Big Points liegen gelassen
22.03.2010 09:53 von Christoph Heiser
Die FCS-Frauen haben es am Sonntag, 21. März, verpasst gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu punkten. Beim Tabellenletzten SC Freiburg setzte es eine verdiente 0:1-Niederlage. Der Abstand auf Rang neun beträgt somit nur noch drei Punkte. Freiburg konnte mit dem Erfolg die „Rote Laterne“ an Tennis Borussia Berlin abgeben.
Lediglich auf einer Position veränderte Trainer Stephan Fröhlich seine Mannschaft, die unter der Woche eine solide Leistung gegen den 1. FFC Frankfurt abgeliefert hatte. Christina Ehl ersetzte die grippe-kranke Barbara Legrand im Tor. Freiburg kam besser in die Partie und spielte gefällig und mit Leidenschaft über die Außenpositionen. Die FCS-Frauen, die von rund 40 mitgereisten Fans unterstützt wurden, ließen dagegen Einsatzwille und Engagement vermissen.
Über die starke linke Seite der Gastgeberinnen kamen die Bälle gefährlich vor das FCS-Tor, doch Freiburgs Offensivkräfte verpassten die Hereingaben (4., 18.). Nach 20 Minuten tauchten die Saarbrückerinnen das erste Mal am SC-Strafraum auf. Christina Arend legte den Ball auf Cynthia Uwak ab, doch ihr Schuss mit links ging neben das Tor. Bis zur Pause sollte dies die einzige Offensivaktion der FCS-Frauen gewesen sein. Unerklärliche Fehler im Aufbauspiel machten die Freiburgerinnen stark – in den letzten zehn Minuten bis zur Halbzeit geriet die Saarbrücker Abwehr dann richtig in Schwierigkeiten. Die beste Freiburger Chance vereitelten Christina Ehl und Sif Atladottir gemeinsam (39.). Dann vor der Pause doch noch die SC-Führung. Juliane Maiers Eckball landet unter Mithilfe von Torhüterin Ehl im Tor (45.). Das vorangegangene klare Foul an der 19-Jährigen im Fünfmeterraum blieb von Schiedsrichterin Söder ungeahndet.
Mit Wut im Bauch kamen die Gäste im zweiten Spielabschnitt ein wenig besser in die Partie. In der 56. Minute brach Christina Arend auf dem rechten Flügel durch, die Schweizer Nationaltorhüterin Marisa Brunner klärte jedoch zur Ecke. Nach dem kurzen Aufbäumen war das Engagement schon wieder verflogen. Saarbrücken blieb in den folgenden Aktionen harmlos. Sif Atladottirs Freistoß (64.) und Cynthia Uwaks Vorstoß (70.) wurden zur sicheren Beute für Brunner. Freiburg spielte weiter leidenschaftlich, konnte sich aber ebenfalls keine zwingenden Torchancen erarbeiten. So blieb es am Ende bei der verdienten 0:1-Niederlage.
„Wir haben heute ein gute Spielanlage gezeigt und verdient gewonnen“, sagte ein zufriedener SC-Trainer Edgar Beck nach dem Sieg seiner Mannschaft. Dem stimmte auch Coach Stephan Fröhlich zu: „Meine Mannschaft hat das schlechteste Spiel der Saison gezeigt. Wir haben zu keinem Zeitpunkt in die Partie gefunden, der Freiburger Erfolg geht in Ordnung.“ Wiedergutmachung können die FCS-Frauen am Ostersamstag, 3. April, betreiben. Dann steht das Nachholspiel beim SC 07 Bad Neuenahr auf dem Programm.
So haben sie gespielt...
SC Freiburg: Brunner, Wendlinger, Kleiner, Boschert, Faißt, Moser, Parker, Krüger, Maier (80. Zirnstein), French (82. Schmid), Hartel (89. Hegenauer)
1. FC Saarbrücken: Ehl, Leykauf, Atladottir, Edwards, Schinkel, Vetterlein (67. Hinsberger), Beney, Cronkrite (62. De Backer), Uwak, Arend, Trach
Tore: 1:0 Maier (45.)
Gelb: French, Hartel (SCF), Vetterlein, Arend, Schinkel (FCS)
Zuschauer: 639
Schiedsrichterin: Söder (Schwarzenbruck)
Die Überraschung blieb aus
18.03.2010 11:03 von Christoph Heiser
Die FCS-Frauen haben eine Überraschung im Nachholspiel des 13. Spieltags gegen den 1. FFC Frankfurt am Mittwochabend verpasst. Der Favorit vom Main behielt mit 1:4 (0:2) die Oberhand. Für die Tore auf Frankfurter Seite sorgten Sara Thunebro, Ex-Saarbrückerin Dzsenifer Marozsan, Kerstin Garefrekes und Conny Pohlers. Cynthia Uwak traf für den FCS.
