Deutliche Niederlage gegen FCR 2001 Duisburg
26.04.2010 09:14 von Christoph Heiser
Die FCS-Frauen haben am Sonntag, 25. April, eine deutliche Niederlage einstecken müssen. Gegen den amtierenden UEFA- und DFB-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg setzte es am 20. Spieltag der Frauen-Bundesliga ein 0:6 im Stadion Am Kieselhumes.
Trainer Stephan Fröhlich musste sein Team auf zwei Positionen umbauen. Christina Arend fehlte wegen einer Gelbsperre, Ann-Kathrin Schinkel musste verletzungsbedingt passen. Vor 358 Zuschauern zeigten die Gäste sofort, wer bei tollem Fußballwetter Herr im Hause sein würde. Bereits in der 2. Minute nahm Nationalstürmerin Inka Grings das Geschenk der FCS-Abwehr an und brachte den FCR 2001 Duisburg mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später war es dann wieder Grings, die nach einem Stellungsfehler in der Saarbrücker Hintermannschaft alleine auf Torhüterin Ehl zulief und sicher zum 0:2 (7.) verwandelte. Von den FCS-Frauen kam wenig Gegenwehr. Die einzige Torchance hatte Cynthia Uwak, doch ihr Schuss mit links von der Strafraumkante wurde zur sicheren Beute für Ursula Holl im Tor des FCR. Dann waren wieder die Duisburgerinnen am Zug. Einen Heber von Femke Maes konnte Sif Atladóttir noch vor der Linie klären, den Nachschuss von Turid Knaak fälschte sie aber anschließend unglücklich ins eigene Netz ab. Das 0:3 in der 31. Minute. Wenig später setzte sich Knaak auf dem linken Flügel durch und bediente die frei stehende Maes im Strafraum. Ihren Schuss erreichte Christina Ehl erst hinter der Torlinie – 0:4 (38.). Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Saarbrückerinnen ein wenig mutiger. Allen voran Selina Dambier zeigte im zweiten Abschnitt einen engagierten Auftritt – war aber zu sehr auf sich alleine gestellt. Duisburg nahm einen Gang raus und die FCS-Frauen prüften Holl mit zwei Distanzschüssen. Selbst im Schongang waren die Saarbrückerinnen an diesem Tag den Gästen aus dem Ruhrpott nicht gewachsen. Kozue Ando erhöhte nach Zuspiel von Inka Grings auf 0:5 (64.). Zuvor hatte Juliana Edwards die Nationalspielerin mustergültig mit einem Fehlpass im Aufbauspiel bedient. Kelli Cronkrite hatte in der 70. Minute dann noch den Ehrentreffer auf dem Fuss – sie verzog allerdings. Den Endstand zum 0:6 stellte Ando mit ihrem zweiten Tor an diesem Tage her. In der 88. Minute verwandelte sie eine Vorlage ohne Mühe.
„Wir haben heute endlich mal wieder schönen Fußball gespielt. Das war für unsere Psyche und für die Stimmung ein wichtiger Sieg“, war Gäste-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg rund um zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft. Im Gegensatz zu Stephan Fröhlich: „Der Sieg von Duisburg ist absolut verdient. Wenn sich nur vier Spielerinnen gegen so einen Gegner präsent zeigen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man so eine Niederlage einsteckt. Das viel zitierte ‚Wie’ hat heute bei meiner Mannschaft nicht gestimmt.“
So haben sie gespielt...
1. FC Saarbrücken: Ehl, Blank, Atladóttir, Edwards, Vetterlein, Beney, Teague, Trach (82. Scherer), Cronkrite (82. Salm), Uwak (60. De Backer), Dambier
FCR 2001 Duisburg: Holl, Wensing (46. van Bonn), Krahn, Wermelt, Popp, Kiesel (54. Ando), Bresonik, Knaak, Laudehr (58. Oster), Grings, Maes
Tore: 0:1, 0:2 Grings (2., 7.), 0:3 Knaak (31.), 0:4 Maes (38.), 0:5, 0:6 Ando (64., 88.)
Gelb: Edwards (FCS)
Zuschauer: 358
Schiedsrichterin: Storch-Schäfer (Petersberg)
„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“
19.04.2010 16:33 von Christoph Heiser
Sichtbar niedergeschlagen und ratlos saßen die Spielerinnen des FCS nach einer 0:1-Auswärtsniederlage am Sonntag, 18. April, nach Abpfiff auf dem eigentlich unbespielbaren Rasen des Walter-Meyer-Sportfeldes in Hamburg. Dem Resultat beim Hamburger SV ging ein von Beginn an ausgeglichenes Spiel voraus, in dem sich die Saarländerinnen sicherlich einen Punkt verdient hätten.
