Sieger Sponsel. Danach war Schluss und die Blau-Schwarzen trennten sich mit einem Remis von Rot-Weiß Erfurt.

„Wir hätten den Sieg heute verdient gehabt. Kurz vor Schluss haben wir noch zwei richtig dicke Möglichkeiten, die müssen wir einfach verwerten. Das ist sehr ärgerlich. Insgesamt war es eine gute Leistung, wir haben kaum Chancen zugelassen. Dennoch müssen wir uns jetzt mit dem einen Punkt begnügen", analysierte Luginger die Begegnung.