Doch das klare Ergebnis schmälert die tolle Leistung der Saarbrückerinnen an diesem Abend im Ludwigsparkstadion nicht. FCS-Trainer Stephan Fröhlich schickte exakt die gleiche Elf wie beim 3:1-Erfolg gegen Tennis Borussia Berlin am vergangenen Sonntag ins Rennen. Und die Spielerinnen machten ihre Sache gut. Frankfurts Offensivkraft kam aus dem Spiel heraus kaum zur Geltung – nur die Standardsituationen brachten Gefahr vor das Gehäuse von Torfrau Barbara Legrand. Conny Pohlers’ Kopfballchance nach einem Eckball von Birgit Prinz bereits in der 5. Minute waren ein Indiz hierfür.
Aber auch die Gastgeberinnen kamen zu ihren Möglichkeiten. Christina Arend setzte sich auf dem rechten Flügel durch und zwang mit ihrem satten Schuss Nationaltorfrau Nadine Angerer zu einer Glanzparade (15.). Die eben angesprochenen Standards sorgten dann auch für die Führung der Frankfurterinnen. Nach vermeintlichem Foul an Birgit Prinz zirkelte Schwedens Nationalverteidigerin Sara Thunebro den Ball mit links an der Mauer vorbei ins Torwarteck – das 0:1 nach 31 Minuten. Dem Treffer der neuen Kollegin wollte kurze Zeit später auch Dzsenifer Marozsan in nichts nachstehen. Die Ex-FCSlerin trat zum Freistoß, wiederum nach Foul an Birgit Prinz, an. Der präzise getretene Ball schlug zum 0:2 (34.) neben dem Pfosten ein. Dieses Mal keine Chance für Legrand. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.
Nach der Pause kamen die Gäste ein wenig frischer aus der Kabine. Besonders Kerstin Garefrekes schien die Auszeit gut getan zu haben. In der 49. Minute umspielte die Nationalspielerin die gesamte Saarbrücker Abwehr und traf aus sieben Metern zum 0:3 für ihre Mannschaft. Direkt nach Wiederanpfiff sah die FCS-Hintermannschaft wieder nicht gut aus. Kelli Cronkrite verstolperte einen harmlosen Rückpass in den Strafraum in die Füße von Conny Pohlers, die aus kurzer Distanz keine Mühe hatte zum 0:4 (50.) zu vollenden. „Ein Geschenk“, so der knappe Kommentar von Trainer Stephan Fröhlich.
Aber die Saarbrückerinnen steckten nicht auf und versuchten nach Kräften die Frankfurter Hintermannschaft ins Schlingern zu bringen. Christina Arend, an diesem Abend mit dem Prädikat „bärenstark“ vom eigenen Trainer tituliert, setzte sich auf rechts durch. Ihr Pass im Strafraum fand Kelli Cronkrite, doch die Amerikanerin vergab den Anschlusstreffer kläglich (53.). Kurz darauf musste Cronkrite das Feld verlassen. Für sie kam Sabine Blank in die Partie, die nach fünfeinhalbmonatiger Verletzungspause ihr Comeback in der Bundesliga feierte. In der 62. Minute wurden die Bemühungen der FCS-Frauen belohnt. Cynthia Uwak erlief einen tollen Pass von Arend und schob das Leder an Angerer zum 1:4 in die Maschen.
Es hätten noch weitere Tore fallen können. Aber Jang-Mi Lee (80.) und Conny Pohlers (82.) scheiterten an Torfrau Legrand. Und auch auf der Gegenseite behielt die Torfrau die Oberhand. Angerer parierte wiederum einen Schuss von Christina Arend. Und so hieß es am Ende 1:4 aus Saarbrücker Sicht.
„Heute hat nicht die Mannschaft mit der besseren Spielanlage gewonnen, sondern die clevere“, sagte Gästetrainer Sven Kahlert nach der Partie. Das Kompliment nahm Coach Fröhlich gerne an: „Ich beleuchte gerne das ‚Wie’ eines Spiels. Das hat bei meiner Mannschaft gestimmt. Frankfurt hat verdient gewonnen – keine Frage. Wir haben uns seit dem Hinspiel entwickelt. Das gibt uns Selbstvertrauen für das wichtige Spiel in Freiburg am kommenden Sonntag.“
Eine Zusammenfassung des Spiels sowie der Begegnung Tennis Borussia Berlin-FCR 2001 Duisburg gibt es im Internet auf www.dfb-tv.de zu sehen.
So haben sie gespielt...