Bereits in der vierten Minute wurde Christina Arend von der bis zum Schluss kämpfenden Selina Dambier, steil in Richtung HSV-Tor geschickt. Arend konnte diese erste gute Möglichkeit zur Führung nicht nutzen. Torraumszenen boten sich für den HSV überwiegend durch Eckbälle und Freistöße. Hier konnte Christina Ehl, die für die verletzte Barbara Legrand im Tor stand, stets abwehren. Gefährlich vor das HSV-Tor kam Maike Trach in der 21. Minute nach einem Eckball von Meredith Teague – sie konnte den Ball aber nicht im Tor versenken. Zum Ende der ersten Halbzeit versuchten Selina Dambier (41.) und Cynthia Uwak (44.) es aus der Distanz, bekamen aber nicht genug Druck in den Ball.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich engagiert wie die Erste. Brenzlig wurde es, als der HSV einen langen Pass von rechts in den Torraum spielte. Ehl kam mutig raus und konnte den Ball im Strafraum sichern. Kurz darauf parierte sie erneut, als Nationalspielerin Kim Kulig zu einer Kopfballchance kam (53.). Rund eine Viertelstunde später war es erneut Maike Trach, die sich gegen die Hamburger Abwehr durchsetzen konnte. Ihr Schuss ging aber nur an die Latte (68.). Viele Standards auf Seiten des HSV und des FCS folgten. In der 85. Minute landete der Ball nach einem Freistoß von Carolin Simon im Tor des FCS. Im Strafraum herrschte ein Durcheinander, der Ball konnte von Noemie Beney nicht geklärt werden und fand stattdessen unglücklich den Weg ins Tor. Der Treffer wurde letzten Endes Imke Wübbenhorst zugeschrieben.
Die letzten Minuten kämpften die Mädels des FCS aggressiv und weiterhin engagiert um den Ausgleich. Dieser Kampfgeist, den die Mannschaft während des ganzen Spiels an den Tag legte, wurde an diesem Sonntag leider nicht mehr belohnt. Nach dem enttäuschenden Nachholspiel gegen den VfL Wolfsburg vom Donnerstag hat die Mannschaft „Charakterstärke“ bewiesen. Trainer Stephan Fröhlich sprach von einer „unnötigen und brutalen Niederlage.“ Er könne „der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen“, der im Spiel auch die Reisestrapazen von zehn Stunden Busreise nicht anzumerken war. Selbst HSV-Trainer Feifel, der den Sieg selbst nicht als verdient ansah, pflichtete Stephan Fröhlich bei.
Am kommenden Sonntag, 25. April, ist ab 11 Uhr der amtierende Europa- und DFB-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg am Kieselhumes zu Gast. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga schafften die FCS-Frauen bereits zwei Mal in dieser Saison eine Überraschung. Das Hinspiel endete 1:1-Unentschieden und beim DFB-Hallenpokal warfen die Saarländerinnen den FCR aus dem Wettbewerb.
So haben sie gespielt...
Hamburger SV: Weech, Haye, Brüggemann, Simon, Ewers, Schubert (68. Wübbenhorst), Saländer (71. Jokuschies), Kameraj, Crnogorcevic, Kulig, Zweigler (54. Petermann)
1. FC Saarbrücken: Ehl, Edwards, Schinkel, Atladottir, Arend, Vetterlein, Trach, Beney, Dambier, Uwak (74. De Backer), Teague
Tor: 1:0 Wübbenhorst (85.)
Gelb: Kameraj (HSV); Beney, Arend (FCS)
Zuschauer: 234
Schiedsrichterin: Jung (Kleve)
Niederlage gegen Wolfsburg
15.04.2010 17:35 von Christoph Heiser
Die FCS-Frauen haben in der Frauen-Bundesliga in einem Nachholspiel des 15. Spieltages 0:2 gegen den VfL Wolfsburg verloren. Die Tore erzielten Selina Wagner (22.) und Rebecca Smith (33.).
FCS-Frauen spielen 0:0 gegen Bayern München
11.04.2010 14:55 von Frank Falkenauer
Die FCS-Frauen haben am Sonntag, 11. April, im Heimspiel gegen den deutschen Vizemeister FC Bayern München 0:0-Unentschieden gespielt. Mit dem Punktgewinn konnte man den SC Freiburg auf Abstand halten, der das Duell der beiden Letzten gegen Tennis Borussia Berlin mit 2:0 für sich entschied.
Mit zwei Veränderungen in der Startaufstellung – Laura Vetterlein ersetzte die verletzte Julia Leykauf und Kelli Cronkrite spielte nach überstandener Leistenblessur für Jacqueline De Backer – ging das Team von Trainer Stephan Fröhlich in die Partie. Die Saarbrückerinnen begannen gut, doch die erste Torchance hatte der FC Bayern. Nationalspielerin Melanie Behringer setzte sich durch und konnte nur durch ein Foul am Abschluss gehindert werden. Schiedsrichterin Eisenhardt zeigte nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern verlegte den Tatort vor den Strafraum. Den anschließenden Freistoß parierte Barbara Legrand sicher. Danach schlug die Stunde der FCS-Offensive. Nach einem tollen Zuspiel aus der eigenen Hälfte lief Christina Arend auf das Bayern-Gehäuse zu, scheiterte aber an Torfrau Kathrin Längert. Im Gegenzug hatten die Gäste die Chance zur Führung, aber Vanessa Bürki kam bei einer Hereingabe von links zu spät. Kurze Zeit waren wieder die Saarbrückerinnen am Zug. Arend läuft allen davon, doch ihren Querpass können die Münchner Abwehrspielerinnen im letzten Moment vor der einschussbereiten Cynthia Uwak entschärfen. Auch im dritten Versuch hatte der FCS kein Glück. Wieder war es Christina Arend, die sich auf den Weg machte. Ihr Schuss ging allerdings neben das Tor. So hieß es nach 45 Minuten 0:0.
Nach dem Seitenwechsel, den beide Teams unverändert antraten, gab es weder auf der einen, noch auf der anderen nennenswerte Offensivaktionen zu verzeichnen. Lediglich Kelli Cronkrite war in der 65. Minute mit einem Distanzschuss gefährlich. Auf der Gegenseite sorgte Ann-Kathrin Schinkel mit einem Klärungsversuch für Nervenflattern bei den eigenen Anhängern. Eine Hereingabe lenkte sie knapp neben den eigenen Pfosten. So endete die Partie nach 90 Minuten torlos 0:0-Unentschieden und sicherte dem FCS den 13. Punkt gegen den Nichtabstieg. Mit dem Endergebnis waren beide Trainer nicht so richtig zufrieden. „Wir wollten hier gewinnen, das Unentschieden ist zu wenig für unsere Ansprüche“, sagte Gäste-Trainer Günther Wörle in der Pressekonferenz. Auch FCS-Coach Stephan Fröhlich sagte: „Wenn man die Anzahl der Torchancen betrachtet, hätten wir einen Sieg eigentlich verdient gehabt. Aber wir haben leider keinen Treffer erzielt.“
Da der SC Freiburg gegen Schlusslicht Tennis Borussia Berlin mit 2:0 gewann, beträgt der Abstand auf einen Abstiegsplatz nur noch einen Punkt. Bereits am Donnerstag, 15. April, können die FCS-Frauen durch einen Sieg gegen den VfL Wolfsburg den Abstand wieder vergrößern. Anpfiff im Stadion Kieselhumes ist um 17 Uhr.
So haben sie gespielt...
1. FC Saarbrücken: Legrand, Vetterlein, Atladóttir, Edwards, Schinkel, Beney, Teague, Trach, Cronkrite (70. Dambier), Arend, Uwak
FC Bayern München: Längert, De Pol, Wenninger, Paukner, Rech, Wörle, Simic (65. Spieler), Bachor, Aigner, Behringer (74. Doppler), Bürki (65. Mirlach)
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 415
Schiedsrichterin: Eisenhardt (Holzgerlingen)
Leykauf erfolgreich operiert
07.04.2010 13:01 von Christoph Heiser
FCS-Abwehrspielerin Julia Leykauf, die sich im Nachholspiel am Ostersamstag, 3. April, einen Bruch des rechten Schlüsselbeins zugezogen hat, ist erfolgreich operiert worden. Mannschaftsarzt Dr. Markus Pahl richtete im Knappschaftskrankenhaus Püttlingen den lädierten Knochen in einer rund einstündigen OP mit Hilfe einer Platte. „Jule“ wird rund sechs bis acht Wochen ausfallen und steht ihrem Team somit im Saisonendspurt nicht mehr zur Verfügung.