1. FC Saarbrücken: Legrand, Leykauf, Atladottir, Edwards, Schinkel, Beney, Vetterlein (83. Teague), Cronkrite (59. Cronkrite), Uwak, Arend, Trach (63. De Backer)
1. FFC Frankfurt: Angerer, Krieger, Hingst (67. Günther), Lewandowski, Thunebro, Garefrekes, Smisek (56. Lee), Prinz, Wimbersky, Marozsan (74. Weber), Pohlers
Tore: 0:1 Thunebro (31.), Marozsan (34.), 0:3 Garefrekes (50.), 0:4 Pohlers (51.), 1:4 Uwak (64.)
Zuschauer: 354
Schiedsrichterin: Dietz (Bad Sobernheim)
Punkte-Polster: FCS-Mädels halten TeBe auf Abstand
14.03.2010 18:19 von Frank Falkenauer
Die FCS-Frauen haben am Sonntag, 14. März, einen wichtigen Erfolg gelandet und im Duell der Aufsteiger und Konkurrenten im Abstiegskampf Tennis Borussia Berlin mit 3:1 (2:0) geschlagen. Die Tore für die Blau-Schwarzen erzielten Christina Arend (2) und Cynthia Uwak, für Berlin war Jana Teodoridis erfolgreich.
Der Wettergott hatte endlich ein Einsehen und ließ nun auch den Bundesligaball in Saarbrücken wieder rollen. Trainer Stephan Fröhlich hatte vor Anpfiff einige Umbaumaßnahmen in seiner Mannschaft zu erledigen. Sif Atladottir besetzte die Innenverteidigerposition neben Juliana Edwards, Ann-Kathrin Schinkel rückte nach links. Für die verletzte Sarah Karnbach spielte Laura Vetterlein neben Noémie Beney im defensiven Mittelfeld. Defensiv gut aufgestellt begannen die Saarbrückerinnen aber auch offensiv stark. Bereits in der ersten Spielminute hätten die Hausherrinnen in Führung gehen können, aber Kelli Cronkrite verzog. Bis zur 10. Minute beherrschte der FCS die Partie und ließ die Berlinerinnen nicht zur Geltung kommen. Danach hatten die Zuschauer eine Viertelstunde Magerkost zu überstehen. Die anschließende Spielzeit bis zur Pause entlohnte aber dafür. Die Gastgeberinnen erspielten sich Torchancen im Minutentakt.
Erst war es Christina Arend, die von der Grundlinie auf Kelli Cronkrite zurück passte, die Amerikanerin verfehlte aber das Tor. Nach einem langen Anspiel aus der eigenen Hälfte fand sich Cynthia Uwak alleine vor Gäste-Torhüterin Cordula Busack wieder, doch der Ball landete neben dem Pfosten. Wenig später setzte sich Maike Trach auf links durch. Ihr Pass fand Sturmspitze Arend, ihr Abschluss wurde von einer Abwehrspielerin geblockt. In der 32. Minute machte sie es besser. Sif Atladottir brachte einen weiten Einwurf in den Strafraum, Cronkrite verlängerte per Kopf und Christina Arend drosch den Ball nach kurzer Annahme aus der Drehung ins lange Eck. Die 1:0-Führung. Die Hauptstädterinnen schienen nach der Führung kurz aufzuwachen und hätten beinahe im Gegenzug den Ausgleich mit ihrer ersten Torchance überhaupt erzielen können. Jana Teodoridis nutzte ein Missverständnis zwischen Juliana Edwards und Ann-Kathrin Schinkel aus und lief alleine auf Barbara Legrand zu. Doch die Berlinerin zeigte Nerven und verzog. Fünf Minuten nach der Führung beruhigte wiederum Christina Arend die Nerven der FCS-Fans. Maike Trach ließ ein hohes Zuspiel gekonnt direkt in die Schnittstelle der Berliner Abwehr tropfen und schickte Arend auf die Reise, die im Eins-gegen-Eins gegen Busack die Oberhand behielt und zum 2:0 (37.) traf. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.
Auch nach der Halbzeit begannen die Saarbrückerinnen forsch, wieder verfehlte Kelli Cronkrite knapp das gegnerische Tor. Berlin hielt nun etwas mehr dagegen, konnte sich aber keine zwingenden Chancen heraus arbeiten. Im Gegensatz zum FCS. Ein ums andere Mal stürmten sie Richtung Busack, brachten den Ball aber nicht unter. In der 65. Minute war es dann so weit. Julia Leykauf schlug einen weiten Ball nach vorne, Cynthia Uwak enteilte der Berliner Hintermannschaft und konnte das Spielgerät zum 3:0 einschieben. In der verbleibenden Spielzeit schienen die Kräfte der beiden Mannschaften nachzulassen. Saarbrücken nahm deutlich einen Gang raus und konnte von Glück reden, dass Tennis Borussia die aufkommende Sorglosigkeit im Abwehrverhalten nicht ausnutzen konnten. Auch vor dem gegnerischen Tor waren die FCS-Frauen nicht mehr konsequent genug und ließen beste Gelegenheiten aus. In der Schlussphase kamen die Gäste nur noch zum 3:1-Anschlusstreffer (85.) von Jana Teodoridis, die Torhüterin Legrand mit einem Lupfer von halbrechts überwand.
„Meine Mannschaft hat sich das selbst zuzuschreiben. Wir hatten zu viele Laufduelle gegen die schnellen Saarbrücker Spitzen. Das wollten wir eigentlich vermeiden. Kämpferisch kann ich der Truppe aber keinen Vorwurf machen“, äußerte sich Gästetrainer Thomas Grunenberg auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
„Wir hätten mehr aus unseren Möglichkeiten machen müssen. Aber egal: Mund abputzen und weiter. Für uns zählen heute nur die drei Punkte“, war das Fazit von Coach Stephan Fröhlich. Mit dem dreifachen Punktgewinn rangieren die FCS-Frauen zwar weiterhin auf Rang 10, konnten aber nun den Abstand auf Freiburg und Berlin auf sechs Punkte vergrößern.
Weiter geht es bereits am kommenden Mittwoch, 17. März. Ab 17.30 Uhr gastiert der deutsche Rekordmeister 1. FFC Frankfurt im Ludwigsparkstadion zum Nachholspiel vom 13. Spieltag.
So haben sie gespielt...
1. FC Saarbrücken: Legrand, Leykauf (81. Hinsberger), Atladottir, Edwards, Schinkel, Beney, Vetterlein (65. Teague), Cronkrite, Uwak, Arend, Trach (71. De Backer)
Tennis Borussia Berlin: Busack, Willers, Liepack, Tarr, Sharif (87. Stegemaier), Braun (74. Okoe), Teodoridis, Heyke, Yaren, Fechner, Hagemann
Tore: 1:0, 2:0 Arend (32., 37.), 3:0 Uwak (65.), 3:1 Teodoridis (85.)
Gelb: Vetterlein (FCS), Sharif (TeBe)
Schiedsrichterin: Kurtes (Düsseldorf)
Ehl trainiert mit Rottenberg
12.03.2010 10:13 von Christoph Heiser
Am Montag, 15. März, steht für Bundesliga-Torhüterin Christina Ehl ein besonderes Training auf dem Programm. Welt- und Europameisterin Silke Rottenberg stattet der Nachwuchskeeperin des FCS einen Besuch ab.
Im Rahmen ihrer Aufgaben beim Deutschen Fußball-Bund kümmert sich die ehemalige deutsche Nummer Eins um ambitionierte junge Talente zwischen den Pfosten, zu denen Christina Ehl nicht nur aufgrund ihrer Berufungen in den erweiterten Kader der U20-Nationalmannschaft sicherlich zählt. In zwei individuellen Einheiten wird Ehl gemeinsam mit ihrem Torwarttrainer beim FCS, Frank Kackert, von Silke Rottenberg auf Herz und Nieren geprüft. Geplant ist auch eine Videoanalyse, um die Stärken und Schwächen genauer dokumentieren zu können.
Wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt
11.03.2010 12:32 von Christoph Heiser
Wenn es denn das Wetter zulässt, haben die FCS-Frauen am Sonntag, 14. März, eine wichtige Aufgabe zu meistern. Ab 11 Uhr erwartet die Mannschaft von Trainer Stephan Fröhlich im Stadion Am Kieselhumes den Tabellennachbarn und Mitaufsteiger Tennis Borussia Berlin.
Im Hinspiel Mitte Oktober reichte es für den FCS trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2-Unentschieden. Maike Trach und Selina Dambier hießen damals die Torschützinnen. Nach den Spielausfällen der vergangenen Wochen brennen die Frauen in blau-schwarz auf den Einsatz am Sonntag. „Das wird eine Herausforderung für uns. Das Duell ist an Brisanz und Wichtigkeit für beide Mannschaften kaum zu überbieten. Meine Mannschaft ist bereit, sich der Aufgabe zu stellen“, sagt Coach Fröhlich im Vorfeld der Partie.
Nicht zur Verfügung steht Kapitänin Sarah Karnbach, die sich am Donnerstag in Straubing einer Kreuzband-Operation unterziehen muss. Auch Selina Dambier fehlt – sie verbüßt ihre Sperre nach der Roten Karte im Spiel gegen Turbine Potsdam.
